In der „Alten Plüsche“ wird es am 15. November laut, denn es treten vier Newcomer-Bands aus Mittweida auf. Liane Rickert und Lena Rettelbusch haben diesen Abend gemeinsam geplant.
In der „Alten Plüsche“ wird es am 15. November laut, denn es treten vier Newcomer-Bands aus Mittweida auf. Liane Rickert und Lena Rettelbusch haben diesen Abend gemeinsam geplant. Bild: Lea Scheffler
Mittweida
Mittweida rockt: Nachwuchskonzert in der „Alten Plüsche“

Punk, Rock, Metal - Vier junge Bands aus Mittweida wollen ihr Talent auf den Bühnen Mittweidas zeigen. Ihre erste Station ist die „Alte Plüsche“. Eine Vorstellung der Newcomer Bands.

Mittweida.

Sucht man bei Google nach dem Genre Grunge spuckt die Suchmaschine Beschreibungen wie „verzerrte Gitarren“ und „wechselnde Dynamiken“ aus. Ziemlich ähnlich beschreibt Lena Rettelbusch ihre eigene Musik, die sie gemeinsam mit ihrer Band Black Silhouettes macht. Mit zwölf Jahren hat sie ihre ersten eigenen Songs geschrieben. „Ich bin mit vielen Musikrichtungen aufgewachsen, aber am meisten berührt und inspiriert war ich von Nirvana“, sagt sie. Gemeinsam mit ihrer Band, in der sie Frontsängerin ist, will sie nun auf die Bühnen Mittweidas.

Räume der „Alten Plüsche“ stellen Herausforderung dar

Deswegen hat sie zusammen mit Liane Rickert, die den Werker- und Kreativclub Altmittweida ins Leben gerufen hat, ein Nachwuchskonzert am 15. November, ab 19 Uhr in der „Alten Plüsche“ organisiert. „Ich habe nach einem Ort gesucht, an dem wir alle auftreten können“, sagt sie Gemeinsam mit Liane Rickert habe sie innerhalb weniger Wochen den Bandabend organisiert und Fördermittel für das Projekt beantragt, um den Abend finanzieren zu können. „Das ist fast schon zu einem Nebenjob geworden“, erzählt sie. Hinzu kamen akustische Herausforderungen im Veranstaltungsraum. „Es gibt so viele glatte Flächen, hohe Decken und Fenster, die anfangen zu schwingen. Das ist schlecht für die Akustik“, erklärt Lena Rettelbusch. Helfen soll nun Moltonstoff, der als Lärmschutz dient. „Die Bahnen hängen wir vor die Fenster, so werden die Schwingungen abgefangen und die Akustik dadurch besser“, sagt Liane Rickert.

Bild: Sören Koopmann

Dystopie und Zukunftsschmerz trifft auf verzerrte Gitarrenklänge

Die verbindenden Elemente der Bands sind der Metal und der Punk - und die Zukunftsdystopien in ihren düsteren Klängen. Die sechsköpfige Band Bite your own tail thematisiert beispielsweise eine soziale Ungerechtigkeit. „Die Idee ist es, sich eines Konzepts einer dystopischen Weltvorstellung zu bedienen“, sagt Maximilian Voßler, Gitarrist der Band.

Als „wütend aber gefühlvoll“ beschreibt Lorenz Dumanski die Musik seiner Band Discordance. Sie planen derzeit ihr erstes eigenes Album. „Das erfordert aber viel Zeit, die wir als Studenten neben der Uni teilweise schwer aufbringen können“, sagt er. Und auch die Band Seinsoll verarbeitet in ihren Songs gesellschaftliche Themen. „Unsere Musik zeichnet sich durch einen relativ rohen und groben Sound aus“, sagt Johannes Tepper, Schlagzeuger des Duos. (lesc)

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