Schneeberg: Mann ertrinkt im Filzteich

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Obwohl die Retter den Schwimmer sofort bergen, können sie ihn nicht mehr reanimieren. Notfallseelsorger sind im Einsatz.

Schneeberg.

Ein tragischer Badeunfall hat sich am Freitag im Strandbad am Filzteich ereignet. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen konnte ein 71-jähriger Mann nicht mehr gerettet werden.

Gegen 13.15 Uhr wurde beobachtet, wie der Senior beim Schwimmen unterging. Sofort gingen mehrere Rettungsschwimmer mit einem Boot ins Wasser, um ihn zu retten. Das Team konnte den Mann schnell ans Ufer bringen. Dort begannen die Reanimationsmaßnahmen. Dabei kam auch ein Defibrillator vom Strandbad zum Einsatz, erklärt Janice Kaiser, die Geschäftsführerin der Stadtwerke Schneeberg, die das Strandbad betreiben.

Die Kameraden der zuerst eingetroffenen Feuerwehr Schneeberg-Neustädtel unterstützten die Reanimationsversuche, bis der Rettungsdienst eintraf. Obwohl die Helfer schnellstmöglich gehandelt hatten und die Rettungskette reibungslos funktionierte, blieb die Reanimation erfolglos. Das Notfallseelsorge- und Kriseninterventions-Team Aue-Schwarzenberg betreute die Angehörigen und die Retter.

Aufgrund des Rettungseinsatzes und der anschließenden Betreuung blieb das Strandbad am Freitag geschlossen. Ab Samstag ist es wieder geöffnet. Die Feuerwehr Neustädtel war mit sieben Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen im Einsatz. Außerdem waren der Rettungsdienst mit Notarzt und die Polizei vor Ort. Den Grund für den Badeunfall konnte ein Polizeisprecher am Freitag noch nicht benennen. Vermutet wird, dass der Schwimmer aufgrund eines Herz-Kreislauf-Problems verstorben ist.

Aufgrund des eingespielten Teams der Rettungsschwimmer, die das Strandbad überwachen, sind solche schweren Unfälle am Filzteich sehr selten. Zuletzt verunglückte ein 74-Jähriger vor einem Jahr. Auch er war beim Schwimmen plötzlich untergegangen. Damals wurde eine Suchaktion gemeinsam mit den Badegästen gestartet, um den Mann zu bergen. Auch damals kam jegliche Hilfe für den Senior zu spät. (mit nikm)

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