Bundesstraße erhält neuen Rastplatz

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Noch bis zum dritten Quartal 2022 dauern die Arbeiten auf der B 171 bei Zöblitz. Dem Millionenprojekt an der Kniebreche schließt sich ein weiteres Vorhaben an. Davon sollen vor allem Wanderer und Radfahrer profitieren.

Zöblitz.

Seit nunmehr zwei Monaten laufen die Arbeiten auf der Bundesstraße 171 an der Kniebreche. Nach Jahren der Planung lässt das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Engstelle vor dem Zöblitzer Berg zwischen Marienberg und Olbernhau beseitigen und setzt damit eines der bedeutendsten Straßenbauprojekte im mittleren Erzgebirge um. Wie nun bekannt wurde, soll anschließend auch das direkt angrenzende Areal komplett neu gestaltet werden. Geplant ist ein Rastplatz für Wanderer und Radfahrer. Darüber informierte Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses.

Seit dem Abriss des ehemaligen Gasthofs Kniebreche liegt die Fläche am Abzweig zur Schwarzwassertalstraße gegenüber vom Sägewerk schon mehrere Jahre brach. Die Stadt habe das Gebiet daher bereits länger im Fokus, erklärte Heinrich. Der eingebrachte Vorschlag, dort einen Wanderrastplatz zu errichten, soll nun verwirklicht werden.

Die Pläne sehen vor, dass mehrere Stellflächen für Autos entstehen, die allerdings nicht als Dauerparkplätze gedacht sind, sondern von Einheimischen und Touristen zum Einstieg in das Schwarzwassertal genutzt werden sollen. Der Pkw-Bereich werde mit Pollern vom restlichen Aufenthaltsbereich abgegrenzt, erläuterte der Oberbürgermeister. Dort wiederum sollen Sitzmöglichkeiten und Info-Tafeln über Zöblitz als Serpentinsteinstadt, das Schwarzwassertal und die Stadt Marienberg aufgestellt werden. Neben den Grünflächen könnten Naturmaterialien wie Serpentinstein mit eingearbeitet werden. Eine Ladestation für E-Bikes, Fahrradständer und eine weitere überdachte Sitzfläche runden das Areal ab. Ebenfalls vorgesehen: eine Bushaltestelle sowie die Anbindung zum Rad- und Gehweg.

Die Stadt rechnet aktuell für das Projekt mit Gesamtkosten in Höhe von rund 111.000 Euro. Eine Fördermittelzusage liege bereits vor, allerdings gebe es noch Abstimmungsbedarf mit der zuständigen Behörde, sagte Heinrich. CDU-Stadtrat Albrecht Kohlsdorf jedenfalls begrüßt das Vorhaben. "Im Grunde kann man dem nur zustimmen", erklärte er im Ausschuss. Michael Bergelt von der Fraktion Bürger für Marienberg schlug indes vor, den alten Biergarten am Felshang mit in das Areal zu integrieren. Die Stadt wolle den Vorschlag prüfen, so Heinrich.

Für Wanderer und Radfahrer wird mit dem geplanten Rastplatz ein neuer, direkter Zugang zum Schwarzwassertal geschaffen. Der Weg führt von der Kniebreche entlang der Schwarzen Pockau über die Naturschutzstation Pobershau weiter in den Hinteren Grund bis nach Kühnhaide. Ein Abstecher zu Kaffee-Kurt und zum Grünen Graben ist damit ohne große Umwege möglich.

Bevor das Projekt tatsächlich umgesetzt werden kann, müssen zunächst die Arbeiten an der Brücke in der Kniebreche abgeschlossen sein. Dazu gehört auch der Rückbau der vorübergehende Behelfsstraße, die aktuell direkt über das Areal führt. Das Landesamt rechnet mit einem Abschluss des 1,4 Millionen Euro teuren Vorhabens bis Ende August 2022.

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