Nach Sex-Attacken in Mittweida: Täter muss nun doch ins Gefängnis

Mittweida. Wegen des Versuchs der sexuellen Nötigung in zwei Fällen ist ein aus Syrien stammender Asylbewerber heute vom Landgericht Chemnitz zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Im Ergebnis der Berufungsverhandlung stellte Richter Zimmermann fest, dass es sich bei den Übergriffen auf zwei Frauen im November 2015 nicht um minderschwere Fälle gehandelt habe. Vor dem Hintergrund sei auch keine Aussetzung der Strafe zur Bewährung möglich.

Der damals 24-jährige Angeklagte hatte am frühen Morgen des 11. November 2015 in Mittweida innerhalb kurzer Zeit insgesamt drei Frauen angegriffen und zwei von ihnen sexuell bedrängt. Weil Passanten eingegriffen hatten, ließ er von seinen Opfern ab. Dafür war der aus Syrien stammende Asylbewerber im Mai vor dem Amtsgericht Chemnitz zu einer Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem sollte er 300 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten. Das Urteil war milder ausgefallen, als vom Verteidiger des Syrers gefordert (zwei Jahre zur Bewährung). Die Staatsanwaltschaft hatte vor dem Amtsgericht eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten gefordert. Gegen das Urteil der Erstinstanz hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, die nun vom Landgericht zugelassen worden ist. (jl)

 

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