Sächsischer Bergmannstag: "Eine absolut gelungene Veranstaltung"

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Lob von allen Seiten hat es für den 6. Sächsischen Bergmannstag gegeben. Und der neue Olbernhauer Bürgermeister Jörg Klaffenbach denkt schon ein Stück weiter.

Olbernhau.

Bergbau ist nicht nur Tradition und Brauchtum. Für Jörg Gärtner ist es eine Liebe. Der Chemnitzer hat im Steinkohlewerk Oelsnitz einst gelernt. Seitdem ist er mit dem Bergbau verbunden. Und das weiß auch seine andere Liebe Regina Bernitt. Sie hat Jörg Gärtner den Bergmannstag quasi geschenkt. Die beiden haben sich von Donnerstag bis zum heutigen Montag in der Region einquartiert, um das Spektakel in Olbernhau hautnah mitzuerleben. Das hat sich gelohnt, sagt der Chemnitzer, der den Organisatoren ein Lob aussprechen möchte.

Ein solches gab es auch von Ray Lätzsch, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine. "Das war eine absolut gelungene Veranstaltung. Ein voller Erfolg." Überaus großen Anteil daran hätten Udo Brückner, Leiter des Regiebetriebs Kultur und Tourismus der Stadt, und sein Team. Der nordrhein-westfälische Landeschef Johannes Hartmann indes fand die Gastfreundschaft "einmalig".

Olbernhaus Stadtoberhaupt Jörg Klaffenbach hatte auch nach Ende des Bergmannstages noch Gänsehaut, wie er sagte. "Das war das Beste, das man haben kann, um als neuer Bürgermeister richtig reinzukommen", so Klaffenbach. Was der Bergmannstag für die Stadt am Ende finanziell bedeutet, könne er noch nicht überblicken. "Ich kann nur sagen, dass er mit Gesamtkosten von rund 500.000 Euro kalkuliert war und in unserem Haushalt dafür 100.000 Euro eingestellt sind. Was etwa an Sponsoren- und Eintrittsgeldern zusammenkommt, muss man in den nächsten Tagen sehen", so Klaffenbach. Auf alle Fälle betrachtet er die drei Tage nicht als ein Fest, an das nun ein Haken drangemacht wird. Er sieht in dem Bergmannstag touristisches Potenzial, setzt darauf, dass so mancher Besucher einmal wieder kommt. "Wir haben zum Beispiel in unseren Museen rückläufige Besucherzahlen. Durch diese Werbung in den vergangenen Tagen in Verbindung auch mit dem Saiger-ofen, der bei uns verbleibt, hoffe ich in Zukunft wieder auf einen Aufschwung", betonte Klaffenbach.

Dieser Saigerofen, gebaut von der Firma Saxonia Edelmetalle Halsbrücke, soll künftig zu besonderen Anlässen in Betrieb genommen werden. Er zeigt Besuchern wie das Saigerverfahren vor mehr als 400 Jahren vonstatten ging. Den Ofen haben sich auch Regina Bernitt und Jörg Gärtner angesehen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja zum nächsten Geburtstag erneut einen Kurzurlaub in die Region.

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