Nach Verkauf: Kohrener Landmolkerei wieder auf Kurs

Penig.

Nach mehrmonatiger Durststecke, in der Bauern keine Milch mehr in die Kohrener Landmolkerei lieferten, hat das 78 Mitarbeiter zählende Unternehmen im Peniger Gewerbegebiet Tauscha (Landkreis Mittelsachsen) unter Leitung der beiden Geschäftsführer Rüdiger Fricke und Jörg Rögner nun seine Produktion wieder hochgefahren. Die Conzima Food GmbH aus dem Allgäu hatte den Betrieb, der am 18. Juli Insolvenz anmeldete, gekauft. In den zurückliegenden Wochen sei vieles neu geordnet und optimiert worden. Mittlerweile werden wieder rund 120.000 Liter Milch pro Tag verarbeitet, 50 Millionen Liter sollen es pro Jahr sein. "Vier Lieferanten haben wir zurzeit unter Vertrag. Hinzu kommen weitere 23 Bauern aus dem Erzgebirge, die ab 1. Juli 2020 ihre Milch zu uns liefern werden. Wir wollen kurze Wege und auf diese Weise die Region stärken", so Fricke. Froh sind die beiden Chefs, dass alle großen Handelsketten - bis auf eine - die Produkte der Kohrener Landmolkerei nun wieder in ihren Verkaufsregalen haben. Denn kurz nach der Insolvenz hatten sie diese nicht mehr gelistet.

Geliefert wird die Marke "Kohrener Landmolkerei" inzwischen nach Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für 2020 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 40 Millionen Euro an. Um das zu erreichen, will man mit neuen Produkten ins Rennen gehen. Aber vor allem auch in die Mitarbeiter werde investiert, erklärt Rögner. 75 Beschäftigte wurden nach der Insolvenz übernommen. Von einigen habe man sich jedoch wegen mangelnder fachlicher Qualifizierung trennen müssen, neue wurden eingestellt. "Und wir suchen weitere Fachkräfte" so Rögner. (ule)

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