Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott.
Christina Block und ihr Anwalt Ingo Bott. Bild: Daniel Bockwoldt/dpa / Pool/dpa
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Mutmaßlicher Block-Kidnapper: Es tat mir leid für die Kinder

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Eine israelische Sicherheitsfirma soll die Block-Kinder im Auftrag ihrer Mutter entführt haben. Der Chef ist als Zeuge eine Schlüsselfigur in dem Prozess. Trugen die mutmaßlichen Entführer Waffen?

Hamburg.

Im Block-Prozess hat der Chef der mutmaßlichen Entführer die Reaktion der Kinder bei der Rückholaktion geschildert. "Die Kinder haben geweint, sie waren geschockt und sehr unglücklich", sagte der Zeuge aus Israel bei der Fortsetzung seiner Befragung vor dem Landgericht Hamburg. "Es tat mir sehr leid für sie."

Der zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren in der Silvesternacht 2023/24 in ein Auto gezerrt worden. Er habe seinem Team vor der Tat die Anweisung gegeben, "jegliche Gewalt zu minimieren", es so "menschlich" wie möglich auszuführen. Auf die Frage der Nebenklage, ob die Männer Waffen getragen hätten, antwortete der Zeuge: "Niemals." Der 68-Jährige hatte für seine Aussage in Deutschland sicheres Geleit bekommen.

Der angeklagten Unternehmerin Christina Block (53) wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in Dänemark erteilt zu haben. Die 53-Jährige bestreitet das.

"Mandantin ist sehr angeschlagen"

Blocks Anwalt merkte beim Auftakt des Prozesstages an: "Meine Mandantin ist sehr angeschlagen heute." Sie habe am Wochenende erfahren, dass ihre inzwischen 15-jährige Tochter in Hamburg sei und mit einer Tante Kontakt hatte. Das habe sie sehr mitgenommen.

Der Rückholaktion vorausgegangen war ein erbitterter Sorgerechtsstreit. Blocks Ex-Mann Stephan Hensel hatte die beiden jüngsten Kinder nach einem Wochenendbesuch im August 2021 in Dänemark nicht zurück nach Hamburg gebracht. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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