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Burgen und Schlösser in Mittelsachsen locken mit mehr Licht im Advent

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Weihnachten macht es möglich: Trotz verordnetem Sparkurs bei der Beleuchtung können die Lichter von den Schlössern und Burgen im Landkreis Mittelsachsen wieder angehen. Gespart wird in der Adventszeit meist trotzdem freiwillig, was Besucher bei den um Weihnachten noch geplanten Veranstaltungen aber kaum stören sollte.

Mittelsachsen.

Abendlicher Nebel und der erste Schnee hüllen die Schlösser und Burgen der Region ein für erste Weihnachtsstimmung. Dazu passt, dass etwa Schloss Augustusburg nun auch wieder in den Abendstunden von weit her zu sehen ist, obwohl eine Verordnung der Bundesregierung noch bis zum 28. Februar die Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern von außen untersagt. Weil sich Gas und Strom in kurzer Zeit stark verteuerten, hatte diese zur Sicherung der Energieversorgung den Sparkurs verordnet. Kurzzeitige Beleuchtungen bei Kulturveranstaltungen und Volksfesten, insbesondere den Weihnachtsmärkten, waren ausgenommen.

Ausnahme lässt Weihnachtsbeleuchtung zu

Dieses Zugeständnis an die Weihnachtszeit sorgt nun dafür, dass auf Schloss Augustusburg, aber auch andernorts die Lichter wieder angehen. Generell falle die weihnachtliche Beleuchtung nicht unter die Regelung, sagt Maria Schade, Sprecherin der Augustusburg-Scharfenstein-Lichtenwalde Schlossbetriebe. "Wir wollen jedoch trotzdem etwas einsparen und verkürzen daher die Ausschaltzeit um eine Stunde auf 22 Uhr." Das gilt nicht nur für die Weihnachtsbeleuchtung im Schlossinnenhof, sondern auch die Außenanstrahlung. Diese ist mit dem ersten Advent in Betrieb gegangen und wird automatisch mit der Dämmerung eingeschaltet. Für alle Besucher ist das bei einem Spaziergang oder Museumsbesuch zu bewundern. Letzter Einlass dort ist derzeit 16 Uhr.

Ab 16 Uhr geöffnet ist die "Lumagica" in Lichtenwalde, bei der moderne LEDs die barocke Schloss- und Parkanlage in einen magischen Lichterpark verwandeln. Noch bis zum 8. Januar ist der illuminierte Rundgang zu sehen. Letzter Einlass ist 20.30 Uhr.

Generell nur dezent mit Lichtern geschmückt ist Burg Kriebstein in den Wintermonaten. Nur ein paar Herrnhuter Sterne und ein Schwibbogen wurden installiert, um die letzten Veranstaltungen im November zu begleiten. "Da wir im Dezember außer zu Sonderveranstaltungen geschlossen haben, ist keine große Illumination sinnvoll", sagt Schlossleiterin Susanne Tiesler. Im Gegensatz dazu wird der Weihnachtsmarkt an diesem Wochenende für Belebung in Frauenstein sorgen. Die Lichter an der Burgruine dort bleiben aber aus, sagt Bürgermeister Reiner Hentschel auf Nachfrage: "Die Beleuchtung ist erst einmal weiterhin außer Betrieb."

Weihnachtsromantik und Energiesparen schließen sich nicht aus

Anders auf Schloss Rochlitz, dessen Türen in den Wintermonaten für Besucher sonst geschlossen bleiben. In diesem Jahr öffnen sie sich noch einmal am kommenden und dem übernächsten Adventswochenende. Jeweils von 13 bis 18 Uhr kann das weihnachtlich beleuchtete und dekorierte Schloss entdeckt oder in der Schlossküche ein Glühwein oder Kinderpunsch genossen werden. Zusätzlich werden an den Samstagen Führungen für Erwachsene und Kinder angeboten. Einsparbedürfnisse und Weihnachtsromantik ließen sich dabei durchaus verbinden, sagt Schlossleiter Peter Knierriem: "Bei der Beleuchtung haben wir keine Abstriche gemacht, diese war auch schon in den vergangenen Jahren eher dezent und sollte die besondere Stimmung des Schlosses in den Abendstunden unterstützen und nicht dominieren." Am dritten Advent findet im Schlosshof die fünfte Rochlitzer Schlossweihnacht statt. Der Weihnachtsmarkt ist dann an diesem Wochenende sonnabends von 12 bis 20 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr geöffnet.

Eine Woche später, 17. und 18. Dezember, lädt man auf Schloss Rochsburg zum Romantischen Adventsmarkt. Auch dieses Schloss wurde bereits fleißig geschmückt und dekoriert, damit zum ersten Advent die Lichter angehen konnten, sagt die stellvertretende Schlossleiterin Nicky Wehr. Wegen der Energiekrise strahlen sie auch hier kürzer: Die Beleuchtungszeiten werden auf die Nachmittags- und frühen Abendstunden begrenzt, wenn keine Sonderveranstaltungen stattfinden. Eine davon wartet bereits am Sonntag: Das Berggeschrey Blechbläserquintett spielt mit "Hänsel & Gretel im Geschenkerausch" ab 11 Uhr ein Konzert für Familien. (niem)

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