Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. (Archivbild)
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. (Archivbild) Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
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Netanjahu: Israel vor Gefahr atomarer Auslöschung gerettet

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In Israel wird die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran von vielen als Misserfolg kritisiert. Der israelische Regierungschef spricht dagegen von wichtigen Erfolgen im Iran-Krieg.

Jerusalem.

Die Kriege gegen den Iran haben nach Darstellung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine unmittelbar drohende Bewaffnung Teherans mit Nuklearwaffen verhindert. "Wir haben den Staat Israel vor der Bedrohung einer atomaren Auslöschung gerettet", sagte Netanjahu. Der Iran sei vor dem Krieg im Juni vergangenen Jahres in Richtung einer atomaren Aufrüstung "galoppiert". 

Ohne die massiven Angriffe gemeinsam mit den USA "hätte der Iran schon Atombomben", sagte der israelische Regierungschef. Millionen von Israelis hätten sich in einem solchen Fall in tödlicher Gefahr befunden. Diese Bedrohung sei "um Jahre" aufgeschoben worden. Teheran hat immer wieder betont, keine Atomwaffen anzustreben, sein Nuklearprogramm diene nur zivilen Zwecken. 

Netanjahu bekräftigte, er werde eine nukleare Aufrüstung Teherans niemals dulden. "Mit Abkommen oder ohne Abkommen - der Iran wird keine Atomwaffen haben", sagte er. "Solange ich Israels Ministerpräsident bin, wird dies nicht geschehen." Der Kampf gegen den Iran und seine Verbündeten in der Region sei nicht abgeschlossen, erklärte er. Israels Armee werde in "Sicherheitszonen" im Gazastreifen, im Südlibanon und in Syrien bleiben, "solange wie nötig". 

Netanjahu mit Trump "nicht immer einer Meinung"

Zu Berichten über Streit mit US-Präsident Donald Trump sagte Netanjahu, dass beide nicht immer einer Meinung seien. "Ich bin für Israels sicherheitspolitische Interessen verantwortlich", sagte er. 

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges verständigt. Die Unterzeichnung ist für Freitag in der Schweiz geplant. Das Abkommen sieht unter anderem eine Verlängerung der Waffenruhe und die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. Über den genauen Inhalt der Vereinbarung, die nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance bereits digital unterzeichnet wurde, ist aber vieles bislang nicht bekannt. "Wir wissen noch nicht, wie das Abkommen aussehen wird", sagte Netanjahu. 

In Israel wurde die Einigung vor allem von der Opposition als Misserfolg und Kapitulation gegenüber dem Iran kritisiert. (dpa)

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