Neuer Pfarrer will Fuß fassen

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Frank Dregennus ist aus dem Landkreis Meißen ins Erzgebirge gewechselt. Eine 100-Prozent-Stelle ist seine Tätigkeit in Hormersdorf nur kurze Zeit.

Hormersdorf.

Fast 20 Jahre hat Frank Dregennus als Pfarrer an der Kirche in Ponickau gearbeitet. Anfang August ist er nun in den Zwönitzer Ortsteil Hormersdorf gewechselt. Doch schon bei seinem Amtsantritt an der evangelisch-lutherischen Kirche war klar: Eine 100-Prozent-Stelle ist das nur noch für kurze Zeit. Doch der Reihe nach.

Frank Dregennus wurde 1967 in Crimmitschau geboren. Nach der Ausbildung zum Elektromechaniker hat er vier Jahre als Werkzeugmacher gearbeitet und parallel dazu das Abitur an der Volkshochschule abgelegt. Während des vierjährigen Theologiestudiums in Gießen war für Dregennus nicht klar, ob er später als Pfarrer arbeiten würde. Diese Entscheidung ist erst beim anschließenden Studium in Leipzig gefallen.

Zunächst musste sich Frank Dregennus erst einmal gedulden. "Wegen der damaligen Umstrukturierung innerhalb der Kirche bin ich erst einmal in der Warteschleife gelandet", erzählt er. Diese Zeit hat er mit der Arbeit beim Gemeindehilfsbund in Leipzig überbrückt. Schließlich durfte er sein Vikariat antreten.

Neben der Gemeindearbeit in Leipzig Connewitz und beim Predigerseminar lernte er die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Chemnitz kennen. Seine erste und bisher einzige Pfarrstelle führte Frank Dregennus schließlich nach Ponickau im Landkreis Meißen. Vor allem seiner vier schulpflichtigen Kinder wegen ist ein Wechsel an einen anderen Ort lange Zeit nicht infrage gekommen. Doch inzwischen sind drei der Kinder aus dem Haus, nur die jüngste Tochter, die 16-jährige Annalena, ist mit nach Hormersdorf umgezogen.

Schon bei der Stellenausschreibung war klar, dass es das Amt des Pfarrers in der bisherigen Form hier nur noch befristet gibt: "Wir haben hier etwa 700 Kirchenglieder. Bis 2024 habe ich eine 100-Prozent-Stelle. Danach werden es 50 Prozent", erklärt er. Doch gerade diese Konstellation findet Frank Dregennus spannend, denn die restlichen 50 Prozent wird er danach planmäßig innerhalb der Familienarbeit Erzgebirge arbeiten. Dieses Thema beschäftigt den Familienvater schon lange: "Bereits in meiner bisherigen Gemeinde war die Familienarbeit ein Schwerpunkt. Da gab es zur Familienarbeit Erzgebirge Berührungspunkte."

Fürs erste allerdings will Dregennus in seiner neuen Gemeinde Fuß fassen: "Es ist erst einmal das Wichtigste, die Menschen hier kennenzulernen. Dabei sehe ich mich nicht als Pfarrherr, sondern alles soll im Miteinander passieren." Der Pfarrer freut sich, dass inzwischen auch seine Frau Christine eine neue Arbeit als Gemeindepädagogin in Niederwiesa gefunden hat.

Der Festgottesdienst mit Amtseinführung wird am Sonntag, 14 Uhr in der Hormersdorfer Kirche gefeiert. Dabei gilt Maskenpflicht.

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