Biker und Oldtimer-Freunde erkunden das Erzgebirge

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Ein Wochenende für Kraftradfreunde: In Oederan feierten Biker Motorradgottesdienst. Um Schloss Augustusburg herum führte die Schlösser- und Burgenfahrt - mit Zwischenstation unter anderem bei den Sauensägern in Dorfchemnitz.

Oederan/Augustusburg/Dorfchemnitz.

Der Gesang von Ein-, Zwei-, Drei-und-Sechs- sowie Vierzylindermotoren läutete am Sonntag in Oederan den Gottesdienst ein. "Zur Ehre Gottes: Alles, was Zylinder hat, reinhauen", rief Andreas Riether ins Mikrofon. Er kommt von der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde in Wiesa, ist Mitglied im Verein Christliche Motorradfahrer Sachsen und hielt die Predigt. 23 Motorräder standen zwischen der Oederaner Stadtkirche und dem Lutherdenkmal. Etwa 90 Fahrer und Gemeindemitglieder feierten unter dem Regendach der Ahornbäume.

Es war bereits der sechste Motorradgottesdienst an diesem Standort. Vorher hatte es Bikertreffen am Altmarkt gegeben. "Wir wollen die gute Nachricht von Jesus über unsere Hobbys unter die Leute bringen", sagte Ulrike Frei vom Vorstand des 180 Mitglieder starken Vereins. Die Teilnehmer reisten oft bis zu 100 Kilometer weit an. Der Verein organisiert die Gottesdienste auf Einladung von Kirchgemeinden. Er sei an die Evangelisch-lutherische Landeskirche angeschlossen. Barbara Müller, Prädikantin der Oederaner Kirchgemeinde, sagte: "Gott begleitet uns überall: Beim Stricken, Klöppeln oder Motorradfahren."

Für Aufmerksamkeit sorgte Thomas Wünsch mit seiner MZ RT 125/2, Baujahr 1958. Er sei genau so alt wie sein Fahrzeug, sagte der Oederaner: "Ich bin Christ und ich bin für die Gemeinschaft."

Historische Motorräder waren dieses Wochenende auch um Augustusburg unterwegs. Am Samstag beteiligten sich mehr als 200 von ihnen an der 13. Schlösser- und Burgenfahrt neuer Zeitrechnung. Hauptorganisator Andreas Lieschke hatte die Tour wiederbelebt.

Los ging es von Augustusburg zum Walderlebniszentrum Blockhausen bei Dorfchemnitz, wo eine Frühstückspause eingelegt wurde, über Frauenstein und Hermsdorf hin zur Schwartenbergbaude, weiter nach Pobershau und zurück. "Insgesamt 199 Kilometer legen die Teilnehmer zurück", sagte Mitorganisator Thomas Kroschel. Mitfahren durften nur Motorräder, deren Baujahr vor 1940 liegt. Es sei nicht wichtig, wer als erster ins Ziel komme. Sondern, dass sich Freunde der Zweiräder austauschen können.

Lukas Buchmann aus Kirchberg bei Zwickau nahm zum ersten Mal teil und kam auf seiner DKW Sport 50: "Es ist großartig, hier Gleichgesinnte zu treffen, selbst zu fahren und anderen beim Fahren zuzuschauen." Auch für Anna-Lena Strokol und Cornelius Pfützner aus Weimar war es eine Premiere. Das Paar hat sich nicht über die Motorräder kennengelernt, sondern über die gemeinsame Leidenschaft für die Zeit, in der sie gebaut wurden. "Ich habe diesen Stil schon immer geliebt und kleide mich auch gerne so", sagte die 19-Jährige Anna-Lena Strokol. Gekommen waren die beiden mit einem D-Rad R05 der Deutschen Industriewerke von 1927.

Am Sonntag standen dann PKW im Mittelpunkt der Tour - von Baujahr 1908 bis 1985, von Wartburg über Ferrari bis Dodge. 81 Oldtimer mit rund 150 Insassen drehten ihre Runde. Heike Opitz von der Schlossbetriebe gGmbH zog Bilanz: "Das Wetter hat mitgespielt und die Teilnehmer waren sehr zufrieden."

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