Stadt legt Preise für neues Bauland fest

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Marienberg zahlt Häuslebauern höheren Zuschuss für Kinder

Lauta.

Im nächsten Jahr sollen die ersten Häuser im neuen Wohngebiet im Marienberger Ortsteil Lauta entstehen können. Während die Arbeiten für die Erschließung der Siedlung laufen, wurde nun festgelegt, was die Grundstücke nahe der Ortsumfahrung B 174 kosten sollen. Der Stadtrat hat einstimmig, bei vier Enthaltungen, die Preise für das Bauland festgelegt. Doch es waren auch kritische Stimmen zu hören. Für Familien, die in der Bergstadt und ihren Ortsteilen bauen wollen, gibt es indes gute Nachrichten.

Wie Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) erläuterte, liegen bereits 19 Reservierungen für die 36 künftigen Grundstücke vor. Die Stadtverwaltung kann den Interessenten nun einen verbindlichen Kaufpreis nennen. Demnach kostet der Quadratmeter 112 Euro. Anhand von Lage und Größe des Baugrundstücks sowie der Lärmpegelzone, die als Faktoren herangezogen werden, kann der Wert noch variieren. Der Verkaufspreis umfasst den Wert von Grund und Boden sowie die Erschließungskosten.

Wolfgang Jasper kritisierte den aus seiner Sicht zu hohen Preis. "Wir wollen als Stadt familienfreundlich sein", sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft. 70.000 bis 80.000 Euro nur für das Grundstück sei zu viel für junge Familien. Auch CDU-Fraktionschef Andreas Haustein sei gespannt, ob Kaufwillige diesen Preis akzeptieren. Denn nur durch einen kompletten Verkauf aller Grundstücke werden die Ausgaben für die Stadt gedeckt. Die Erschließung des Wohngebiets, für die Marienberg einen Millionenkredit aufnehmen musste, kostet rund 2,4 Millionen Euro.

Für Häuslebauer mit Kindern zahlt die Stadt unterdessen rückwirkend zum 1. Januar 2021 künftig einen höheren Zuschuss. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Seit 1998 werden Familien, die auf Grund und Boden der Stadt oder der Stadtwerke Marienberg bauen, mit 2,50 Euro pro Quadratmeter für jedes Kind unterstützt. Doch der Betrag sei nicht mehr zeitgemäß, so Heinrich. Daher wird die Förderung auf 5 Euro erhöht. Der Zuschuss wird bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern gezahlt.

Auch der künftige Straßenname im neuen Wohngebiet steht nun fest. Die Stadträte haben sich einstimmig auf "Am Lautenhain" verständigt.

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