Ein Betrug mit Photovoltaikanlagen beschäftigt die Justiz. (Archivbild)
Ein Betrug mit Photovoltaikanlagen beschäftigt die Justiz. (Archivbild) Bild: Robert Michael/dpa
Sachsen
Anklage wegen Betrugs mit Photovoltaik-Anlagen

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Schaden in Millionenhöhe: Kunden zahlten für Solaranlagen - doch der Netzanschluss blieb aus. Warum die Staatsanwaltschaft von einem Betrug ausgeht.

Dresden.

Wegen eines millionenschweren Betrugs mit Photovoltaik-Anlagen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Verantwortliche einer Dresdner Firma erhoben. Es handele sich um die 61 Jahre alte Geschäftsführerin und den 64 Jahre alte Prokuristen des Unternehmens, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ihnen werde Betrug in 41 Fällen vorgeworfen. Dabei sei den Opfern ein Schaden von mehr als zwölf Millionen Euro entstanden.

Die Firma habe bundesweit schlüsselfertige Photovoltaik-Anlagen zu einem Festpreis angeboten. "Dabei war im Angebot unter anderem die Dachsanierung, der Bau der Anlage, der Trassenbau zur Einspeisung ins Netz und die Anmeldung bei den jeweiligen Netzbetreibern mit umfasst", hieß es. Die Kunden leisteten "erhebliche Anzahlungen". Der Netzanschluss sei jedoch bei allen Projekten nicht erfolgt. 

Die Staatsanwaltschaft hat die Frau und den Mann wegen Betrugs im besonders schweren Fall angeklagt. Der 64-Jährige sei einschlägig vorbestraft und sitze in U-Haft. Die 61-Jährige sei auf freiem Fuß. Die Beschuldigten hätten die Vorwürfe bestritten. Das Landgericht Dresden muss noch über die Zulassung der Anklage entscheiden. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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