"Freiberg ist mein Lieblingsort"

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Lebensweisheiten von Freibergern aus aller Welt haben die Vereine "Epi-Zentrum" und "Handlungsnetz" gesammelt. "Freie Presse" stellt die Menschen dahinter vor.

Freiberg.

Osman Hamo ist 51 und lebt seit 1995 in Freiberg. Er ist syrischer Kurde und spricht neben Kurdisch auch Arabisch und Persisch.

Freie Presse: Was ist Ihnen aufgefallen, als Sie hierher kamen?

Osman Hamo: Dieser unendliche Schnee! Diese unendliche Weiße und diese Kälte. Ich kam im Dezember als Flüchtling nach Freiberg, und bis April hat man den schwarzen Boden nicht gesehen.

Was bedeutet die Spruchweisheit?

Wenn man an einem bestimmten Ort ein schönes Erlebnis hatte, geht man zurück und erwartet, dass es wieder so schön ist. Und dann wird man oft enttäuscht. Wir Kurden haben viele Enttäuschungen erlebt. In Syrien und in der Türkei wird unsere Kultur unterdrückt. Unsere Sprache vermischt sich mit der arabischen und türkischen Sprache. Auch in Deutschland hat es Enttäuschungen gegeben. Ich hatte im Libanon Jura studiert und als Grundschullehrer gearbeitet. Hier musste ich machen, was möglich war: Ich habe in einem Restaurant gearbeitet und als Reinigungskraft. Ich schäme mich nicht - Arbeit ist Arbeit. Ein paar Jahre war ich Dolmetscher, aber dann verlangte man ein C1-Zertifikat. Und wegen der Pandemie gab es zeitweise keine Deutschkurse.

Was ist Ihr Lieblingsort in Freiberg?

Ganz Freiberg ist mein Lieblingsort! Wenn ich mal im Urlaub bin, fange ich in der zweiten Woche an, von Freiberg zu träumen.

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