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Nils aus Lommatzsch leidet an Leukämie. Die Krankheit ist zurückgekehrt. Nun soll ihm jede verbleibende Stunde so schön wie möglich gemacht werden. Dafür läuft eine Spendenaktion.
Manche Geschichten berühren tief – so wie die von Nils, einem kleinen Jungen aus Lommatzsch, der mit gerade einmal knapp zwei Jahren schon mehr durchgemacht hat als viele Erwachsene in ihrem ganzen Leben. Nils hat Leukämie.
Im Februar strahlte Nils über das ganze Gesicht. Damals, mit anderthalb Jahren, durfte er das Ende seiner Intensivtherapie feiern – nach 463 Tagen voller Krankenhausaufenthalte, Behandlungen und Hoffen. 261 Tage nach seiner Stammzellentransplantation galt er offiziell als krebsfrei. Ein Jahr und drei Monate hatte er in Kliniken verbracht. Nun durfte er endlich nach Hause.
Die Erleichterung war groß – und die Freude ebenso. „Nils geht es super. Er blüht richtig auf, lernt ganz viel und sehr schnell“, erzählte seine Mutter Melanie damals. Zuhause tobte er mit seinen älteren Geschwistern, lernte von ihnen, lachte mit ihnen – und war einfach wieder Kind. Seine Großmutter Karina berichtet heute: „Nils ging es richtig gut.“
Leukämie kehrte zurück
Doch dann kam der Schock: Im Mai stellte sich heraus, dass die Leukämie zurückgekehrt ist. Für die Familie, für Freunde und Bekannte ein furchtbarer Schlag.
Heute ist Nils wieder zu Hause – umgeben von den Menschen, die ihn lieben. „Wir sind alle bei ihm“, sagt seine Großmutter. „Wir schauen jetzt von Tag zu Tag.“
Im August hat Nils seinen zweiten Geburtstag. Doch niemand weiß, ob er diesen Tag noch erleben darf. Seine Kraft schwindet.
Freund der Familie organisiert Spendenaktion
Ein Freund der Familie – ein ehemaliger Kollege von Nils’ Großvater – organisiert nun eine Spendenaktion (www.freiepresse.de/melli-nils). Im Aufruf schreibt er: „Manchmal kommt das Leben so hart, dass einem die Luft wegbleibt. Nils, unser kleiner Superheld, hat tapfer gegen den Krebs gekämpft – und seine Mama Melli war an seiner Seite, Tag für Tag, Stunde für Stunde. Jetzt bleibt nicht mehr viel Zeit. Aber es bleibt die Chance, diese Zeit für Nils so schön, würdevoll und leicht wie möglich zu machen. Wir möchten Melli den Rücken freihalten – damit sie sich um das kümmern kann, was jetzt wirklich zählt: Liebe. Nähe. Abschied in Würde.“
„Jeder Euro hilft. Für Herzenswünsche“
Der Aufruf endet mit einer Bitte: „Wenn du helfen willst, gib, was du kannst. Jeder Euro hilft. Für Herzenswünsche. Für letzte gemeinsame Erinnerungen. Für einen Abschied, der so besonders wird, wie Nils es ist.“ (hh)





