Polizeischutz für Impftermin an Schneeberger Schulzentrum

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Eine Gruppe von mehreren Impfgegnern hat am Montag vor dem Beruflichen Schulzentrum protestiert. Die Einrichtung war nach einer angedrohten Störaktion als Ausweichort genutzt worden.

Schneeberg.

Unter Polizeischutz hat am Montag die Corona-Impfaktion am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft in Schneeberg stattgefunden. "Wir waren mit mehreren Beamten vor Ort", bestätigte ein Polizeisprecher den Einsatz, der bis zum Ende der Impfaktion gegen 14 Uhr dauerte.

Die Präsenz der Beamten war nötig, damit die Impfung von Schülern störungsfrei ablaufen konnte. Denn vor der Schule hatte eine Gruppe von mehreren Impfgegnern protestiert. Dabei sollen auch Schüler beschimpft worden sein. "Die Polizisten haben einen super Job gemacht", sagte Schulleiterin Caterina Martin. Details zum Ablauf der Impfungen konnte sie nicht nennen. "Das BSZ hat lediglich die Räume zur Verfügung gestellt." Ursprünglich sollte die Impfaktion an einer anderen Schneeberger Schule stattfinden, doch aufgrund angedrohter Störaktionen wurde kurzfristig das BSZ als Ausweichort genutzt.

Mit der Impfaktion gegen Corona will der Freistaat ein niederschwelliges Angebot für die Schüler unterbreiten. Tatsächlich ist es aber nicht einfach, dies in den Schulen anzubieten. Dies bestätigte bereits vergangene Woche der Sprecher des Landesschulamtes, Roman Schulz. In Zusammenhang mit den Impfungen sowie der Test- und Maskenpflicht habe es in der Vergangenheit Proteste vor Schulen sowie Strafandrohungen gegen Schulleiter gegeben. Weil die freiwillige Impfaktion der Schüler anonym abläuft, werden keine konkreten Zahlen veröffentlicht. In Schneeberg soll die Resonanz gut gewesen sein. (tjm)

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