Verfahren gegen Schönheides Bürgermeister Kai Wilhelm eingestellt

Schönheide.

Vom Amtsgericht Aue ist das Verfahren wegen Untreue gegen den Schönheider Bürgermeister Kai Wilhelm eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, im Zeitraum von Oktober 2013 bis November 2017 eine auf dem Bauhofgelände der Gemeinde befindliche Garage unentgeltlich für das Unterstellen privater Fahrzeuge genutzt zu haben. Außerdem soll er im Herbst 2013 für die Gemeinde einen Unimog gekauft haben und dafür 2800 Euro zu viel gezahlt haben. Diesen Betrag habe er nichts zurückgefordert, sondern dafür eine Schneefräse gekauft und diese nicht im Inventar der Gemeinde registrieren lassen, sondern in die von ihm privat genutzte Bauhof-Garage beziehungsweise später auf sein Privatgrundstück gestellt. In der Verhandlung konnte zum Beispiel nicht eindeutig geklärt werden, in wessen Eigentum die Schneefräse tatsächlich war.

Laut Beschluss des Gerichts wurde das Verfahren gegen eine Geldauflage von 8000 Euro eingestellt, weil nur ein geringer Schaden entstanden sei. Gegen den Bürgermeister von Schönheide läuft außerdem ein Disziplinarverfahren, das vom Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, im Februar 2018 eingeleitet worden ist. Die Ermittlungen dazu laufen noch. Seit Dezember 2017 ist  Kai Wilhelm durch den Landrat vom Dienst suspendiert. (ike)

Bewertung des Artikels: Ø 2.3 Sterne bei 3 Bewertungen
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...