Regionale Nachrichten und News mit der Pressekarte
Sie haben kein
gültiges Abo.
Regionale Nachrichten und News
Schließen

Bleibt Sachsen von Dauerregen verschont? Welche Gefahr der Wetterdienst stattdessen heraufziehen sieht

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Der meiste Regen am Wochenende fällt wohl außerhalb des Freistaats. In Sachsen drohen statt großflächigem Regen nun lokal begrenzte Gewitter. Die können dennoch Zerstörungspotenzial entwickeln.

Chemnitz/Zwickau/Plauen.

Bei der bevorstehenden Hochwasserlage in Süd- und Ostdeutschland zeichnet sich für Sachsen eine leichte Entspannung ab: Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitagvormittag eine Unwetter-Vorwarnung vor ergiebigem Dauerregen für Sachsen zurückgezogen. Stattdessen wird nun für den südlichen Teil des Freistaats nur noch vor einer „markanten“ Wetterlage gewarnt.

Allerdings heißt das wohl nicht, dass die Feuerwehren und Katastrophenschützer nun ihre Vorbereitungen auf mögliche Hochwasser-Einsätze abbrechen können. Quasi zeitgleich mit der Aufhebung der einen Vorwarnung ist eine neue inkraft getreten. Statt großflächiger Überschwemmungen sieht der Deutsche Wetterdienst nun die Gefahr von Gewittern, die sich örtlich durchaus zu Unwettern auswachsen und Sturzfluten auslösen können. Der Deutsche Wetterdienst spricht von regional 30 bis 60 Litern Regen pro Quadratmeter, die innerhalb weniger Stunden zusammenkommen könnten. „Da momentan noch größere Unsicherheiten bestehen, wird eine Aktualisierung bei Bedarf erfolgen.“

Die neue Vorwarnung gilt für Samstag von 12 Uhr mittags bis Mitternacht. Kleinere Teile des Freistaats sind davon ausgenommen, so das Bergland des Landkreises Mittelsachsen, der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Stadt Dresden.

Sachsenweit hatten sich Einsatzkräfte und Katastrophenschützer seit Tagen auf die für das Wochenende vorgesagte Extremwetterlage vorbereitet. Zahlreiche Veranstaltungen sind abgesagt worden. Am Freitagmorgen zeigten Wettermodelle, dass das befürchtete großflächige Hochwasser nun aber zumindest um Sachsen einen Bogen machen könnte.

„Ab Freitagabend bis zum Samstagmittag länger anhaltender Regen, teils gewittrig durchsetzt“, prognostiziert der DWD am Freitagvormittag für den Freistaat. In 12 bis 18 Stunden könnten somit 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Ab Samstagmittag bis in die Nacht zum Sonntag folgen dann gebietsweise Gewitter mit teils heftigem Starkregen zwischen 20 und 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Die werden begleitet von Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde sowie kleinkörnigem Hagel, erklären die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes. Überflutungen sind demnach eher lokal möglich. „Bei wiederholt über die gleichen Orte ziehenden Gewittern sind eng begrenzt zusammengefasst dort Regenmengen um 80 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden möglich.“

Der Schwerpunkt der Regenfälle wird mittlerweile aber außerhalb Sachsens verortet. „Morgen sind vom südlichen Brandenburg über Thüringen bis nach Franken teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Überflutungen möglich“, hieß es in einer Einschätzung des Wetterdienstes Kachelmannwetter von Freitagmorgen bei Twitter/X. „Nach einer flächigen Dauerregenlage mit Hochwasser bis hin zu den größeren Flüssen sieht es in Mitteldeutschland aber nicht aus.“

Für Chemnitz werden laut wetter.net für Samstag mittlerweile insgesamt knapp 20 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, für Freitag und Sonntag jeweils deutlich weniger. Für Plauen wird bei wetter.net für Samstag aber mit 48 Liter pro Quadratmeter schon deutlich mehr Regen vorhergesagt. Beide Werte sanken innerhalb des Vormittags. Auf der Seite des Hochwasserlagezentrums Sachsens sind nach wie vor am Donnerstagnachmittag herausgegebene Hochwasserwarnungen für die Flussgebiete der Mulde und der Oberen Weißen Elster aktiv.

Für andere Gegenden wurden die Prognosen über Nacht dagegen deutlich verschärft. So werden laut Kachelmannwetter.com etwa in der Schwäbischen Alb, in Schwaben und im Allgäu übers Wochenende 150 Liter Regen pro Quadratmeter und teilweise sogar mehr erwartet.

Für Sachsen dagegen sehen die Meteorologen eher keinen Dauerregen. „Die großen Flüsse können auch noch einiges ab“, hieß es am Freitagmorgen im Livestream von Kachelmannwetter bei Youtube. „Die Gefahr, die besteht, sind diese Gewitter, die teilweise mehrstündig über eine Region hinwegziehen können“, so der Meteorologe. Da seien große Mengen Niederschlag in kurzer Zeit drin, je nach Wettermodell auch in Sachsen und Thüringen. (fhob)

 
Icon zum AppStore
Sie lesen gerade auf die zweitbeste Art!
  • Mehr Lesekomfort auch für unterwegs
  • E-Paper und News in einer App
  • Push-Nachrichten über den Tag hinweg
  • Sie brauchen Hilfe? Hier klicken
Nein Danke. Weiter in dieser Ansicht.

Das könnte Sie auch interessieren