Polizeieinsatz wegen zu lauter Musik eskaliert

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Dass eine Mieterin in Döbeln wegen Lärm die Polizei gerufen hatte, passte den Beschuldigten nicht. Doch Beleidigungen, Pfefferspray-Angriffe und Fluchtversuch nützten ihnen nichts.

Döbeln.

Eine Beschwerde wegen zu lauter Musik in Döbeln ist mit mehreren Anzeigen geendet. Nach Polizeiangaben hatte am späten Montagabend eine Mieterin in einem Mehrfamilienhaus an der Straße des Friedens aus einer Wohnung Lärm gemeldet. Vor Ort vernahmen die drei eingesetzten Beamten laute Musik aus einer Wohnung und suchten diese auf. Die Mieterin (19) zeigte sich zwar zunächst uneinsichtig, drehte aber schließlich die Lautstärke herunter. Ihre Bekannte (20), die sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, war mit den Maßnahmen offenbar nicht einverstanden und beleidigte in der Folge die Beamten. Für sie folgte eine Anzeige wegen Beleidigung. Gegen die Mieterin wurde zunächst eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gefertigt.

Wenige Minuten, nachdem die Beamten das Mehrfamilienhaus verlassen hatten, ging ein erneuter Anruf im Polizeirevier ein: Die jungen Frauen sollten nun gegen die Wohnungstür der Anruferin schlagen. Die Polizisten kehrten also zurück. Um die Situation zu klären, erteilten sie der 20-Jährigen einen Platzverweis und begleiteten sie aus dem Haus. Die Mieterin folgte ihrer Bekannten und den Polizeibeamten. Als alle das Haus verlassen hatten, zog die 19-Jährige plötzlich ein Pfefferspray und sprühte einem Beamten (59) ins Gesicht. Danach versuchte das Duo zu flüchten, kam aber nicht weit: Die anderen zwei Polizisten stellten sie. Dabei sprühte die 19-Jährige erneut Pfefferspray in das Gesicht eines weiteren Beamten (31). Letztlich wurde sie festgenommen und zusammen mit ihrer Bekannten in ein Polizeirevier gebracht. Die Beamten erlitten leichte Verletzungen, wobei der 31-Jährige ärztlich versorgt werden musste. Bei der Durchsuchung der unter Alkoholeinfluss stehenden Frauen fand eine Beamtin bei der jüngeren zudem ein verbotenes Messer.

Die Polizei fertigte Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die beiden Frauen wurden nach den ersten polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen. (em)

 

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