Der Möchte-schon-gern-Regent

Die CSU ist Bayern. Bayern, das ist die CSU. So selbstbewusst trat die Partei jahrzehntelang auf. Doch Umfragen deuten darauf hin, dass die Politik des weiß-blauen Freistaates nach der Landtagswahl an diesem Sonntag eine andere sein wird.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Hankman
    10.10.2018

    "Berliner Verhältnisse" ohne absolute Mehrheit? So ein Schmarrn. Was ist denn so schlimm an "Berliner Verhältnissen"? Die deutsche Gesellschaft zergliedert sich nun mal immer mehr in Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenslagen. Die möchten auch etwas Auswahl haben, wenn es ans Wählen geht. Die Parteienlandschaft wiederum ist bunt, aber die Unterschiede zwischen den Parteien sind nicht mehr so groß wie vor 20 Jahren, weil der politische Spielraum geringer geworden ist. Da fällt es auch den Wählern leichter, mal eben umzuswitchen und statt Schwarz - diesmal - Grün zu wählen. Oder Blau-Braun.

    Eine Partei mit Allmachtsanspruch, die sich in Jahrzehnten einen Freistaat zur Beute gemacht hat, und womöglich noch mit einem "starken Mann" an der Spitze, passt für einen großen Teil der Wählerschaft nicht mehr. Sie sind längst weiter und haben sich auf neue Gegebenheiten eingestellt. Das sollte die CSU auch tun. Wenn es stimmt, was die Autorin schreibt, dass die Partei ein bunter Haufen und vielfältig ist, dann sollte die CSU diese Vielfalt viel mehr nach außen darstellen und zeigen: Da, schaut her, bei uns können sich viele zu Hause fühlen. Sie sollte den Gedanken aufgeben, dass sie die gottgegebene Regierungspartei für Bayern sei - und etwas mehr Demut zeigen. Und endlich in der Berliner Groko vernünftig, sachlich und fair Politik machen und sich nicht wie im Kindergarten aufführen.