Evangelische Kirche nimmt Rücktritt von Landesbischof Rentzing an

Carsten Rentzings Nachfolger soll in vier Monaten gewählt werden. Die Kirchenleitung will weitere Konsequenzen ziehen.

Dresden.

Die Evangelische Landeskirche Sachsen hat den Rücktritt von Landesbischof Carsten Rentzing angenommen. Diesen Beschluss traf die Kirchenleitung am Montag. Rentzings Rücktritt wird zum 31. Oktober wirksam. Ein Nachfolger soll am 29. Februar und am 1. März 2020 gewählt werden.

Die Kirchenleitung, ein 18-köpfiges Gremium aus Vertretern von Synode - dem Kirchenparlament - und Landeskirchenamt als oberste Verwaltungsbehörde, war am Nachmittag zu einer Beratung zusammengetreten. Die Mitglieder hatten sich dabei auch mit einer erneuten Erklärung Rentzings befasst, die die Kirche im Anschluss veröffentlichte. Darin schreibt Rentzing, dass sein Rücktritt seine "eigene, freie Entscheidung" gewesen sei und er nicht unter Druck gesetzt wurde. Es falle ihm leicht, sich von dem zu distanzieren, was in seinem "früheren Leben" dem Geist des Evangeliums widersprach, "da ich dies bereits vor über 25 Jahren gegenüber meinem Beichtvater getan habe". Versuche der "politischen Instrumentalisierung" weise er entschieden zurück.

Rentzing hatte am 11. Oktober überraschend sein Amt als Landesbischof zur Verfügung gestellt. Er wollte so Schaden von der Kirche abwenden, hieß es in einer Erklärung. Vorausgegangen waren Berichte über Rentzings Mitgliedschaft in einer schlagenden Studentenverbindung und ein Auftritt bei einer Institution der Neuen Rechten 2013 in Berlin. Einen Tag nach dem Rücktritt wurden Schriften Rentzings aus den Jahren 1989 bis 1992 bekannt, die das Landeskirchenamt als "demokratiefeindlich" und "unvertretbar" einstufte.

Während Kritiker in einer Online-Petition mit inzwischen rund 1200 Unterstützern eine Distanzierung Rentzings von rechtsextremem Gedankengut fordern, formierten sich auch Rentzing-Unterstützer. Bis Montagnachmittag hatten mehr als 19.000 Personen eine Petition für den Verbleib Rentzings im Amt unterzeichnet. Am Abend versammelten sich rund 150 Anhänger zu einer Mahnwache für den Bischof vor dem Landeskirchenamt.

Die Landeskirche will darüber beraten, welche Schlussfolgerungen sie aus der Debatte zieht. Am 2. November werde eine erweiterte Präsidiumssitzung über zwei Fragen diskutieren, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Kirchenleitung Otto Guse: "Wie gehen wir in Zukunft mit der medialen Präsenz von Personen um? Sprich: Ist eine Petition ein geeignetes Mittel, Personalfragen zu klären?" Zudem müsse man klären, wie man mit der Frage umgehe, was "rechtsextrem sei und was ein wertkonservativer Christ". Man wolle beraten, "inwieweit die Bergpredigt zum Beispiel als Prüfstein genutzt werden kann". Man müsse "klare Abgrenzungen" schaffen. Die Vergangenheit neuer Bischofskandidaten werde man durchleuchten, "soweit uns das möglich ist".

Die Kirchenleitung dankte Rentzing für "großes Engagement". Guse bedauerte den Rücktritt und nannte den Bischof einen "wunderbaren Geistlichen".

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 10 Bewertungen
30Kommentare
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  • 2
    3
    Haju
    23.10.2019

    @SimpleMan
    "Denn zur Sache habe ich von Ihnen nichts dazu gelesen."//
    Nun zu den Fakten Ich habe hier sechs Kommentare veröffentlichen können und dabei 29:29 Bewertungen erhalten. Ein früherer Artikel, bei dem ich mich insbesonder mit @Distelblüte unterhalten habe, wude leider wieder gelöscht.
    Angriffe allein auf die Person (Sie inbegriffen), wie es bei Linksaußen notorisch ist, blieben dabei aus.
    "Aber Ihnen scheint wichtiger zu sein, "//
    Behaupten, ohne belegen zu können - eine typische Methode von Linksaußen zur Diskreditierung.
    "Ich hatte Sie gefragt, "//
    Und ich habe Ihnen hinreichend geantwortet. Für Sie noch simpler: Ich befasse mich nicht mit Texten, die eventuell von einem ÖR-Journalisten AUSZUGSWEISE behandelt wurden, welche vom Autor schon vor Jahrzehnten widerrufen wurden. Mir geht es ums Prinzip und dabei ist mir das Engagement anderer Kräfte (auf die @Jemand und @cn3boj00 spekulativ eingehen und als "Beweis" heranziehen - gleichfalls eine Methode von Linksaußen) egal.

  • 2
    0
    Jemand
    23.10.2019

    cn3boj00: "Aber man muss es natürlich erwarten, wenn sich AfD-Politiker zu dem Thema engagieren, nur weil Rentzing - völlig unabhängig davon - sehr nationalkonservative Gedanken vertreten hat,"

    Natürlich engagieren sich Politiker da, wo ihre Ansichten geteilt werden. Und Religion hat sich da schon immer sehr sehr gut geeignet.

    „Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich.“

    /

  • 7
    3
    cn3boj00
    22.10.2019

    Ich kann nicht nachvollziehen, wieso von rechtsaußen dazu eine politische Diskussion entfacht wird. Aber man muss es natürlich erwarten, wenn sich AfD-Politiker zu dem Thema engagieren, nur weil Rentzing - völlig unabhängig davon - sehr nationalkonservative Gedanken vertreten hat, von denen er sich nicht distanzieren will, oder wo seine Worte nicht zu seinem Handeln passen.
    Herr Rentzing darf dabei Ansichten vertreten, die er für richtig hält. Das ist doch nicht das Problem - und anders als in der DDR - wird er dafür weder eingesperrt noch verfolgt.
    Aber als Landesbischof repräsentiert er die evangelische Kirche, der man genau so wenig Vorschriften machen kann. Und wenn es Differenzen gibt, die unüberbrückbar scheinen, ist das was passiert folgerichtig. Auch einen Firmenvorstand würde man entfernen, wenn dessen Ansichten nicht zu denen der Firma passen. Das hat nichts mit Politik oder Verfolgung zu tun.
    Schließlich hat Rentzing selbst seinen Rücktritt angeboten, und das Präsidium hat es sich offenbar auch nicht leicht gemacht. Dass dann diese Entscheidung gefallen ist ist eine innerkirchliche Angelegenheit.
    Das daraus ein Politikum gemacht wird ist eine gezielte Provokation, mit der weiter nationalkonservative Stimmung gemacht wird, die von Rechtsaußen für eigene Interessen missbraucht wird.

  • 6
    3
    SimpleMan
    22.10.2019

    @Haju " ... erst mal nach Weltanschauung, Wahlverhalten, verjährte Jugendsünden schauen und dann ad personam diskutieren! ..." Ich hatte Sie gefragt, ob Sie sich mit den Veröffentlichungen und Schriften von Herrn Rentzing befasst haben. Weil nur diese können die Grundlage einer Beurteilung sein, neben den Verhalten von Herrn Rentzing. Aber Ihnen scheint wichtiger zu sein, die Kritiker von Herrn Rentzing nach Ihrer politischen oder scheinbaren politischen Anschauung zu beurteilen, als sich damit auseinanderzusetzen, was Herr Rentzing geschrieben und gemacht hat. Denn zur Sache habe ich von Ihnen nichts dazu gelesen.

  • 2
    5
    Haju
    22.10.2019

    @Simple Man
    "Man sollte schon wissen, wen man verteidigt."//
    Genau derartiges nenne ich SED-Erbe bzw. Erbe der 68er: erst mal nach Weltanschauung, Wahlverhalten, verjährte Jugendsünden schauen und dann ad personam diskutieren!
    "Das Zitat „Ich missbillige, was du sagst, aber würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen“ wird oft fälschlicherweise Voltaire zugeschrieben. Tatsächlich stammt die Formulierung von S. G. Tallentyre (1868 – 1956), [33] die damit aber nur eine Einstellung Voltaires charakterisiert und kein Zitat angegeben hatte.[34]" (wiki)
    Dieses Zitat wird/ wurde sogar Friedrich dem Großen in den Mund gelegt (ich sah es auf einer Postkarte).
    Voltaire wiederum war Wegbereiter der Aufklärung, der sogenannten „Fürstenerziehung“ also. Sie können sich jetzt sicher vorstellen, wie reaktionär ich die linke Bewegung, insbesondere die linken Fürsten des vorigen Jahrhunderts halte.

  • 2
    3
    Distelblüte
    22.10.2019

    @Haju: Soweit ich das beurteilen kann, ist Arnd Henze als Journalist neben anderen Tehmen auch mit dem Schwerpunktthema Kirche befasst. Er veröffentlichte im Frühjar 2019 dazu "Kann Kirche Demokratie? Wir Protestanten im Stresstest" im Herder Verlag.

  • 1
    1
    Haju
    22.10.2019

    @Distelblüte
    Hat Herr Henze von (im Auftrag) der ARD selbst (mit Team) recherchiert und/ oder besteht Quellenschutz? Hat er die faktische Eigenlöschung schon vor Jahrzehnten durch Rentzing nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern davon berichtet?

  • 3
    2
    SimpleMan
    22.10.2019

    @Haju "Wenn es um Prinzipielles geht, interessiert mich nicht ..." Finde ich schwierig. Man sollte schon wissen, wen man verteidigt.

  • 5
    3
    Distelblüte
    22.10.2019

    @thomboy: "Das Herr Mohl zufällig in der AfD ist..."
    zufällig ist das wohl nicht. Herr von Mohl ist aber auch gleichzeitig in der Sächsischen Bekenntnisinitiative, die ebenfalls zur Mahnwache aufgerufen hat.
    Und hier findet sich mit ihm eine der Schnittstellen zwischen extrem kenservativen christlichen Gruppierungen, die für sich in Anspruch nehmen, besonders bibeltreu zu sein, und der afd.
    Wie die Bekenntnisinitiative diesen Spagat bewältigt, weiß ich nicht.

  • 4
    3
    Distelblüte
    22.10.2019

    @Haju: Sie fragen "Wer fand eigentlich wo die Veröffentlichungen Rentzings von vor 30 Jahren und zu welchem eigentlichen Zweck?"
    Dazu empfehle ich diesen bericht von Arnd Henze von tagesschau.de. Er hat sich die "Fragmente"-Texte angeschaut und den Artikel geschrieben.
    https://www.tagesschau.de/investigativ/bischof-rentzing-101.html

  • 3
    5
    Haju
    22.10.2019

    @ChWtr
    "Atmen Sie tief durch, @Haju."//
    Ja, das muß ich in der Tat manchmal. Z.B. gestern, als ich woanders über den notorischen linken Antisemitismus lesen mußte. (Juden haben faktisch den Kapitalismus erfunden und am Kaiser-Wilhelm-Institut gab es sogar mal ca. ein Dutzend lebender jüdischer Nobelpreisträger zu gleichen Zeit; das ist alles schröcklich für hinsichtlich der Menschwerdung esoterisch denkende Kreationisten).

  • 5
    4
    Haju
    22.10.2019

    @SimpleMan
    Wenn es um Prinzipielles geht, interessiert mich nicht einmal ein Loblied auf SED und Honecker in der Einleitung einer Dissertation (war Kür, keine Pflicht).
    Kennen Sie eigentlich mein Geschwätz* vom 18.10.2019 in einem komplett gelöschten Artikel von diesem Tag?
    * finde ich immer noch gut, aber wie gesagt nicht mehr in einer Veröffentlichung. Wer fand eigentlich wo die Veröffentlichungen Rentzings von vor 30 Jahren und zu welchem eigentlichen Zweck?

  • 1
    7
    gelöschter Nutzer
    22.10.2019

    Distel...: Das Herr Mohl zufällig in der AfD ist heißt ja nicht Das er im Namen der AfD Auftritt. Selbstverständlich würde ein Mitglied der Grünen nicht so eine Mahnwache initiieren. Die afd "Vereinnahmt" ihn also nicht sondern die Problematik ist natürlich eher eine Problematik bürgerlichen Parteien.

  • 5
    3
    SimpleMan
    22.10.2019

    @Haju Kennen Sie eigentlich den Inhalt der Schriften und Veröffentlichungen von Herrn Rentzing?

  • 7
    6
    ChWtr
    22.10.2019

    Atmen Sie tief durch, @Haju.

  • 8
    8
    Haju
    22.10.2019

    @Hankman
    "Rentzing hatte auch in jüngerer Zeit Kontakte zur sogenannten Neuen Rechten, etwa zur "Bibliothek des Konservatismus". Kritiker haben von Rentzing eine klare Distanzierung von diesem Gedankengut gefordert (also nicht vom Konservatismus, sondern von der Ideologie der Neuen Rechten)."//
    Ich kenne die "Bibliothek des Konservatismus nicht, aber diese neueren Kontakte sind wohl kein Anlaß zum Einreichen/ Annahme des Rücktritts. -
    Allgemein und davon unabhängig ist einzuschätzen, daß es linksgrün mitten in der Demokratie gelungen ist, im Rahmen ihres angekündigten "Durchmarschs durch die Instanzen * " in der gesamten westlichen Welt den Konservatismus als zu verurteilend "rechts" und Schlimmeres zu denunzieren. Ein unerträgliches politisches Klima der Hysterie und Irrationalität wurde geschaffen. Der Zusammenbruch ist absehbar.
    * kirchliche Instanzen inbegriffen

  • 10
    6
    Haju
    22.10.2019

    @872889 u.a.
    Ihre Geschichtskenntnisse sind mangelhaft. Das Mittelalter dauerte 1000 Jahre, vom 4. bis zum 14.Jahrhundert an. Sie meinen sicherlich die Renaissance in welcher der Hexenwahn der Leicht- und Abergläubigen wütete, aber auch der bedeutendste Religionskritiker Deutschlands, Martin Luther, wirkte ohne daß er sich gegen den aufkeimenden Hexenwahn beider christlicher Kirchen ausgesprochen hätte - seine Thesen inbegriffen (siehe auch "Die Hexen von Salem").
    Der Wahn der bis heute andauernden verbal immer wieder geäußerten bis zu den Anfängen des Mittelalter zurückreichenden Sippenhaft insbesondere gegenüber der RKK ist dagegen vorsintflutlich.
    Die außerordentlich schweren Jugendsünden (bis ca. zum 25. Lebensjahr) des früheren katholischen Ministranten Joschka Fischer (u.v.a.) haben nie eine Rolle gespielt. Der gelungene "Durchmarsch durch die Instanzen" ist auch ohne eine Regierungsbeteiligung der Grünen immer mehr spürbar.

  • 10
    19
    FromtheWastelands
    21.10.2019

    Bliebe nur noch die Frage warum solch eine Gestalt, deren Vergangenheit und Aktivitäten bei seinen Vorgesetzten garantiert nicht unbekannt war, überhaupt in so eine Position kommen konnte.
    Wahrscheinlich hat man hier einen Problemfall aus Westberlin irgendwo in den Osten abgeschoben um ihn loszuwerden, wäre ja nichts neues.

  • 13
    11
    1371270
    21.10.2019

    Wenn ich nicht schon vor ein paar Jahren der ev. Kirche den Rücken gekehrt hätte, wäre dies jetzt der passende Moment. Leider geht das ja nur einmal - aber ich denke, andere kommen auch auf die Idee.

  • 16
    14
    Distelblüte
    21.10.2019

    @thomboy: Die "Mahnwache" heute in Dresden vor dem Landeskirchenamt wurde von Christoph von Mohl initiiert, und der ist - Überraschung - afd-Politiker. Diese Partei versucht aus allem Kapital zu schlagen, was ihr irgendwie Stimmen einbringen könnte.
    Dabei hat sie abgegessen.
    Herr Rentzing hat sich mit klaren Worten gegen jede Vereinnahmung aus jedweder politischen Richtiung ausgesprochen. Die Aussagen, die er vor 30 Jahren getätigt hat, tun ihm leid, und er distanziert sich ausdrücklich davon. So geht offener Umgang mit Schuld. Und jetzt sollte man ihm den Respekt erweisen, der ihm zusteht, und seine Entscheidung akzeptieren.

  • 15
    9
    Hankman
    21.10.2019

    @thomboy: Sie haben Recht damit, dass es sich vorwiegend um Vorwürfe zu Vorgängen in früheren Jahren handelt. Aber eben nicht nur. Rentzing hatte auch in jüngerer Zeit Kontakte zur sogenannten Neuen Rechten, etwa zur "Bibliothek des Konservatismus". Kritiker haben von Rentzing eine klare Distanzierung von diesem Gedankengut gefordert (also nicht vom Konservatismus, sondern von der Ideologie der Neuen Rechten). Die ist er zu lange schuldig geblieben. Der Rücktritt hat mich am Ende überrascht.

  • 18
    19
    Deluxe
    21.10.2019

    Lesemuffel hat völlig Recht.
    Man ist geneigt, die Formulierung von der politischen Säuberung zu gebrauchen, denn genau so mutet dieser Vorgang an.

    Aber kann ja nicht sein, denn Säuberungen dieser Art sind dem Soziali...Verzeihung, Tippfehler,...der freiheitlich-demokratischen Grundordnung natürlich völlig wesensfremd.
    So etwas gibt es nur in Diktaturen, insbesondere in stalinistischen.

  • 21
    15
    cn3boj00
    21.10.2019

    @Hankman, volle Zustimmung. Was die Leute von Rechtsaußen hier dauernd für Parolen platzieren ist einfach nur noch nervig. Das Gefasel von der linksgrünen CDU ist einfach lächerlich. Und der Vergleich mit der DDR ist schlichtweg einfach nur dumm. Wenn sich Leute wie Lesemuffel, die hier ganz offen das System angreifen, so in der DDR geäußert hätten, könnten sie jetzt die FP in Bautzen lesen.

  • 19
    22
    Hankman
    21.10.2019

    @Lesemuffel: Wenn Ihnen angesichts der Causa Rentzing die DDR rückblickend wie eine Demokratie vorkommt, kann ich nur vermuten, dass Sie die DDR nicht mehr bewusst miterlebt haben. Anderenfalls kommt man nicht auf so eine absurde Idee. Und dieses rechtspopulistische Versatzstück vom angeblichen "linksgrünen System" kann ich allmählich nicht mehr hören. Es ist sachlich nicht haltbar - weiß auch jeder, der schon mal ernsthaft über die Definition der Begriffe "links" und "grün" nachgedacht hat. Herrjeh, diese propagandistische Sau wurde jetzt nun schon viel zu oft durchs Dorf getrieben. Da könnte sich die PR-Abteilung der AfD endlich mal was Neues einfallen lassen.

  • 13
    18
    Maresch
    21.10.2019

    @Lesemuffel. Welches "linksgrüne System"? In Sachsen regieren gegenwärtig weder die Linken noch die Grünen. Außerdem ist die Kirche ein privater Glaubensverein, der selbst über seine vom Steuerzahler finanzierten "Oberhirten" entscheidet.

  • 20
    14
    gelöschter Nutzer
    21.10.2019

    Diestel...: Hier geht es ausnahmsweise mal nicht um ihre verhasste AfD sondern um einen kirchenmann den man mehr oder weniger zum Rücktritt gedrängt hat. Wie heißt es doch so schön" wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein " Die scheinheiligen kirchenvertreter die aufgrund von jugendsünden seinen Rücktritt fordern sollten sich schämen.

  • 13
    8
    872889
    21.10.2019

    @Lesemuffel: Ich glaube (!!!) einfach, das Mittelalter passt nicht in unsere Zeit.

  • 32
    23
    Lesemuffel
    21.10.2019

    Wer nicht in das linksgrüne System passt, wird ausgemustert. Geduldet sind nur Ja-Sager. Dagegen mutet ja inzwischen die ehemalige DDR rückblickend wie eine Demokratie an. In MDR-Riverboot konnte man am Freitag erfahren, warum der neu Song "Mein Land" nicht von den Sendern gespielt wird. "ist zu politisch". Ja, wer hierzulande vom meinem Land spricht oder singt, ist ein Misston in der politischen Correctness. Muss unterdrückt werden.

  • 20
    17
    Distelblüte
    21.10.2019

    Die Überschrift ist unglücklich gewählt. Richtiger muss es heißen: Landeskirche nimmt Rücktritt des Landesbischofs an.

    Herr Rentzing hat sich dazu geäußert. Bei
    https://www.evlks.de/aktuelles/alle-nachrichten/nachricht/news/detail/News/erklaerung-der-kirchenleitung/

    kann man nachlesen, dass er sich öffentlich von den Fehlern seiner Vergangenheit distanziert (was er im Beichtgespräch schon vor langer Zeit getan hat) und dass er sich gegen jede Vereinnahmung, egal aus welcher politischen Richtung, verwahrt.
    Jetzt fragt man sich, ob das die afd auch akzeptieren kann, die seit ein paar Tagen versucht, aus dem Kirchenbeben Nutzen zu ziehen.

  • 30
    26
    gelöschter Nutzer
    21.10.2019

    Hat man es mal wieder geschafft eine politisch unbequemen Person loszuwerden.



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