Zwischen Kriebstein und Rossau: Straßenausbau genehmigt

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Breiter und damit sicherer soll sie werden: Die Staatsstraße S 31, die von Kriebstein über Rossau zur A4 führt, ist in einem miserablen Zustand. Der Autobahnzubringer könnte nach über zehn Jahren Planung nun bald saniert werden.

Kriebstein.

Seit 2010 laufen die Planungen, jetzt steht fest, die S 32 kann auf knapp zwei Kilometern Länge ab Ehrenberg ausgebaut werden. Am Dienstag gab die Landesdirektion Sachsen bekannt, dass sie den ersten Bauabschnitt zum Ausbau der Staatsstraße zwischen Kriebstein und Rossau genehmigt hat. Damit verfügt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Zschopau über Baurecht und kann die nächsten Schritte einleiten.

Dass diese nun möglichst zügig folgen, hofft Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein) für ihre Kommune: "Die Straße ist der Zubringer von der Autobahn über Rossau nach Kriebstein", beschreibt sie. "Sie ist viel zu schmal und nur einspurig befahrbar. Deswegen gibt es im Moment eine Umleitungsstrecke über Grünlichtenberg - zu unserem Ärgernis." Daher begrüße sie es sehr, dass es mit der Planung nun zügig vorangehe.

Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, betont, die Nachricht sei für alle Verkehrsteilnehmer eine gute: "Mit dem Ausbau der S 32 wird die Verkehrssituation endlich den heutigen Erfordernissen angepasst." Die Straße werde verbreitert und die Kreuzungssituationen neu geordnet, was den Verkehrsfluss erleichtern und die Verkehrssicherheit erhöhen soll. "Damit wird das Ausweichen auf den Randbereich der Straße bei Gegenverkehr bald der Vergangenheit angehören", beschreibt sie.

Die aktuelle Belastung, aber auch Prognosen, wie sich der Verkehr entwickele, sprechen für eine Erneuerung der Staatsstraße, die sich in einem ungenügenden Zustand befinde, begründet die Landesdirektion ihre Entscheidung. Aufgrund ihrer schmalen Fahrbahnbreite von circa 4,5 bis 5 Metern komme es beim Begegnungsverkehr zu Behinderungen. Fahrzeuge überfahren oft die Bankette, diese nutzen sich ab und verschlechtern damit die Fahrbahnentwässerung und mithin die Verkehrssicherheit. Auch weil das Ausweichen schwierig sei, ist die S 32 auf diesem Abschnitt für Kraftfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen gesperrt, ausgenommen sind Pkw und Busse.

Der nun genehmigte Bauabschnitt erstreckt sich von Ehrenberg bis zum Kreuzungsbereich der S 32 mit der Kreisstraße K 8212 zwischen Höckendorf und Grünlichtenberg in Richtung Rossau. Geplant ist, die Fahrbahn dort auf 7 Meter zu verbreitern und beidseitig mit 1,5 Meter breiten Banketten zu versehen. Zudem werden die Kreuzungsbereiche der anliegenden Kreisstraßen verändert. Vorgesehen sind zwei Kreisverkehre: Der Erste am Ortsrand von Ehrenberg, ein zweiter am Knotenpunkt mit der K 8212. Flächen, die in den bisherigen Kreuzungsbereichen frei werden, sollen für die landwirtschaftliche Nutzung zurückgewonnen werden. Weiter werden Gehölze angepflanzt und ist eine Baumreihe geplant. Der Planfeststellungsbeschluss werde noch öffentlich ausgelegt und ist dann auch auf ihrer Internetseite einsehbar, teilte die Landesdirektion mit.

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