Hainichen: Polizei-Einsatz nach Hinweisen auf Neonazi-Konzert

Hainichen.

Einem vermeintlichen Neonazi-Konzert hat der Polizeieinsatz am frühen Samstagabend in der Stadt Hainichen gegolten. Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz am Sonntag auf Nachfrage der "Freien Presse" bestätigte, seien die Beamten im Einsatz gewesen, weil es zuvor Hinweise darauf gegeben habe, dass in der Stadt ein von der rechten Szene organisiertes Konzert dort stattfinden sollte. Vor Ort hätten sich diese Hinweise aber nicht bestätigt.Welche Veranstaltungsorte konkret kontrolliert wurden, sagte der Polizeisprecher nicht.  Augenzeugen berichteten, dass die Polizeibeamten am Samstagabend unter anderem an den Zugangsstraßen der Stadt Hainichen, wie an der Mittweidaer Straße sowie der Frankenberger Straße aufgefallen waren und auch im Stadtzentrum präsent waren.

Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) vermutet indes, dass der Einsatz mit einer Anfrage zusammenhängt, welche er in der Woche zuvor von der Polizei bekommen habe. Demnach gab es offenbar Erkenntnisse, dass im Großraum Freiberg mit einer von Rechten organisierten Veranstaltung zu rechnen sei. Im sozialen Netzwerk Facebook hatten am Wochenende mehrere Nutzer im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz gemutmaßt, dieser könne mit einem "geplanten Neonazikonzert in Hainichen" zusammen hängen. Anfang Oktober war der Auftritt einer als rechtsextremistisch eingestuften Band in Hainichen kurzfristig abgesagt worden. Auch in dem Fall zeigte Polizei dennoch Präsenz. (jl)

3Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    7
    karstenp
    09.12.2019

    Da sieht man wieder wie populär die Kommunalpolitik agiert, schade dass man erst handelt bevor man prüft, bei solch einem falschen Alarm wird sofort reagiert, andere vielleicht auch wichtigere Anfragen/Aufträge werden einfach nachrangig behandelt. Die Sicherheit hat in letzter Zeit sehr zurückstecken müssen vor allem auch im Vergleich zu politischen Problemen oder Straftaten, nur zum Beispiel Brandstiftung in verschiedenen Orten. Ich versuche es nur zu verstehen, ein noch nichteinmal bestätigtes Konzert, der Herr Greysinger wusste von nichts, lässt Personal der Executive ausrücken, gleich mehrfach, bin ja gespannt wie es bei der nächsten öffentlichen Ruhestörung / Schlägerei oder Einbruch / tätlichen Angriff aussieht.
    Mein Eindruck, die Handlungs, - und Einsatzbereitschaft ist deutlich nur noch dem Staat als dem Bürger gewidmet.

  • 7
    6
    Lesemuffel
    09.12.2019

    Die Polizei hat wohl doch genügend Personal? Aber in Chemnitz fehlte sie offenbar zur gleichen Zeit. Es gab dort etliche gewaltätige "Vorkommnisse". Vielleicht hatte sich herumgesprochen, dass die Einsatzkräfte gerade in Hainichen ein Konzert verhindern müssen.

  • 6
    8
    copter
    08.12.2019

    die Spinner, die die Polizei auf dem Plan gerufen haben, sollten zur Verantwortung gezogen werden und die Kosten des Einsatz aufgedrückt bekommen - ohne wenn und aber und ohne ansehen der Person.
    mittlerweile hat sich so eine Schizophrenie ausgebildet die mit folgen Worten beschrieben werden kann:
    man stelle sich zwei halb leere Gläser vor,
    der Optimist sagt noch 1/2 voll
    der Pessimist sagt schon 1/2 leer
    Politik und Medien Landschaft sagen dass Glas steht rechts
    Leute kommt zurück zur Vernunft



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