Jan Vogler hat bei den diesjährigen Dresdner Musikfestspielen Cello-Kolleginnen und -Kollegen aus aller Welt zu einer "Cellomania" eingeladen. (Archivbild)
Jan Vogler hat bei den diesjährigen Dresdner Musikfestspielen Cello-Kolleginnen und -Kollegen aus aller Welt zu einer "Cellomania" eingeladen. (Archivbild) Bild: Robert Michael/dpa
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"Cellomania" bei Dresdner Musikfestspielen begeistert Fans

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Von Bach bis Beatles: Bei der "Langen Nacht des Cellos" feiern Stars und Talente. Es gibt Überraschungen und viele Gänsehautmomente.

Dresden.

Die Dresdner Musikfestspiele haben bei einer "Langen Nacht des Cellos" Stars der Klassikszene und aussichtsreiche Talente aus aller Welt präsentiert. Inklusive zweier Pausen spielten sich die Musikerinnen und Musiker in diversen Besetzungen mehr als viereinhalb Stunden quer durch die Cello-Literatur von Antonio Vivaldi, Luigi Boccherini und Johann Sebastian Bach über Robert Schumann und Sergej Rachmaninow bis hin zu Freddie Mercury und den Beatles. Am Ende wurden die Interpreten wie Popstars gefeiert. 

25 Werke und zwei Überraschungen im Programm

Auch das NFM Leopoldinum Orchestra unter Leitung von Alexander Sitkovetsky und der französische Pianist Julien Quentin wirkten an dem Mammut-Konzert mit und bekamen viel Beifall. Festspiel-Intendant Jan Vogler hatte 25 Werke und zwei "Überraschungen" im Programmheft angekündigt. Mit "Pools of Collectiv Memory" - einem Auftragswerk der Stiftung Kunst und Musik für Dresden - der US-Amerikanerin Hannah Ishizaki - war auch eine Uraufführung dabei.

"Yesterday" als Zugabe 

Bei der ersten Überraschung griff Vogler selbst zum Instrument und würdigte den 2024 gestorbenen brasilianischen Cellisten Antonio Meneses mit einem Stück aus "Don Quijote" von Richard Strauss. Die zweite Überraschung blieb einem Satz aus einer Bach-Suite vorbehalten - interpretiert vom Schweizer Christian Poltéra. Schließlich könne eine solche Nacht nicht ohne Bach auskommen, meinte Vogler. Zum Finale harmonierten alle 16 Solistinnen und Solisten bei "Yesterday" von den Beatles.

Die "Lange Nacht" vereinte zahlreiche Preisträger internationaler Cello-Wettbewerbe, darunter die Südkoreanerin Hayoung Choi, die Kanadierin Luka Coetzee, Alisa Weilerstein und Zlatomir Fung aus den USA, die Chinesin Lila, den Franzosen Edgar Moreau und die Finnin Senja Rummukainen. Deutschland war mit Marie-Elisabeth Hecker, Friederike Herold, Daniel Müller-Schott und Jan Vogler vertreten. Sie alle hatten ihre Cellos legendärer Instrumentenbauer wie Giuseppe Cuarneri, Antonio Stradivari oder Domenico Montagnana dabei. 

Die Dresdner Musikfestspiele stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Leichtigkeit des Seins" und gehen noch bis 14. Juni. Als "Festival im Festival" bietet Vogler zum dritten Mal die "Cellomania", als deren Höhepunkt die "Lange Nacht des Cellos" ausgewiesen war. Insgesamt sind bei den Musikfestspielen 30 renommierte Cellistinnen und Cellisten zu Gast. (dpa)

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