Sexuelle Nötigung: Haftbefehl erlassen

Hainichen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft den Mann, der eine junge Frau in Hainichen sexuell genötigt und verletzt haben soll, kurz nach der Tat bereits wieder auf freiem Fuß gesetzt hatte, revidierte die Behörde nun diese Entscheidung und hat Haftbefehl beantragt.

Es handelt sich dabei laut Polizei um einen aus Marrokko stammenden 30-Jährigen, der am Samstagabend eine 19-Jährige im Hainichener Stadtzentrum unsittlich berührt haben soll. Polizeibeamte hatten den Tatverdächtigen in der Nähe des Bahnhofs noch am gleichen Abend vorläufig festgenommen, nachdem sie von einem Zeugen gerufen worden waren, der die Hilferufe der jungen Frau gehörte hatte. Der mutmaßliche Täter war zuvor vom Tatort an der Heinrich-Heine-Straße geflüchtet, als Zeugen hinzu gekommen waren. Die 19-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizeidirektion hatte am Wochenende mitgeteilt, dass der Mann auf Weisung der Staatsanwaltschaft aus der Dienststelle entlassen worden war.

Polizei und Staatsanwaltschaft teilten nun mit, dass der Tatverdächtige am Dienstag erneut festgenommen und einem Ermittlungsrichter am Chemnitzer Amtsgericht vorgeführt wurde. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl, woraufhin der 30-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden ist. Zur Begründung teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag lediglich mit, dass "nach eingehender Prüfung der Aktenlage" der Haftbefehl beantragt worden sei.

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