Großbrand beschäftigt Einsatzkräfte an der Grenze von Brandenburg und Sachsen

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Mehr als 800 Hektar Feld und Wald stehen nahe der Stadt Falkenberg in Flammen.

Falkenberg.

Ein schwerer Waldbrand beschäftigt seit Montag Einsatzkräfte im Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg) nahe der sächsischen Grenze. Nach Angaben der Landkreisverwaltung ist der Großbrand im Waldgebiet bei Kölsa-Rehfeld, einem Ortsteil der Stadt Falkenberg, auch Dienstagmorgen noch nicht unter Kontrolle.

Mittlerweile habe sich der Brand auf 850 Hektar ausgeweitet. Derzeit sind 350 Kräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Bislang ist nicht absehbar, wann der Brand gelöscht werden kann.Es wird mit mehreren Tagen gerechnet.

"Das Feuer war aus bislang ungeklärten Umständen am frühen Nachmittag ausgebrochen und hatte sich schnell zu einem Großbrand entwickelt. Der Landkreis hatte daraufhin eine Großschadenslage ausgerufen und den Verwaltungsstab des Landkreises im Ordnungsamt der Kreisverwaltung einberufen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Betroffen war zunächst ein Gebiet von über 100 Hektar, im Laufe des Tages und Abends hatte sich die Fläche auf rund 800 Hektar vergrößert. Dafür sorgten vor allem heftige Sturmböen, die die Löscharbeiten der Feuerwehrleute erheblich erschwerten und in Teilen sogar unmöglich machten. Sieben Einsatzkräfte verletzten sich bei dem Einsatz, sechs davon wurden ins Krankenhaus gebracht.

Eine Schweinemastanlage in Kölsa-Siedlung ist abgebrannt, eine Vielzahl an Tieren ist dabei verendet.

Zeitweise 400 Einsatzkräfte sind an den Löscharbeiten beteiligt gewesen, darunter auch Kräfte aus Potsdam-Mittelmark, Cottbus und Oberspreewald-Lausitz.

Die Entwicklung der Lage machte es im Laufe des Montags notwendig, einzelne Ortschaften der Stadt Falkenberg wie Kölsa, Kölsa-Siedlung und Rehfeld zu evakuieren. Rund 700 Einwohner waren davon betroffen.

 Im Laufe des Dienstags werde entschieden, ob die Evakuierungen weiter Bestand haben. Am Morgen wurden Hubschrauber der Bundeswehr und der Landespolizei angefordert, um Löscheinsätze zu fliegen sowie zur Lagebeobachtung. Im Naherholungsgebiet Kiebitz gilt demnach ein Badeverbot, um dort die Wasserentnahme für die Hubschrauber zu gewährleisten.

Ebenso wurde die B 183 Bad Liebenwerda - Torgau zwischen Kötten und Ortslage Marxdorf gesperrt. Eine Umleitung wird über Herzberg eingerichtet.

In Sachsen herrscht am Dienstag in weiten Teilen des Freistaats Waldbrandgefahrenstufe 3. Ausnahmen bilden der Süden des Landkreises Meißen und der Norden des Landkreises Görlitz. Hier gilt jeweils Gefahrenstufe 4. Im Norden Sachsen gilt dagegen Gefahrenstufe 1 beziehungsweise 2. (tka mit dpa)

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