Bei einem Großeinsatz gegen Kinderpornografie sind etliche Wohnungen in Sachsen durchsucht worden. Im Visier der Ermittler: 21 Personen im Alter zwischen elf und 71.
Die Ermittler durchsuchten an zwei Tagen auf richterliche Anordnung etliche Wohnungen und Objekte. Dabei stellten sie unter anderem Mobiltelefone, Computer und elektronische Speichermedien sicher. Diese sollen nun ausgewertet werden. Unterstützung erhielten die Kriminalbeamten bei den Durchsuchungen von der sächsischen Bereitschaftspolizei.
Wo die Durchsuchungen liefen
Insgesamt geht es bei den laufenden Ermittlungen um 20 Verfahren insbesondere wegen Besitzes, Beschaffung oder Verbreitung von Kinderpornografie. Durchsucht wurden demnach Wohnungen in und um Chemnitz, Freiberg, Penig, Leisnig, Großweitzschen, Hartha, Geringswalde, Roßwein, Hartmannsdorf, Oelsnitz (Erzgebirge) sowie Aue-Bad Schlema. „Betroffen waren 21 Personen im Alter zwischen elf und 71 Jahren, die unangekündigten Besuch von den Beamten erhielten“, teilte die Polizei am Mittwoch mit. „Insgesamt stellten die Polizisten gut 40 Handys, mehr als 40 Computer und über 100 weitere Speichermedien sicher. Die Asservate werden nun ausgewertet, was erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch nehmen wird“, heißt es von der Polizei.
Verdacht auch des sexuellen Missbrauchs
Gegen einen 47-Jährigen und einen 54-Jährigen ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben nicht nur wegen der Beschaffung von Kinderpornografie, sondern auch wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt. Die Beamten stellten demnach allein bei dem 47-Jährigen elf und bei dem 54-Jährigen zwölf Datenträger sicher, darunter mehrere Computer, Festplatten und Handys. „Es folgt nun die Auswertung der sichergestellten Beweismittel“, heiß es. Festnahmen erfolgten im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen aber keine. (juerg)





