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Reise- und Servicecenter am Bahnhof Mittweida: So geht es im Januar weiter

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Karin Grundmann gibt ihr Geschäft in Mittweida Ende Dezember auf. Die Verkehrsbetriebe suchen einen Nachfolger.

Mittweida.

Persönliche Beratung oder Hilfe beim Fahrscheinkauf - ob es das ab Januar noch am Bahnhof in Mittweida gibt, ist ungewiss. Denn nachdem Karin Grundmann bekannt gegeben hat, ihr Reise- und Servicecenter, das sie für die Deutsche Bahn betrieben hat, zum 31. Dezember zu schließen, suchen die Verantwortlichen bei den regionalen Verkehrsbetrieben nach einem neuen Betreiber - und haben bislang niemanden.

Persönliche Beratung in Mittweida vertraglich geregelt

"Ein lückenloser Start im Januar 2023 kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht garantiert werden", teilt die Pressestelle der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) auf Nachfrage der "Freien Presse" mit. Doch ein neuer Betreiber wird gebraucht. Denn in einem Vertrag mit dem Titel "Verkehrsvertrag Elektronetz Mittelsachsen II" sei festgelegt, dass es in Mittweida eine "personalbediente Vertriebsstelle in der Bahnhofsumgebung" geben muss. Das heißt, Aufgabe der Verkehrsbetriebe ist es, dafür zu sorgen, dass es ein Büro gibt, in dem jemand Fahrgäste berät und ihnen hilft.

Extra Räume im Bahnhof Mittweida

"Aktuell befinden wir uns in Gesprächen mit möglichen Agenturpartnern am Standort in Mittweida", heißt es von der Mitteldeutschen Regiobahn. Auch zum Nahverkehrsbetrieb VMS und zur Stadt Mittweida, der das Bahnhofsgebäude gehört, in dem derzeit extra Räume für ein Reise- und Servicecenter eingerichtet werden, habe man engen Kontakt. Denn vorgesehen ist, so heißt es, dass es am Bahnhof weiterhin Auskünfte zu Fahrplänen und Tarifen in den hiesigen und in benachbarten Tarifzonen gibt, und dass Fahrscheine verkauft werden.

Die bisherige Betreiberin Karin Grundmann hatte vor einigen Wochen die Kündigung ihres Mietvertrages für die Räume im Bahnhof an die Stadt geschickt und erklärt, ihr Geschäft aufzugeben.  "Es lohnt sich für mich umsatztechnisch einfach nicht mehr. Im Sommer, als es das Neun-Euro-Ticket gab und viel weniger normale Fahrscheine verkauft wurden, habe ich nur draufgezahlt", sagte sie zur "Freien Presse. Und wenn es ab kommendem Jahr das 49-Euro-Ticket geben wird, fürchtet sie weitere Verluste. Denn von der Deutschen Bahn bekommt sie pro verkauftem Fahrscheine eine Provision.

 

Der Automat, die App und der Weg nach Chemnitz

Und was machen Fahrgäste, bis ein neuer Betreiber für das Center gefunden wurde? Die Mitteldeutsche Regiobahn verweist auf den Fahrscheinautomaten an Gleis 1, auf die MRB-App für das Smartphone und die persönliche Beratung am MRB-Schalter am Hauptbahnhof in Chemnitz sowie am Servicepunkt in Burgstädt.

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