Gülle tritt an B 101 in Großhartmannsdorf aus

Großhartmannsdorf.

In Großhartmannsdorf ist am Dienstagmorgen an der Hauptstraße eine Jaucheleitung geplatzt und Gülle in den Dorfbach gelaufen. Die Umweltbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen habe Proben entnommen, die Feuerwehr war im Einsatz. Gegen 13.50 Uhr meldete ein Zeuge erneut, dass Gülle an der Hauptstraße austritt. Daraufhin wurde die B101 komplett gesperrt. Die Polizei prüft derzeit, ob eine Straftat vorliegt.

Am Nachmittag dann wurde der Güllefluss aus dem Rohr auf die Bundesstraße 101 gestoppt. Die Bundesstraße wurde wieder mit halbseitiger Sperrung für den Verkehr freigegeben. Eine Ampel leitete den Verkehr an der Stelle, wo die Gülle ausgetreten war, vorbei. Das sagte Großhartmannsdorfs Bürgermeister Werner Schubert (CDU) auf Anfrage. "Es sind alle möglichen Schritte eingeleitet worden", ergänzte er. Die örtliche Agrargenossenschaft habe ihre lädierte Gülleleitung entleert, also die verbliebene Gülle abgepumpt. Zudem werde auch der Dorfbach, in den die Gülle geflossen war, abgepumpt und gesäubert. "Und zwar so lange, bis das Wasser wieder klar ist", sagte der Bürgermeister. Die mit Wasser vermengte Gülle werde auf die Felder gebracht. Schubert dankte den ausgerückten Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Behörden. Die freiwilligen Feuerwehren Großhartmannsdorf, Saidenbach (Obersaida, Mittelsaida und Niedersaida) und Brand-Erbisdorf waren im Einsatz.

Laut Schubert wurden sicherheitshalber zwei Gemeindestraßen - Schulsiedlung und Hofbuschweg - gesperrt. "Wir wissen nicht, ob das Rohr noch einmal leckt. Und eine Vierseitampel, die nötig wäre, kann nicht so schnell beschafft werden." Ursache war laut Schubert ein Leck in der Leitung: "Morgen werden wir mehr wissen", sagte er am späten Dienstagnachmittag. Übrigens riecht es an der Stelle, wo die Gülle ausgetreten war, kaum. Dazu Schubert: "Es handelt sich um vergorene Gülle. Die stinkt nicht." (hh/lasc)

1Kommentare
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  • 6
    0
    Gegs
    30.06.2020

    Ich wohne im Nachbarort und kann nur sagen: Igitt, was für eine Schweinerei.