Betrüger ergaunern hohe Geldbeträge von Erzgebirgern

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Hohe Renditen durch Bitcoin-Handel, Updates beim Online-Banking und eine überlastete Bank - mit verschiedenen Maschen sind Erzgebirger um ihr Erspartes gebracht worden.

Unbekannten ist es mit falschen Versprechungen am Telefon Telefon sowie per E-Mail gelungen, von drei Erzgebirgern hohe Geldbeträge zu ergaunern. Durch einen Schockanruf gelangten Betrüger zudem an mehrere tausend Euro.

Um knapp 10.000 Euro brachten die Betrüger einen Mann aus Lauter-Bernsbach. Der 68-Jährige hatte am Dienstag eine E-Mail von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter erhalten und bestätigt. Am nächsten Tag überredete der mutmaßliche Betrüger bei einem Telefonat den Mann, wegen eines Updates mehrere Eingaben auf dem TAN-Generator zu tätigen. Nach dem Telefongespräch hatte der 68-Jährige keinen Zugriff mehr auf sein Online-Banking. Später stellte er fest, dass knapp 10.000 Euro abgebucht worden waren.

In Schneeberg wurde ein 61-Jähriger Opfer einer mutmaßlichen Scheinfirma, die hohe Rendite durch Bitcoin-Handel versprach. Nach mehreren Telefonaten überzeugten die vermeintlichen Mitarbeiter den Mann vom Geschäft. Seit April 2021 wurden mehrere tausend Euro vom Konto des Schneebergers überwiesen. Seither ist die Firma nicht mehr erreichbar.

Eine Festgeldanalage von mehreren tausend Euro hat ein 70-Jähriger aus Oelsnitz/Erz. im Dezember 2020 bei einer vermeintlichen Finanzverwaltungsfirma hinterlegt und auf ein Konto überwiesen. Unmittelbar darauf erfolgte eine Umbuchung auf ein anderes Konto, was eine vermeintliche Mitarbeiterin mit einer Überlastung der Bank begründete. Aufgrund dieser merkwürdigen Umstände beantragte der 70-Jährige eine Auszahlung der Anlage, die seitdem nicht erfolgt ist. Alle Kontaktaufnahmeversuche blieben ergebnislos. Der Mann erstattete nun Anzeige.

Am Freitag meldete sich eine 71-jährige Frau aus Auerbach bei der Polizei. Sie sei am Donnerstag von vermeintlichen Kriminalpolizisten angerufen und in der Folge persönlich aufgesucht worden war. Die falschen Beamten hatten der Seniorin erzählt, dass ein Familienmitglied einen schweren Unfall verursacht hätte und zur Abwendung einer Freiheitsstrafe mehrere tausend Euro Kaution gezahlt werden müssten. Schließlich übergab die Seniorin einen fünfstelligen Bargeldbetrag an die unbekannten Betrüger. (sane)

30 Tage für 22,49€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 22,49€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 22,49 €