Verschiedene Epochen, ähnliche Denkweise - Führerkult und Besinnung auf vermeintliche nationale Größe sind zu Facetten des russischen Alltagsbildes geworden: Kaffeebecher mit Bildern Lenins und Stalins, Wladimir Putins und Ministerpräsident Dmitrij Medwedews sowie des Gründers der Geheimpolizei Tscheka, Feliks Dserschinski (v. r.), an einem Verkaufsstand in Moskau.
Verschiedene Epochen, ähnliche Denkweise - Führerkult und Besinnung auf vermeintliche nationale Größe sind zu Facetten des russischen Alltagsbildes geworden: Kaffeebecher mit Bildern Lenins und Stalins, Wladimir Putins und Ministerpräsident Dmitrij Medwedews sowie des Gründers der Geheimpolizei Tscheka, Feliks Dserschinski (v. r.), an einem Verkaufsstand in Moskau. Bild: Imago
Kultur
Russlands starke Männer

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Nicht nur Präsident Wladimir Putin gilt den Russen als sakrosankt. 75 Jahre nach der Schlacht von Stalingrad verehrt mancher von ihnen auch Josef Stalin als gottgleichen Helden: Eine makabre Kinokomödie über seinen Tod wurde jetzt in Russland verboten. Im Streit um die historischen Verdienste Stalins fliegen derweil vor laufenden TV-Kameras auch schon mal die Fäuste.

Vor einer Moskauer Kneipe stehen ein paar Männer im Schnee. Sie haben einige Halbliter-Gläser geleert, ein gedrungener Enddreißiger umarmt einen Deutschen, den er gerade kennen gelernt hat. "Mann Alter, das ist doch Klasse, dass wir Russen euch Deutschen schlagen!" "Wie schlagen?", fragt der Deutsche verdattert. "Na totschlagen!", der Russen...
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