Eklat beim Festakt: Ex-ZDF-Moderator Peter Hahne polarisiert in der Freiberger Nikolaikirche

Der frühere Fernsehmoderator hat mit 300 Gästen auf 30 Jahre deutsch-deutsche Einheit zurückgeblickt. Das Echo ist geteilt. Eine Politikerin verließ türenschlagend die Konzert- und Tagungshalle.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

8787 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 3
    3
    col
    07.10.2020

    Zum Thema: https://www.achgut.com/artikel/eine_weitverbreitete_lust_meinungen_abzudraengen

  • 17
    6
    Cleaner1955
    06.10.2020

    Mit fast 66 kämpfen ich weiter gegen Ungerechtigkeiten des Staates, der Vereinnahmung unserer freiheitlichen Rechte und wehren uns gegen solche Leute, wie in Freiberg und in Thüringen die sogenannte Demokraten sein wollen, aber andere Meinungen nicht akzeptieren!!!
    Die sind niemals Demokratiefähig und verdienen unsere absolute Missachtung, besser noch den Ausschluss aus dem Landtag oder anderen Stadt- oder Kreitagen!

  • 1
    7
    Nixnuzz
    06.10.2020

    Und mit 60?? Ein Pils: Pensionär in Lauerstellung...

  • 14
    0
    saxon1965
    06.10.2020

    Ich finde man sollte aufhören von Kommunisten, Sozialisten, Linken, Rechten, Oben oder Unten zu philosophieren. Damit wird von den eigentlichen Themen abgelenkt.
    Wie wäre es, wenn man mal über eine Gesellschaft im Sinne von Gemeinwohl und -wirtschaft, Menschenrechten, einem friedlichen Zusammen- und Nebeneinander diskutieren würde. Das wäre mal ein evolutionärer Fortschritt.
    In diesem Zusammenhang fand ich heute den Artikel in der FP über "Wir müssen wieder lernen, die Arbeit nicht zu lieben" sehr interessant.
    https://www.freiepresse.de/nachrichten/wirtschaft/die-zukunft-der-jobs-wir-muessen-wieder-lernen-die-arbeit-nicht-zu-lieben-artikel11129825
    Wir vergessen nämlich nur all zu schnell:
    Warum sind wir auf dieser Welt? Wem gehört diese Erde? Das Leben ist endlich und ein Fliegenschiss im Zeitgeschehen! Macht Geld wirklich glücklich? Warum muss ich für Glück bezahlen?

  • 21
    9
    Malleo
    06.10.2020

    Zu den Linken noch eine Bemerkung.
    Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz.
    Wer mit 40 noch Kommunist ist, hat kein Hirn.

  • 20
    5
    Malleo
    06.10.2020

    hankmann
    Ich brauche jedenfalls keinen "Steinmeier" an allen Ecken des Landes!

  • 11
    2
    saxon1965
    06.10.2020

    @Juri. Also ich weiß, dass es derlei Fälle in der DDR gab, sie überzeichnen jedoch schamlos, wenn sie verallgemeinernd von "paar anstrengende Wochen, sondern eventuell bedrohliche Jahre" schreiben, für alle die mal "das Maul aufmachten".
    Ohne Frage war es Unrecht, Allen gegenüber die es betraf und jeder Fall einer zu viel. Heut zu Tage geht man mit Menschen wie einem Julian Assange ganz anders um.
    Ich weiß nicht wie viele Jahre DDR sie erlebt haben, bei mir waren es 25, ohne Parteibuch, mit regelmäßigem Kontakt zur Westverwandtschaft und durchaus auch kritischen Äußerungen gegenüber dem Staat. Zugegebener Maßen hielten die sich im Rahmen und man überlegte natürlich wer da alles dabei stand. In so fern waren die Meisten in der DDR opportun.
    Es wäre aber auch unrealistisch zu behaupten, dass der Staat die Leute abholte wie seiner Zeit im Dritten Reich.
    Beim Duckmäusertum ging es mir um das Verhalten als solches und keines falls darum, das Eine mit dem Anderen zu vergleichen!
    Opportunismus ist eine menschliche Schwäche, die nicht nur im Osten zu Hause war. Zur Zeit erlebt dieser jedoch leider wieder eine Hochzeit. Man braucht sich nur das Verhalten unserer Parteien anzuschauen, sobald sie Regierungsluft schnuppern.

  • 9
    14
    Multileser
    05.10.2020

    Im Gegensatz zu Alexander Geißler habe ich so einen Missbrauch der des Erbes der friedlichen Revolution in Freiberg schon erleben müssen. Das war eine Ansprache von Holger Reuter bei dem Ökumenischen Gottesdienst am Vorabend des 3. Oktober 2017, wenn ich mich richtig an das Jahr erinnere. Damals war seine Ansprache zwar nicht 60 Minuten lang, sofern das war etwa die Länge des ganzen Gottesdienstes. Aber seine Rede kam mir vor wie die AfD-Kritik an der Bundesregierung.
    Und nun zeigte sich ein weiterer Vorteil der Abstandsregelungen: Man kommt einfacher raus wenn der Hasspegel zu groß wird.
    Ich finde es gut, dass Dr. Jana Pinka zwar zu der Veranstaltung in der Nikolaikirche gegangen ist, aber gegangen ist, als Peter Hahne die CDU-Bundeskanzlerin in Bezug zu einer Diktatorin setzte. Freiberger CDU-Politiker giften gegen die CDU-Regierung wegen Hilfeleistungen Deutschlands für notleidende Menschen und eine Linken-Politikerin protestiert dagegen.

  • 3
    0
    Nixnuzz
    05.10.2020

    @censor: Vielleicht war es unter meinen "Geschäftsbedingungen" mit dem direkten Vorgesetzten einfacher weil Probleme und Denke sehr ähnlich und/oder Ergänzend war. Mit einem Gleichaltrigen gab es hierachische Differenzen aber das Fachwissen ergänzte sich. Bei meinem Abschied kam er dann nochmal zu mir und sagte, das ich mit offenem Visier meine Argumente gesagt hätte. In der letzt höheren Etage war sowas nur auf Zuruf möglich. Bei einem Oertelichen Sachsen ging das sowieso. Hinzu kam damals die neu angeordnete Pflicht durch/an die Hierachie-Kette, 1x wöchentliche 's Maul aufzumachen bei versammelter Abteilungsmannschaft. In der ersten Minute passierte nix - dann fing unser "nettes Enfant terrible" an loszulegen. Aus der 1 Stunde wurden 2 und der Chef hob die weiße Fahne wg. Terminen etc. Das System blieb erfolgreich bis zur letzten Abteilungsumschichtung erhalten. Pensionierungen und Aufgabenveränderungen als auch Personalverkürzung auf der nächst höheren Etage wirkten nach. Bei manchem "Alles-Paletti-Träumer" gab es ein Endspiel. Vielleicht war Privat und Politik nicht so prägnant in der zwischenmenschlichen Problemdiskussion. Allerdings war "Islam", Moschee-Bau in Duisburg und Köln sowie "ProKöln" nicht nur Randthema. Weil Rechtsvorschriften unser Arbeitsmetier war, kamen z.B. Anhörungen zu Gewerbegenehmigungen in die Abteilung und damit auch die rechtlichen als auch örtlichen politischen Probleme und Zusammenhänge bis zum Gemeinderat zu uns. (Nicht mir!) Das klärte aber manche Kurzschluß-Argumente.

  • 13
    4
    Juri
    05.10.2020

    Na "Saxon1965", da da haben Sie ja einen tollen Brei gerührt. Ein wenig sollten Sie schon differenzieren.
    Wenn sie mit dem West-Vorgesetzten Ihre Meinung nicht teilten, dann fliegen Sie schlimmsten Falls raus und hätten besten Falls nach paar anstrengenden Wochen eine andere Beschäftigung.
    Wenn Sie mit dem DDR-Staatsapparat Ihre Meinung nicht geteilt hätten, dann wären Sie reingeflogen. Allerdings nicht nur paar anstrengende Wochen, sondern eventuell bedrohliche Jahre.
    Das sind zwei grundverschiedenen Richtungen, mit grundverschiedenen Konsequenzen.
    Selbst in den eigenen vier Wänden konnte man in der DDR und der voran gegangenem Diktatur nicht über alles frei sprechen. Oder haben Sie noch nie davon gehört, wie sich sogar die Familien untereinander denunziert haben?

  • 11
    5
    vonVorn
    05.10.2020

    @mj07, im Erzgebirge lebt man nicht gefährlich mit einer linksliberalen Meinung, sondern damit so eine Meinung zu äußern ohne auf die Probleme einzugehen die die derzeitige Politik so verursacht hat. Man sieht ja an diesen Geschehnissen wie die Reaktion ist wenn jemand eine Meinung hat die der Politik nicht gefällt, man spielt beleidigte Leberwurst anstatt darüber zu reden.

  • 12
    2
    saxon1965
    05.10.2020

    @censor: Die Westdeutschen kennen dieses ambivalente Verhalten bestens. Aus Erzählungen meiner eigenen Westverwandtschaft weiß ich, dass gegenüber Vorgesetzten ebenso gehandelt wurde. Bei uns im Osten war es eher der Staatsapparat, dem man tunlichst "nach dem Maul redete".
    In den eigenen vier Wänden wurde überall frei gesprochen.

  • 20
    6
    censor
    05.10.2020

    @Nixnuzz
    "Da somit hier sehr viele Freunde frei und offen ihre Meinung zu Protokoll geben, sind doch die Grundzüge von Meinungs- und Pressefreiheit weitestgehend in Takt".

    Frei und offen wohl vor allem deshalb, weil man sich hier "Nixnuzz" oder "censor" oder wie auch immer nennen darf, obwohl man im realen Leben vielleicht ganz was anderes ist und jedenfalls anders heißt.

    Ansonsten ist das Verhalten der meisten Mitbürger nach meinen Feststellungen schon wieder fast so wie vor mehr als 30 Jahren.
    D.h., man sagt seine ehrliche Meinung nur denen, wo das gebotene Vertrauen besteht. Ansonsten sagt man entweder gar nichts oder man äußert sich politisch korrekt.

    Wir DDR-Bürger haben dieses ambivalente Verhalten von kleinauf lernen müssen, was die Rück-Umstellung erleichtert.

    Und wie ist es bei den Westdeutschen? Konnte man da vor 1990 alles sagen, was man denkt, auch wenn es politisch unkorrekt war?

  • 23
    7
    censor
    05.10.2020

    neuhier - Die Gang der Geschichte deutet eher darauf hin, dass es zuweilen klug ist, sich vor der Mehrheitsmeinung zu hüten, denn diese können auf fatalste Weise irren. Es waren immer Minderheiten, die es wagten, gegen den Strom zu schwimmen.

  • 10
    5
    Nixnuzz
    05.10.2020

    "59 Prozent der 1283 Befragten ab 16 Jahren gaben an, sie könnten sich unter Freunden frei äußern, nur 18 Prozent sehen aber im öffentlichen Raum eine vergleichbare Freiheit." Da somit hier sehr viele Freunde frei und offen ihre Meinung zu Protokoll geben, sind doch die Grundzüge von Meinungs- und Pressefreiheit weitestgehend in Takt. Sollten Sie in die Situation kommen, eine eigene wider den Mainstream im Kreise unbekannter Fremden zu äussern, verändert sich sehr schnell die bis dahin respektierte Akzeptanz. Entweder sie ändern ihre Meinung oder den Standort. Erfahrungen aus dem eigenen Leben - speziel dem westlichen - sind eh nur Fake-News und unwert. Nur das hiesige zählt.

  • 18
    6
    Hinterfragt
    05.10.2020

    https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/bio-markt-wirft-hirse-aus-sortiment--weil-produzent-afd-mitglied-ist-8939494.html

    Ein Beispiel von vielen @Hankman

    Ach ja, Uwe Steimle auch.

  • 12
    15
    mj07
    05.10.2020

    Hahnes Existenz ist weder faktisch noch sozial bedroht. Wie man an der Kommtarspalte hier sieht, wird er sozial regelrecht gefeiert.
    z.B. im Erzgebirge lebt man in bestimmten Kreisen eher gefährlich, wenn man eine linksliberale Meinung äußert.

  • 8
    23
    Hankman
    05.10.2020

    Ein bisschen verwundert es mich, dass Freiberg zum Einheits-Festakt Peter Hahne einlädt und der Landtag Arnold Vaatz die tragende Rede halten lässt. Beides sind nicht gerade Menschen, die versöhnen und andere zusammenführen wollen oder können. Sie vertreten zum Teil Positionen, die nur von einer Minderheit geteilt werden und oft provozieren. Waren das die richtigen Leute für diesen feierlichen Anlass? Ich denke: nein. Allerdings kann man das auch anders sehen und die Auswahl der Redner - wohlmeinend - als Angebot zur Diskussion, zum Streit verstehen. Vielleicht ist das ein neuer Trend: streitbare Festreden, die provozieren und zur Diskussion anregen. Aber ich habe meine Zweifel ...

  • 9
    15
    Hankman
    05.10.2020

    @JFLR: Ich weiß nicht so recht, was Sie mit den "sozialen Kosten" der Meinungsfreiheit meinen und mit der Existenzbedrohung für Menschen, die ihre Meinung frei äußern. Kennen Sie Fälle von Gewerbetreibenden, die Pleite gegangen sind, weil sie ihre Meinung frei geäußert haben? Oder von Angestellten in der freien Wirtschaft, die wegen sowas entlassen wurden? Vielleicht stellen Sie ja auf Polizisten und auf andere Beamte ab oder auf Angestellte im Öffentlichen Dienst, die wegen bestimmter Meinungsäußerungen Ärger bekommen haben (von Existenzvernichtung kann aber wohl nur in den seltensten Fällen die Rede sein).

    Grundsätzlich gilt: Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst haben besondere Pflichten, sie haben besondere Treue gegenüber ihrem Arbeitgeber, gegenüber dem Staat zu üben, sie haben sich öffentlich zurückzuhalten und alles zu unterlassen, was negativ auf ihren Arbeitgeber zurückfallen könnte. Dafür haben sie ein besonders sicheres Arbeitsverhältnis, eine ordentliche Bezahlung auf Steuerzahlerkosten und im Falle der Beamten eine Rundum-Kasko-Versorgung. Apropos Beamte: Der Staat hat ein Berufsbeamtentum, weil er sich die Treue und Loyalität eines bestimmten Stamms an Staatsdienern sichern will. Nur dafür! Jeder, der Beamter wird oder in den Öffentlichen Dienst geht, weiß bei Arbeitsbeginn, worauf er sich einlässt. Wer mit seinen Meinungen und Haltungen und Handlungen in Widerspruch dazu gerät, wie es (momentan) im Staate oder in der Kommune läuft, der sollte seinen Beamtenjob aufgeben und in die freie Wirtschaft gehen. Auch dort muss er allerdings darauf achten, dass er sich zumindest nicht so verhält, dass der Ruf seiner Firma gechädigt wird. Also zum Beispiel bei Facebook nicht im Profil den Arbeitgeber nennen und zugleich Judenwitze posten, usw.

    Ich kann das Gejaule nicht mehr hören! Millionen Menschen in Deutschland sagen jeden Tag frei ihre Meinung, posten sie im Internet, manchmal ist das schwer erträglich, aber das ist halt Meinungsfreiheit. Und es passiert ihnen gar nichts, außer: Es gibt Widerspruch von anderen, die die Meinungen nicht teilen. Das ist aber auch Meinungsfreiheit. Und: Es gibt eine Strafverfolgung, wenn die Leute bei ihrer Meinungsäußerung Straftaten begehen, also etwa den Holocaust leugnen, zu Straftaten aufrufen oder Ähnliches. Und es gibt disziplinarischen Ärger für Beamte, die solche Dinge tun, die entweder strafwürdig sind oder mit denen sie ihre Treupflicht gegenüber dem Staat verletzen, der sie rundum pampert und dem sie dafür verdammt noch mal die Treue schulden, auf die sich sich beim Eintritt ins Beamtentum verpflichtet haben.

  • 22
    10
    Cleaner1955
    05.10.2020

    Hin und her:

    Deutschland schafft sich selbst ab und alle - oder die meisten schauen tatenlos zu!
    Wann wachen die Menschen endlich auf und entreißen sich ihrer Selbstgefälligkeit?!
    Die Politiker werden dies wohl kaum tun!!!

  • 5
    4
    Steuerzahler
    05.10.2020

    @neuhier: Nein, diese Frage habe ich so nicht gestellt, da ich mir einbilde, die Antwort zu kennen. Vielleicht lesen Die den Beitrag von JFLR nochmals durch. Er hat schon die Antwort gegeben!

  • 19
    11
    klapa
    05.10.2020

    ‚Warum bietet uns die Politik fast nur noch Mogelpackungen? Sicherheit, die keine ist. Flüchtlingsströme, die keiner will.

    Bildung, die ihren Namen nicht verdient. Schüler schreiben nach Gehör, aber ohne Sinn und Verstand.

    Kirchen machen aus altvertrauten Chorälen lächerliche Gender-Liedchen, in denen Gott zur Frau wird. Was soll diese Anbiederung an einen sektiererischen Zeitgeist?

    Es wird gemogelt und gelogen, dass sich die Balken biegen.’ - Website P. Hahne

    Er bevorzugt eine klare Sprache, benennt Teile der Realität, wie sie sind und eckt deshalb immer wieder an. Sonntagsreden sind nicht seine Sache; die überlässt er anderen. Und seine Zuhörer verstehen ihn - bis auf die Türenknaller.Ist er deshalb kaum noch im Fernsehen zu sehen?

    Wir brauchen mehr solche kritischen Intellektuelle.

  • 22
    10
    klapa
    05.10.2020

    'Eine freie, demokratische und mündige Gesellschaft ist daher eine möglichst angstfreie Gesellschaft. Sie fürchtet die andere Meinung nicht, sondern sieht diese vielmehr als Bereicherung an. Abgesehen vom Papst kann niemand für sich in Anspruch nehmen, unfehlbar zu sein. ' - W. Kubicki bei Achgut

    Und auch deshalb ist der Boykott der Festveranstaltung des Sächsischen Landtags durch SPD, Linke und Grüne ein Armutszeugnis für das diesem Handeln zugrunde liegende Demokratisverständnis.

    Demokraten, die kneifen, sind das noch wirkliche Demokraten?

  • 32
    8
    saxon1965
    05.10.2020

    Peter Hahne legt da den Finger in die Wunde, wo Andere lieber Salben und Zudecken. Sicher hat auch er die Wahrheit nicht gepachtet, aber er äußert offen und ehrlich seine Meinung. Ich sehe auch keine Diskrepanz zwischen seiner Rede und den angeprangerten Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Diese finden meist sehr subtil und "durch die Hintertür" statt.
    Das Grundproblem unsere Demokratie ist leider, dass diese nicht von Unten nach Oben gelebt wird. Geht denn wirklich alle Macht vom Volke aus, ist das Volk wirklich der Souverän und wer hält Schaden vom deutschen Volke ab?
    Wir haben es schon längst mit Machtstrukturen zu tun, die sich selbst huldigen und vom Kapital gesteuert werden? Eine Demokratie, in die so viele Filter eingebaut sind, dass es mich an vergangene Zeiten erinnert. Da konnte auch nicht sein, was nicht sein durfte.

  • 12
    6
    Haju
    05.10.2020

    @mj07
    Durch die dünne Schale des Schlangeneis kann man schon wieder das vollständig entwickelte Reptil erkennen.

  • 17
    9
    JFLR
    05.10.2020

    @mj07

    Natürlich kann man erstmal "alles" sagen, nur zu welchem Preis? Die sozialen Kosten der Meinungsfreiheit steigen derzeit kontinuierlich, und die Anzahl der Themenfelder, über welche frei und ohne existenzbeendende Konsequenzen (öffentlich) gesprochen werden kann, werden weniger.

    Die Schweigespirale – also die Anzahl derer, die es aus Sorge, etwas sozial "Inakzeptables" zu sagen, vorziehen den Mund zu halten – sie dreht sich immer weiter, und es gibt mehr und mehr Sachverhalte, die es weder zu kritisieren, noch anzuzweifeln gilt; ansonsten ist man sich der Intoleranz der vermeintlich Toleranten gewiss.

    Eine Allensbach-Studie fand hierzu erst kürzlich heraus: "59 Prozent der 1283 Befragten ab 16 Jahren gaben an, sie könnten sich unter Freunden frei äußern, nur 18 Prozent sehen aber im öffentlichen Raum eine vergleichbare Freiheit." – womit Ihre These in Teilen wohl widerlegt ist.

  • 7
    17
    neuhier
    05.10.2020

    @steuerzahler: Sie fragen ernsthaft, was der Grund dafür ist, dass Ihre Meinung nicht die Mehrheitsmeinung ist?

  • 14
    40
    mj07
    05.10.2020

    Herr Hahne hat doch nicht Recht. Er darf seine Meinung überall verbreiten.
    Das ist Meinungsfreiheit!
    Ich habe in der DDR nicht lange gelebt, um selbst zu spüren wie man in Freiheiten eingeschränkt wurde. Aber was man aus echten vergangenen und aktuellen Diktaturen so mitbekommt, sage ich, wir leben in einem freien Land.

  • 9
    3
    Steuerzahler
    05.10.2020

    @neuhier: Gerade das ist doch das Erstaunliche, dessen Ursachen sehr interessant wären!

  • 12
    19
    neuhier
    05.10.2020

    @cleaner1955: Dass ein paar Kommentare auf Freie Presse Online nicht "das Volk " sind, sieht man an den Wahlergebnissen recht gut.

  • 30
    6
    Cleaner1955
    04.10.2020

    Auch wenn alle Kommentare nur im begrenzten Chat stattfinden, so ist doch eines zu erkennen, das Volk urteilt völlig unparteiisch, ich meine dies im Sinne der Parteienlandschaften, es erkennt, vor allem in den neuen Bundesländern, wer wem hier „verkohlen“ will und schon seit 30 Jahren hat!
    Schön wäre es, wenn mehr Pressemedien wertfrei und objektiv berichten würden und unser Volk nicht weiter spalten!

  • 11
    30
    Bergbewohnerin
    04.10.2020

    "Herr Hahne hätte sich die Werbung für seine Bücher sparen können.... " Das finde ich auch, vor allem in seinen Predigten und das schon jahrelang. Und es ist auch immer alles eine Frage, wie man seine Wahrheiten weitergibt. Tut mir leid, Herr Hahne, diese Art und Weise gefällt mir nicht. Da ist egal, welcher politische Richtung man zustimmt. Mir war vor einigen Jahren bei einer Predigt auch schon mal nach Tür knallen und ich bin CDU Wählerin.

  • 56
    16
    FP1
    04.10.2020

    Die Wahrheit ist manchmal schwer zu ertragen. Aber endlich wurde sie mal Ausgesprochen

  • 24
    13
    klapa
    04.10.2020

    Füge hinzu, dass die von mir aufgeführten Personen u. a. meiner Überzeugung nach die politische Mitte der in diesem Portal stattfindenden Diskussion repräsentieren.

  • 5
    8
    Pelz
    04.10.2020

    klapa
    Nebenfrage...

  • 64
    19
    frankjac
    04.10.2020

    "Dr. Jana Pinka (Die Linke) mit den Worten: "Hören Sie auf zu reden! Was machen Sie mit uns?" - Die Wahrheit ist für viele unerträglich! Peter Hahne ist genau nach meinem Geschmack, er möchte mithelfen, Blinde sehend zu machen.

  • 14
    16
    klapa
    04.10.2020

    Pelz, das interessiert mich einen feuchten Kehricht.

  • 48
    16
    klapa
    04.10.2020

    Hankman, ich halte die Herren Vaatz, Patzelt, Hahne; Bhakdi, Wordag, Frau Lengsfeld als ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin u. a. ähnlich Denkende für vertrauenswürdig, weil sie meine Beobachtungen, Wahnehmungen und Denkrichtung bestätigen.

    Ähnliches kann hier mit gutem Recht jeder für sich auf seine Weise in Anspruch nehmen.

    Mit sozialen Netzwerken habe ich, wie Sie, nichts am Hut.

    Und ich halte auch nichts davon, dass in unserem Land dass Denunziantentum gefördert wird, um vorgeblich Corona oder Hate Speeches zu bekämpfen.

    Und ich werde niemals Andersdenkende als Miesmacher oder mit ähnlichen Begriffen deklassieren oder anderweitig herablassend beurteilen wollen, weil ich andere Meinungen achte.

    Das gehört nicht zu meinem Ton auch wenn er rauher, damit der Diskussion aber auch nicht förderlicher geworden ist.

  • 32
    16
    Malleo
    04.10.2020

    Pelz
    Die stehen in der falschen Ecke oder ruhen sich wie ramomba gern auf Erreichten aus.
    Nur Kritik bringt nach vorn, heißt: besser machen!

  • 29
    15
    Pelz
    04.10.2020

    Nebenfrage: Die Kommentare scheinen eine gewisse Befürwortung der Rede zu zeigen. Was schließen Politiker daraus über die Leserschaft der FP?

  • 25
    32
    cn3boj00
    04.10.2020

    Hankman, volle Zustimmung. Ramomba, Respekt. Die Miesmacher hier tragen wesentlich zu dem Zusand bei, den sie selber kritisieren, weil sie Meinung und Rechthaberei nicht unterscheiden können.
    Und Leute wie Vaatz oder Hahne dürfen natürlich sagen was sie wollen. Doch muss man sich auch fragen dürfen, ob es dem Anlass angemessen ist. Das ist aber das Problem derer, die solche Redner bei solchen Anlässen auswählen.
    Ich behaupte durchaus, dass unsere Demokratie dringend reformiert werden muss. Und aus gutem Grund gehöre ich bei Wahlen immer zu den Verlierern. Aber man darf Anstand und Respekt erwarten, gerade von denen die behaupten dass er verloren geht!

  • 47
    21
    20Online20
    04.10.2020

    Peter Hahne fuer mich ein Mann mit Durchblick und Weitblick der beim Namen nennt wie es ist, auch in seinen Büchern. Fuer wem er unbequem ist, sollte sich Fragen wer die Zustände herbei geführt hat. Z. Bsp. von Gender bis Migration.
    Peter Hahne bleiben Sie wie Sie sind und halten Sie weiter den Menschen den Spiegel vor!

  • 5
    13
    Haju
    04.10.2020

    @Ramomba
    "ob einer davon jemals seine Verantwortung als Bürger*in dieses Landes über die Möglichkeit anonymer Worte hinaus"//
    Ich hoffe, genau das jetzt nicht zu unterschätzen. Zumindest bei Interviews des Mediums mit MP's habe ich auch schon mal eben den MP direkt angesprochen (hier noch nicht, glaube ich). Die Kommentare dazu wird ja sicher nicht nur ein beauftragter Praktikant lesen und zusammenfassen, oder?

  • 31
    23
    cn3boj00
    04.10.2020

    'Wenn heute fast 80 Prozent der Menschen sagten, man müsse sich beim Sprechen über manche Themen wieder vorsehen – dann frage ich mich allerdings: Ist die Freiheit von 1990 heute noch Lebenswirklichkeit? - A. Vaatz, Festrede

    Erlebt das nicht jeder hier auch im Forum beinahe tagtäglich?"

    Ich habe noch nicht erlebt, dass hier im Forum jemand etwas gesagt hat und darum Angst haben musste. Wenn jemand sich nicht getraut zu sagen was er denkt ist er ein armer Wicht. Natürlich unter Einhaltung einer Etikette. Dieses Gefasel von DDR 2.0 usw. kann nur jemand von sich geben der entweder die DDR nicht erlebt hat oder absichtlich provozieren will. Aber schon allein der Umstand, dass man so was von sich geben kann, ist der Beweis für das Gegenteil.

  • 40
    14
    censor
    04.10.2020

    Wer angesichts der "Kommentare hier" das Bedürfnis verspürt, "Sachsen den Rücken zu zu kehren", weil man sich "nicht wohlfühlt unter Leuten, die nur das Schlechte sehen" - der oder die hat wohl nicht begriffen, dass das Gute und das Schlechte immer beieinander stehen.

    Es gibt nichts Positives ohne Nachteile und nicht Negatives ohne Vorteile.
    Auch die persönliche Wahrnehmung ist verschieden. Was der eine als Vorteil sieht, gereicht dem anderen zum Nachteil.

    Aber sollte man nicht beides ansprechen dürfen, ohne dass gewisse Personenkreise gleich weg rennen?

    Ich war damals auch "mittendrin", aber das Bedürfnis, weg zu rennen, hatte ich nie - und schon gar nicht, weil Menschen anderer Meinung sind als ich.

    Wäre das nicht ein Ausdruck von Realitätsverweigerung und Kritikunfähigkeit?
    Wegrennen war noch nie eine Lösung - weder 1990 noch jetzt.

  • 27
    11
    Haju
    04.10.2020

    @mops0106
    Ja, das hat schon Bärbel Bohley vor 3 Jahrzehnten richtig gesehen.

  • 30
    16
    mops0106
    04.10.2020

    Haju, richtig. Eingesperrt wird man heute noch? nicht. Das geht subtiler.

  • 15
    25
    Juri
    04.10.2020

    Danke, danke, danke "Ramomba". Das unterschreibe ich.
    Das ist wahrhaftig, ehrlich und hält jeder sachlichen Diskussion, auch nach 30 Jahren Veränderung stand. Das ist Analyse aus Erfahrung und prospektiver Vorschlag zugleich.

  • 22
    12
    Haju
    04.10.2020

    @Hankman
    "Niemand muss hierzulande Angst haben, wegen einer Meinungsäußerung (die nicht gegen Gesetze verstößt) in den Knast zu wandern."//
    Nun, schon Gesetze gegen "hate speach" können von politisch bestimmenden Kräften ausgenutzt werden, denn "Haß" ist nunmal kein juristischer, sicher auch nicht juristisch definierbarer Begriff.
    Ich selbst bin nicht bei facebook, twitter und sage auch offen, daß ich mich nur in moderierten Foren bewegen möchte, denn da halten sich persönliche Risiken, die man gar nicht überschauen kann, in Grenzen - da vertraue ich durchaus auch auf eine Nichtveröffentlichung (warum auch immer). Tja, und manchmal muß man auch gar nichts sagen, sondern nur vor Jahren ein paar Dollar für die falsche Organisation (z.B. Abtreibungsgegner) gespendet haben, um per shitstorming eifriger "Fahnder" den Job zu verlieren. Da gibt es also "Netzwerke" einer ganz anderen Art: es ist nunmal kriminell, nicht nur den Arbeitgeber - wie auch immer - zum Nachteil der Person zu informieren, sondern auch noch mit offensichtlicher Wirtschaftserpressung zu arbeiten. Welche Kräfte sich anmaßen, daß auch noch zu dürfen, muß ich jetzt nicht sagen. Keine Lust auf mehr!

  • 12
    19
    Freigeist14
    04.10.2020

    ralf66@ Sie spielen vermutlich auf David Irving an . Der Herr gilt als Holocaust-Leugner und Relativierer deutscher Schuld im WK II und übernahm die Opferzahlen zu Dresden , die in der Höhe utopisch sind .

  • 29
    12
    Hankman
    04.10.2020

    @klapa: Die 80 Prozent halte ich für eine polemisch überhöhte Zahl. Die Werte aus Umfragen liegen ungefähr zwischen 30 und 60 Prozent. Man sollte dabei aber auch bedenken: Niemand muss hierzulande Angst haben, wegen einer Meinungsäußerung (die nicht gegen Gesetze verstößt) in den Knast zu wandern. Warum haben dann so viele Leute Angst, zu bestimmten Themen ihre Meinung zu äußern? Weil sie unter Umständen Gegenrede bekommen. Manchmal auch polemisch, manchmal auch verletzend. Manchmal werden Leute auch wegen einer Meinungsäußerung in eine Ecke gestellt, in die sie nach eigener Einschätzung nicht gehören. Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren polarisiert, es gibt viele Widersprüche und widerstreitende Interessen. Aber gerade diejenigen, die zur allseits beklagten Polarisierung maßgeblich beigetragen haben und gern mal heftige Dinger raushauen, brechen in Tränen aus, wenn ihnen das mit gleicher Münze zurückgezahlt wird.

    Der Ton ist rauer geworden, nicht zuletzt durch die asozialen Netzwerke, wo manche gern mal die Sau rauslassen, um sich abzureagieren. Unterm Strich kann hierzulande jede und jeder immer frei seine Meinung äußern. Allerdings muss er oder sie damit rechnen, dass es auch mal Widerspruch gibt. Denn die Widersprechenden haben genau dasselbe Recht. Und es gibt keinen verbrieften Anspruch darauf, dass Meinungen unwidersprochen bleiben.

  • 39
    20
    Ramomba
    04.10.2020

    Auf der Grundlage von wenigen Zitaten aus einer etwa 60minüten Rede würde ich mir nicht wagen, ein Urteil über den Redner und seine Einstellung zu fällen. Allein die Kommentare hier bewegen mich zu einem Gefühl: Sachsen den Rücken zuzukehren und alle Türen hinter mir zufallen zu lassen. Warum? Weil ich mich inmitten der Leute nicht mehr wohlfühle, die nur das Schlechte sehen wollen und bewerten, ohne für unseren Wohlstand dankbar zu sein. Die sich an Bruchstücken einer Bandbreite von Details reiben, die wirklich einer Korrektur bedürfen, und die alles, was sie von sich geben, als die mutige Wahrheit empfinden, obwohl es nur Gemecker ist. Was in den letzten 30 Jahren geschehen ist, hat es so auf der Welt noch nicht gegeben. Kein Vorbild konnte das Vorgehen bestimmen. Menschen, ja nur Menschen, haben einfach mal los gemacht. Und so kommt heraus, was Menschen eben so fabrizieren: Ein Ergebnis mit Ecken und Kanten, aber in der Mitte, mittendrin, da existiert ein Land, das von sich sagen kann, eines des reichsten zu sein. Ein Land, dessen soziales Netz so dicht ist, wie kaum ein anderes weltweit. Ja, nicht alles ist in Ordnung. Und nochmal Ja: Es ist in Wendezeiten viel passiert, bei dem es uns als Ostdeutsche im Nachhinein eigentlich „hochkommen“ könnte. Doch in welcher Position waren wir schon? Wir standen mit Nix da und da kamen die, von denen wir dachten, sie hätten und sie könnten alles und so ließen wir mit uns machen. Eine Alternative hätten all die, die nach den mutigen ersten Demos vor dem Mauerfall anschließend nur noch nach der Vereinigung riefen, doch nie zugelassen. Ich erinnere mich sehr gut an die Stimmung von damals. Ich war mittendrin. Und habe alles sehr intensiv miterlebt. Ich finde bei weitem nicht alles gut in diesem Land und bin nicht mit allen Entscheidung einverstanden. Wer auch immer hier kommentiert – ich weiß nicht, ob einer davon jemals seine Verantwortung als Bürger*in dieses Landes über die Möglichkeit anonymer Worte hinaus und den regelmäßigen Kreuzen zur Wahl wahr genommen hat. Wenn ja: Gratulation! Wenn nein: Mit anpacken, mal ein politisches Amt annehmen, einfach mal machen, statt meckern. Das ist Demokratie. Und die tut manchmal auch weh.

  • 29
    11
    Haju
    04.10.2020

    Die Kita-Erzieherin zu Bodo: "Bodo, wieso hast du den Klaus verprügelt?!" - "Na, weil der gesagt hat, ich sei ein Schläger!"

  • 45
    13
    mops0106
    04.10.2020

    Vielleicht kann die FP den Text der Rede recherchieren?

    "Alexander Geißler, SPD-Stadt-Vizechef in Freiberg:...Ich glaube, Herr Hahne und die Stadt haben nicht verstanden, dass Meinungsfreiheit nicht mit Kritikfreiheit gleichzusetzen ist..."

    Wieviel Kritik ist seiner Meinung nach erlaubt? Ein bisschen, damit es nicht weh tut? Ist das nicht entlarvend?
    ----------------------------
    @Freigeist: Die Meinung von Dennis Scheck ist die Meinung von Dennis Scheck, nicht mehr und nicht weniger. Hat er noch seine Büchertonne? Das, was er macht, ist keine Literaturkritik für mich.

  • 24
    19
    klapa
    04.10.2020

    Sorry, censor, ich gehe mit Ihnen konform, auch wenn der Rote irrtümlicherweise von mir kommt. Zu schnell.

    Tut mir leid, zumal Herr Hahne außerordentlich aussagekräftig ist.

  • 50
    17
    censor
    04.10.2020

    Maresch, die religiösen Bücher von PH kenne ich, weil in meiner Familie jemand ist, der sie alle besitzt.

    Es ist sicher eine Frage der Weltanschauung - aber egal, ob man nun christlich denkt oder nicht - er nimmt auch in diesen Schriften kein Blatt vor den Mund. Und solche Leute sind mir generell sympathischer als salbadernde Heilsverkünder.

  • 15
    14
    klapa
    04.10.2020

    Genau darum ging es, Censor.

  • 19
    47
    Maresch
    04.10.2020

    @Censor. Sie sollten vielleicht mal die Schriften von Hahne lesen, dann erklärt sich auch der 'religiöse Eiferer' und dessen antiquiertes Weltbild.

  • 38
    15
    censor
    04.10.2020

    klapa: Es gab beim ZDF mal eine Doku mit dem Titel: "Feind ist, wer anders denkt." Da ging es um die DDR-Stasi.

  • 35
    17
    ralf66
    04.10.2020

    @Freigeist14, man hat so eine Veranstaltung, wo der Anlass zwar ein etwas anderer war in den 90ger Jahren in Dresden durchgeführt, der damalige Gastredner ein englischer Historiker hatte auch in seiner Rede zu viel Wahrheit zum Ausdruck gebracht, man hat ihn nie wieder eingeladen.

    Hier geht es um Wahrheit wie es wirklich war und jetzt ist und das hat Hahne gut und richtig zum Ausdruck gebracht.
    Man könnte noch viel viel mehr anbringen zum Beispiel, der Umgang der Ostunternehmer, unter denen sich gut und gerne auch mal ein waschechter SED-Funktionär befinden konnte mit den Arbeitnehmern.
    Am Anfang nach der Wende hatte man kurzzeitig das Treuhandproblem mit eingesetzten Möchtegernunternehmern aus den Westen, die Firmen platt machten statt sie zu erhalten, gerne will man, dass die Bevölkerung nur auf diesen unschönen Teil der Wende blickt, dass ging aber nur eine kurze Zeit so, dann kamen unsere neu gebackenen Ostunternehmer mit viel Peitsche und wenig Zuckerbrot, die hatten teilweise Anwandlungen wie im Frühkapitalismus, viel arbeiten, wenig Geld und vor allem ganz wichtig, Maul halten sonst fliegste raus.

  • 79
    21
    klapa
    04.10.2020

    'Wenn heute fast 80 Prozent der Menschen sagten, man müsse sich beim Sprechen über manche Themen wieder vorsehen – „dann frage ich mich allerdings: Ist die Freiheit von 1990 heute noch Lebenswirklichkeit?“ - A. Vaatz, Festrede

    Erlebt das nicht jeder hier auch im Forum beinahe tagtäglich?

  • 66
    23
    klapa
    04.10.2020

    Wer hier polarisiert, das sind SPD, Grüne und Linke bei ihrem Affront gegen den DDR-Bürgerrechtler Arnold Vaatz im sächsischen Landtag.

  • 45
    12
    silvio9773
    04.10.2020

    Man muss schon den genauen YWortlaut der Rede vor sich liegen haben um sich da ein Urteil bilden zu können.Nur : Kritik muss schon erlaubt sein!! Es sollte auch jeder seine Meinung sagen dürfen und diese meine sollte man auch respektieren ,man muss sie ja nicht teilen.Nur zur Zeit finde ich ist eine kritische Meinung über die Regierung ,eine andere Meinung nicht erwünscht .

  • 66
    20
    klapa
    04.10.2020

    Die gleiche Reaktion wie die der den Blumenstrauß-vor-die Füße-Werferin im Thüringer Landtag.

    Sie können ihre Zugehörigkeit nicht verleugnen, die Toleranzprediger.

  • 37
    9
    klapa
    04.10.2020

    Kann man sich irgendwo über seine Rede im Wortlaut informieren?

  • 100
    24
    NeuErzgebirger
    04.10.2020

    Der Eklat ist nicht die Rede von Herrn Hahne, sondern die Reaktion der linken Politikerin, welche wie immer Respekt und Anstand vermissen läßt.

  • 38
    16
    KTreppil
    04.10.2020

    Allemal zeigt es eine interessante Entwicklung auf. Vor 30 Jahren war die damalige PDS (oder hieß sie noch SED-PDS?) bei derartigen politischen Veranstaltungen geächtet, wahrscheinlich nie geladen. Es gab ähnliches Verhalten gegenüber dieser Partei wie heute gegenüber der AFD. Nur weil es die "falsche" Partei war, wurden sie nicht akzeptiert, auch wenn manche Ziele und Äußerungen nicht immer von der Hand zu weisen waren. Hätte jemand von diesem politischen Spektrum bis vor 15 oder 20 Jahren überhaupt die Chance bekommen, zum 3.10. eine Rede zu reden, wer und wie viele hätten da vielleicht Türen knallend den Saal verlassen.....?
    Nun hat diese Partei seit geraumer Zeit den Namen "Die Linke", ob sich nur der Namen änderte oder auch die Ausrichtung oder aber die gesellschaftliche Akzeptanz, wer weiß dass wirklich einzuschätzen? Wirklich zu hinterfragen scheint das keiner mehr,
    man beißt sich nun an einer anderen vermeintlich undemokratisch en und demagogischen Partei fest. Jedenfalls wird diese Partei neuen Namens zunehmend salonfähig und kann sich mittlerweile derartige Auftritte leisten, gibt nun das zurück, was sie vieleJahre am "eigenen Leib" erfahren hat.
    Beobachten wir da eine demokratische Weiterentwicklung oder eine Entwicklung die zu beobachten ist?

  • 23
    95
    760670
    04.10.2020

    Freiberg wird immer peinlicher. Erst der OB Krüger, der deutlich rechts blinkt und nun ein Schreihals Hahne. Bitte für meine Geburtsstadt

  • 27
    81
    Freigeist14
    04.10.2020

    Biene62@ ich gehöre auch zum Volk und halte ,ähnlich Maresch@ , Hahne für einen erzkonservativen Selbstdarsteller , dessen Pamphlete regelmäßig von der Buchkritik (Dennis Scheck) als peinliche Doppelmoral zerrissen werden .

  • 71
    19
    censor
    04.10.2020

    Maresch, wenn sie Hahne als "religiösen Eiferer" bezeichnen, also als einen Fanatiker, was an seiner Rede war dann bitteschön fanatisch?

    "Fanatismus im engeren Sinn ist durch das unbedingte Fürwahrhalten der betreffenden Vorstellung und meistens durch Intoleranz gegenüber jeder abweichenden Meinung gekennzeichnet". (wikipedia)

    Hat also Hahne die Tür geschlagen und ist gegangen, weil die Linken etwas sagten, was ihm nicht passt?

  • 47
    19
    klapa
    04.10.2020

    Kurz gesagt, censor, wer anders denkt und auch noch die 'Frechheit' besitzt - eigentlich nur eine demokratische Freiheit - sich so zu äußern, ist unser Feind.

  • 30
    101
    Maresch
    04.10.2020

    Hahne ist ein religiöser Eiferer von vorgestern.

  • 52
    12
    ralf66
    04.10.2020

    Der Herbert Wehner (SPD) hat einmal gesagt: ''Wer raus geht muss auch wieder reinkommen.''
    Nun ist Wehner nicht mein politisches Vorbild aber er hat die andere Seite gerne mal so zur Sau gemacht, dass sie dann den Saal verlassen hatten.

    Hier mit Hahne scheint es ähnlich zu sein, diese seine Kritik an die Damen und Herren Kommunal- u. Kreistagspolitiker ganz besonders die mit rot oder grünen Parteibuch kam bei denen wie immer nicht an, mal vielleicht darüber nachzudenken was der Redner sagt, was er damit meint, für die ist das alles Quatsch, die reagieren mit Saal verlassen und Unverständnis, die sind austeilen gewöhnt nicht einstecken.
    Ja es werden immer mehr Demokraten, die diese jetzt praktizierte Demokratie mit ihren Handlungen und Taten kritisieren die aufzeigen, dass einiges völlig in die falsche Richtung geht!

  • 106
    21
    Biene62
    04.10.2020

    Der Mann sagt was das Volk denkt. Und wie das Sprichwort sagt,getroffene Hunde bellen,wie man gesehen hat

  • 21
    11
    Tauchsieder
    04.10.2020

    "Hinter......", bitte rosafarben nicht lila, das wäre nämlich der letzte Versuch.
    Schönen Sonntag noch!

  • 86
    12
    Hinterfragt
    04.10.2020

    Was hat man von Lobesreden, welche alles im lila Licht darstellen, wenn die Realität ganz anders aussieht?
    Die hatten wir Ostdeutschen schon vor 1989 zu Hauf ...

  • 108
    27
    censor
    04.10.2020

    Da werden Handschläge und Gratulationen verweigert, wenn der "Falsche" gewählt wird, Blumensträuße vor die Füße geworfen, Festakte boykottiert, Säle verlassen und Türen geschmissen - und alles von denen, die immer dann, wenn sie von Demokratie sprechen, diese Ordnung als "unsere Demokratie" bezeichnen, die man sich angeblich von den politischen Gegnern nicht kaputt machen lassen will.

    Ihr habt nichts, aber auch gar nichts davon verstanden.
    Ihr lebt immer noch in einer Welt, in der ihr sangt: "Die Partei, die Partei, die hat immer recht..."

    Ihr maßt euch die Deutungshoheit über den Demokratiebegriff an wie in dem Staat, der u a genau deshalb vor 30 Jahren unterging.

    Ihr denkt und arbeitet noch heute genauso wie damals: Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen immer die Kontrolle haben.

    Und wenn ihr, wie in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung durchaus üblich, einmal nicht die Kontrolle über die Auswahl der Redner und die Inhalte ihrer Reden hat, dann zeigt ihr euer wahres Gesicht.

    Wie hätten die Festakte denn ausgesehen, wenn man euch die Gestaltung überlassen hätte?

    Selbstbeweihräucherung, Lobhudelei und scheindemokratisches Geschwafel, exakt platzierte Seitenhiebe auf Verschwörungstheoretiker, Querdenker und böse Rechte, welche angeblich den Rechtsstaat und die FDGO aushebeln wollen und deshalb hart bekämpft werden müssen.

    Nein - ihr, die ihr jedesmal die Contenance verliert, wenn es nicht nach euch geht, seid selbst die Feinde der Demokratie.

    Ich kann nur hoffen, dass solche Vorkommnisse bei den Wählern in Erinnerung bleiben und beim nächsten Urnengang zur Entscheidungsfindung beitragen.

  • 114
    24
    NeuErzgebirger
    04.10.2020

    Herr Hahne war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat das Richtige getan.

  • 79
    21
    Steuerzahler
    04.10.2020

    So ist das halt, wenn man Demokratie nur zulässt, wenn sie den eigenen parteipolitischen Interessen förderlich ist. Einmal wird der Blumenstrauß vor die Füße geworfen, das andere Mal die Tür zugeknallt, weil die eigene diktatorische Meinung nicht vertreten wird. Es zeigt den erbärmlichen Zustand der gesellschaftlichen Auseinandersetzung auf friedlichem, demokratischen Weg in unserem Land unter dem Einfluss der linkslastigen und grünen Politik. Immer nach dem Motto, es kann nicht sein was nicht sein darf. Und damit wird der gesellschaftliche Zusammenhalt immer mehr zerrissen. Aber den jeweiligen Akteuren sichert es die angestammten Stimmen, da ein aktives Auseinandersetzen mit dem Istzustand unterbunden wird.

  • 45
    16
    Lesemuffel
    04.10.2020

    ... Fakten ...vertragen....

  • 104
    26
    Lesemuffel
    04.10.2020

    Ja, diese Fakten Verträgen einige nicht. Da schlagen schon Mal getroffene Hunde die Tür zu und bestätigen zusätzlich noch den kritikwürdigen Verfall der Sitten in der heutigen Funktionärswelt. Warum können einige die Wahrheiten nicht mehr ertragen?

  • 115
    26
    Tauchsieder
    04.10.2020

    Um`s hier kurz zu machen, manche vertragen die Wahrheit nicht, zumindest wenn es nicht ihrer Wahrheit entspricht. Irgendwie erinnert mich dies an die Zeit vor 1989 in der DDR, da war auch nur der korrekte Politsprech erlaubt und Abweichler landeten im Knast.

  • 121
    18
    JFLR
    04.10.2020

    Wenn eine 1983 in die SED eingetretene Frau Doktor - die angesichts von Äußerungen, die dem Politkonsens zuwider laufen - türenknallend und geifernd den Raum verlässt, dann wirft dies die alte Gretchenfrage auf: Linke, wie haltet ihr es mit der Vielfalt der Meinungen? Wie haltet ihr es mit der Gegenrede?

    Die Antwort dürfte, auch mit Blick auf die Vergangenheit, nicht sonderlich demokratiebefürwortend ausfallen.

  • 110
    21
    Maschinenbauer
    04.10.2020

    Das Buch von Peter Hahne habe ich gelesen und die Inhalte und Haltungen decken sich mit denen, die im Artikel beschrieben wurde. Aus meiner Sicht ist es genau das richtige Zeichen, Menschen zu einem solchen Festakt sprechen zu lassen, die keine Sonntagsreden wie in Potsdam halten. Es ist im Sinne der friedlichen Revolution und der deutschen Einheit, querzudenken, sich nicht kritiklos in eine Mainstream-Richtung lenken zu lassen. Wenn zunehmend links-grüne Vertreter bockig auf andere Meinungen reagieren, dann ist das sehr bedenklich. Dann kommen wir bald in weiteren Teilen Deutschlands in Berliner Verhältnisse. Was der rot-rot-grüne Senat dort veranstaltet, ist fatal. Die Wirtschaft wird stark reglementiert, Parallelgesellschaften werden geduldet (oder gefördert?) und der Sprachgebrauch wird bis ins absurdum gelenkt (und da meine ich nicht nur die Verfahren der Frau Chebli).

    Beispiel? https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/warum-berliner-landesbedienstete-nicht-mehr-schwarzfahrer-sagen-sollen-li.106541

    Deshalb bin ich sehr dankbar, dass in Sachsen noch öffentlicher Raum für Querdenken und andere Blickwinkel einnehmen gegeben wird.

  • 34
    21
    franzudo2013
    04.10.2020

    Liebe Freie Presse, ein Aufmacher wie im wilden Westen. Es ist doch kein Eklat, wenn ein Mitglied der umbenannten SED eine Veranstaltung vorzeitig verlässt. Es ist eher eine Bestätigung, wie wichtig die Distanz der Mitte zu den extremen politischen Rändern ist.

  • 84
    20
    KTreppil
    03.10.2020

    Ich war nicht dort, beurteilen lässt sich die Rede denk ich nur, wenn man sie im ganzen Zusammenhang hörte. Derartige Reaktionen lassen für mich nur zwei Möglichkeiten, entweder wollte mancher nur hören, was er selbst hören will und kann andere Meinungen nicht aushalten oder es gab missverständliche Äußerungen. Es bestätigt sich für mich allemal, dass man sich dieses ganze Gerede hier und dort einfach sparen sollte. Von Reden allein wird eh nix, auf das richtige Handeln kommt es an. Stattdessen hätten ein paar Schweigeminuten anlässlich 30 Jahren deutsche Einheit vielleicht viel mehr Menschen zum Nachdenken gebracht.

  • 134
    44
    censor
    03.10.2020

    Warum soll man gerade an einem so wichtigen Tag tun, als sei alles in bester Ordnung, wenn es eben nicht in Ordnung ist?

    "Nicht polarisieren, sondern einen".

    Es polarisiert, wer Zustände schafft, welche die Gesellschaft spalten, und nicht der, welcher diese Missstände anspricht.

    Und es wäre auch Aufgabe der Politik, zumal der Regierenden, zu einen anstatt zu spalten. Aber gerade hier kommt anscheinend das zur Anwendung, was die alten Römer mit "divide et impera" formulierten.

    Ein Festtagsredner soll also dann "einen", was die Politik wohlweislich auseinander driften lässt.

    Wer die Hahne-Rede als unpassend empfindet, der hat entweder nichts verstanden oder fühlt sich auf die Zehen getreten, weil Hahne recht hat.
    Dann allerdings hätte die Rede genau die richtigen Adressen erreicht.

    Gut, dass er sich getraut hat. Nach Vaatz nun schon zwei, die nicht mehr schweigen.