Kultur
Startschuss für den Sozialstaat: Wie man in den Niederlanden vor 200 Jahren das Armutsproblem bei der Wurzel packte

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Anfang des 19. Jahrhunderts lebten in dem Land der Tulpen, zu dem seinerzeit auch das heutige Belgien gehörte, so viele Menschen am Rand des Existenzminimums, dass Abhilfe dringend geboten schien. Die Idee, mit der dieses Problem gelöst werden sollte, klingt so einfach wie pragmatisch: Den Menschen sollte Arbeit gegeben werden, und es entstanden "Siedlungen der Barmherzigkeit".

Was engagierte Bürger nach dem Abzug der napoleonischen Truppen 1818 in die Tat umsetzten, war radikal und visionär. Es war sozusagen der Startschuss für den Sozialstaat, denn einen Anspruch auf regelmäßige Hilfe kannten die Notleidenden bis dahin nicht. Sie lebten von Almosen und Bettelei. Von Ideen der Aufklärung geleitet - wie etwa der...
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