Corona in Sachsen: Teilweise Inzidenz über 1000 in den Kommunen

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Das Infektionsgeschehen hat deutlich zugenommen. Die Hotspots liegen längst nicht mehr nur in Mittelsachsen.

Dresden. Neue Corona-Infektionen haben die Inzidenz in Sachsens Kommunen in den vergangenen sieben Tagen spürbar steigen lassen. Das geht aus Daten hervor, die das Land Sachsen am Dienstag veröffentlicht hat.

Inzidenz von mindestens 800 in den zehn meistbetroffenen Orten

Demnach liegt die Inzidenz in den aktuell zehn am meisten betroffenen Städten und Gemeinden in Sachsen bei mindestens 800. Zwei von ihnen weisen sogar vierstellige Werte auf. In Königshain-Wiederau in Mittelsachsen haben 39 Infektionen die Inzidenz in den vergangenen sieben Tagen auf 1511 steigen lassen. In Glashütte (Landkreis Sächsische Schweiz) liegt der Wert bei 1037. Dort wurden zuletzt 70 neue Corona-Fälle gezählt.

Nachdem vor einer Woche vor allem mittelsächsische Kommunen besonders von Corona betroffen waren, finden sich in der Übersicht für Sachsen nun auch Orte aus anderen Kreisen mit hohen Werten wieder. Dazu zählen Räckelwitz im Landkreis Bautzen (Inzidenz 884), Elsnig (Nordsachsen/860), aber auch Gornsdorf (Erzgebirgskreis/846).

Anzahl der Kommunen über Inzidenz von 500 verdreifacht

Insgesamt weisen derzeit 39 Kommunen Inzidenzen von mehr als 500 aus. Diese Anzahl verdreifachte sich binnen einer Woche. 191 liegen bei Werten über 200. Zum Vergleich: Vor einer Woche lag der Wert bei 103. Die Anzahl der Kommunen mit einer Inzidenz von 0 wiederum sank unterdessen - von 53 vor einer Woche auf aktuell 34.

Sachsens hat bundesweit zweithöchste Inzidenz

Der Freistaat verzeichnete zwischen Montag und Dienstag laut Angaben des Robert-Koch-Instituts 494 neue Infektionen. Die Inzidenz betrug damit 191,7. Das ist der bundesweit zweithöchste Wert im Ländervergleich. Der aktuelle Höchstwert wird für Thüringen ausgegeben: 235,7. Der bundesweite Durchschnitt beträgt 113.

In den Krankenhäusern in Sachsen wurden Stand Montag 595 Menschen wegen einer Corona-Infektion behandelt. 134 lagen auf der Intensivstation.

Freistaat beim Impfen immer noch Schlusslicht

Nach wie vor ist Sachsen bei den Corona-Impfungen bundesweites Schlusslicht. 56,4 Prozent der impffähigen Bevölkerung waren zuletzt vollständig geimpft. Der große Abstand zu den beiden vorletzten Bundesländern Thüringen und Brandenburg (je 60,3 bzw. 60 Prozent) blieb bestehen. Bundesweit am häufigsten geimpft waren die Bremer - dort sind derzeit 77,7 Prozent der Bevölkerung zweimal geimpft. (fp)

Klicken Sie in der unten stehenden Übersicht auf den Eintrag "Kommunale Coronadaten", um die aktuellen Inzidenzen und Infektionszahlen aus den Städten und Gemeinden in Sachsen zu erfahren.

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