Kanzlerkandidatur: Söder macht den Weg für Laschet frei

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Der bayerische CSU-Chef begründete seine Entscheidung vor Journalisten mit den Worten "Anstand und Stil" seien Grundprinzipien der Union. Er werde den Wahlkampf ohne Groll aktiv unterstützen.

München/Berlin .

Das Ringen um den Kanzlerkandidat der Union ist zu Ende: Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder verzichtet auf eine Kanzlerkandidatur. Das erklärte Söder in München am Rand einer Fraktionssitzung. "Wir wollen keine Spaltung", sagte Söder vor Journalisten. "Anstand und Stil" seien Grundprinzipien der Union. Damit ist der Weg zur Kanzlerkandidatur für CDU-Chef Armin Laschet frei. Für Laschet als Kanzlerkandidat hatten in einer Sitzung bis spät in der Nacht schließlich 31 von 46 CDU-Bundesvorstands-Mitgliedern ausgesprochen. "Ich akzeptiere das, und ich respektiere das", sagte Söder. Er werde den Wahlkampf wie die CSU ohne Groll aktiv unterstützen. Er wünsche Armin Laschet viel Erfolg für die schwierige Aufgabe.

Damit wird es in Deutschland zu einem Dreikampf um das Bundeskanzleramt kommen. Bündnis 90/Die Grünen hatten am Montag Grünenchefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin nominiert - erstmals in ihrer Parteigeschichte gehen die Grünen damit mit einem Kandidaten bzw. einer Kandidatin fürs Kanzleramt ins Rennen. Für die SPD tritt der jetzige Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz als Kanzlerkandidat an. (fhob)

 
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77 Kommentare
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  • 6
    1
    Maschinenbauer
    20.04.2021

    @ Bautzemann: Ich hoffe nicht!
    Denn dann würde der Geist der Leute, die wir ´89 vom Hof gejagt haben, wieder einkehren!

  • 7
    0
    Bautzemann
    20.04.2021

    Mal schauen ob der 3. Anlauf ein Erfolg wird. Meinungsfreiheit und Demokratie ist in Wahlkampfzeiten besonders wichtig. Nun ist es passiert. Söder hat aufgegeben. Ob das Duell den demokratischen Regularien unserer Demokratie entsprochen hat sollten die zwei Kontrahenten selbst bewerten. Eines scheint fest zu stehen, der Kurs von Merkel wird mit Laschet fortgesetzt. Ein Richtungswechsel nach rechts ist nicht zu erwarten. Die Politik des Aussitzens, der Nichtwahrnehmung des Souveräns wird weiter geführt. Die CDU wird schweren Zeiten entgegen gehen, wenn nicht die schwersten seit ihres Bestehens. Zwischen den Berufspolitikern der CDU und der CDU- Basis tun sich immer mehr tiefe Gräben auf, die zu schließen 5 Monate vor der Wahl unmöglich erscheint. Eine Politik des "Weiter so" mit Laschet wird auf den Wahlscheinen wohl nicht die notwendigen Kreuze erscheinen lassen. Nutznießer wird wohl Annalena Baerbock werden, deren Sympathiewerte sprunghaft steigen. Ist Rot-Grün-Rot schon greifbar?

  • 5
    0
    HEIMAT2021
    20.04.2021

    @Deluxe
    Das sehe ich auch so. Wenn mir schon jemand "suggeriert, ich kann alles" und ist unter 1,80 da frage ich mich schon... Sorry meine Lebenserfahrung.. Und sein ewiges NRW gelobe mit Gesundheits- und Innenminister welche eigentlich mal ueber ihren Ruhestand etc nachdenken sollten ist fuer mich viel fraglich fuer die Zukunft Gestaltung in Deutschland und die Aussen-wirkung in der Welt...

  • 8
    0
    klapa
    20.04.2021

    Damit hat der CDU-Bundesvorstand eindeutig gegen die CDU-Basis entschieden, die, wenn man den Medien glauben soll, in ihrer Mehrheit zu Söder als Kanzlerkandidat tendierten.

    Wie sich diese Entscheidung gegen die Basis auf den Wahlkampf der CDU/CSU auswirken wird, bleibt abzuwarten.

    Meiner Ansicht nach nur negativ.

  • 10
    1
    Deluxe
    20.04.2021

    Als Frau Merkel anno 2002 dem Herrn Stoiber den Vortritt ließ (nach einem gemeinsamen Frühstück in Wolfratshausen), verlor die CDU die Wahl haushoch und Schröder blieb Kanzler.

    Jetzt läßt Söder Laschet den Vortritt. Mal sehen, was passiert. Im Osten jedenfalls wird Laschet nicht punkten können.

  • 12
    1
    Maschinenbauer
    20.04.2021

    Naja, wenn es sich die CDU/CSU leisten kann, vorgezogene Wahlgeschenke an die FDP und AFD abzugeben. Mit Herrn Laschet werden massiv Stimmen fehlen. Da hätten die auch gleich bei der Frau aus dem Saarland bleiben können. AKK lag auch nicht schlechter als Herr Laschet bei den Meinungsumfragen.

  • 13
    7
    HEIMAT2021
    20.04.2021

    Somit hat sich fuer viele die Wahl der CDU erledigt. Lt Herrn Laschet sind "Volksstimmen/Stimmungen" eh nur Schall und Rauch. Er kann es ja, wie er sagte und es wird sich zeigen. Mit Krampf und nächtlicher Eroberung kam er halt zum Ziel und konnte nicht verlieren. Wir werden sehen wie Deutschland sich entwickelt, ich fuer mich hoffe das meine Ahnung nicht zutrifft....