Stollberg
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Weniger Kaiserschnitte, weniger traumatisierte Mütter: Darin, dass gute Geburtshilfe wichtig ist, sind sich alle Beteiligten einig. Eine Eins-zu-eins-Begleitung gilt als erstrebenswert. Der neue Hebammenhilfevertrag sollte die Lage verbessern. Das Gegenteil ist der Fall. Wie konnte es dazu kommen?
Vor der Notaufnahme qualmen die Ersten im Raucherhäuschen. Im Foyer riecht es nach Brötchen. Zwei Etagen weiter oben hat Anica Schaufuß den Kasack gerade gegen Jeans und Pulli getauscht. Ein Holzfensterbild der Seiffener Kirche taucht das Dienstzimmer der Hebammen in weiches Licht. Die Nacht war ruhig. Kein Kind kam zur Welt.
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