Kohrener Landmolkerei: Produktion läuft trotz Insolvenz weiter

Penig.

Nach dem Insolvenzantrag, den die Kohrener Landmolkerei am Donnerstag vergangener Woche beim Amtsgericht Chemnitz gestellt hatte, führt der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Jacobs nun erste Gespräche mit möglichen Investoren. "Unser Ziel ist die Fortführung des Betriebs und der Verkauf des Unternehmens. Dabei wollen wir so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten", hat der Sanierungsexperte am Dienstag mitgeteilt. Die Produktion sei  sichergestellt. Die Belieferung mit Milch durch regionale Agrarbetriebe werde aktuell wieder angekurbelt. Die im vorläufigen Insolvenzverfahren bestellten Rohstoffe würden verlässlich vom Unternehmen bezahlt, heißt es. 
 
Grund für den Insolvenzantrag seien vorläufig gescheiterte Verhandlungen mit Interessenten gewesen. "Wo genau die strukturellen Probleme des Unternehmens liegen, werden wir jetzt klären", so Jacobs. Die Löhne der 90 Mitarbeiter würden nun durch eine Vorfinanzierung gesichert, der vorläufige Insolvenzverwalter werde  im Anschluss einen Antrag auf Insolvenzgeld bei der Agentur für Arbeit stellen. 
 
Die in der Region bekannte Kohrener Landmolkerei stellt Milch, Milchmixgetränke und Puddings für die eigene Produktlinie sowie einige Handelsmarken des Lebensmitteleinzelhandels her. Die Kunden sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern sowie in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz angesiedelt. Die Kohrener Landmolkerei besitzt auch eigene Läden, darunter den Hofladen in der Molkerei in Penig. (ule)
 

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...