Jeder fünfte Beschäftigte in Sachsen fühlt sich bei großer Hitze stark belastet. (Symbolfoto)
Jeder fünfte Beschäftigte in Sachsen fühlt sich bei großer Hitze stark belastet. (Symbolfoto) Bild: Sebastian Kahnert/dpa
Sachsen
Mehr Hitzetage: Jeder fünfte Beschäftigte stark belastet

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Landwirtschaft, Bau, Pflege: Wer draußen oder in aufgeheizten Gebäuden arbeitet, spürt die Hitze besonders. In Sachsen sind rund 436.000 Beschäftigte betroffen.

Dresden.

Steigende Temperaturen haben deutliche Auswirkungen auf Beschäftigte in Sachsen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums fühlt sich etwa jeder fünfte Beschäftigte bei großer Hitze stark belastet - das entspricht etwa 436.000 Erwerbstätigen. Zwei Drittel berichten den Angaben zufolge von eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Zwölf Prozent arbeiteten trotz gesundheitlicher Beschwerden weiter. 

"Wir müssen mit steigenden Temperaturen besser umgehen lernen", so Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) mit Blick auf den bundesweiten Hitzeaktionstag am Donnerstag (11. Juni). 

Besonders betroffen sind demnach Berufe im Freien - etwa in der Land- und Forstwirtschaft oder im Bau. Aber auch Beschäftigte in Schulen, Pflegeeinrichtungen oder Produktionsbetrieben leiden unter hohen Temperaturen – etwa durch aufgeheizte Gebäude oder Abwärme von Maschinen. Selbst in Büros könne Hitze zur Belastung werden, wenn Verschattung oder Klimaanlagen fehlten, hieß es. 

Zahl der heißen Tage steigt im Freistaat

Die sächsische Klimaanpassungsstrategie habe gezeigt, dass die Zahl der heißen Tage mit über 30 Grad in Sachsen zugenommen hat: Wurden zwischen 1961 und 1990 im Schnitt fünf heiße Tage pro Jahr gezählt, waren es von 2014 bis 2023 bereits 13. 

"Extreme Hitze ist kein Ausnahmefall mehr, sondern Teil des Arbeitsalltags vieler Menschen in Sachsen im Sommer", sagt Panter. Der Arbeitsschutz müsse deshalb stärker an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. Arbeitgeber seien gefordert, Maßnahmen wie angepasste Arbeitszeiten, ausreichenden Sonnenschutz oder alkoholfreie Trinkangebote umzusetzen.

Das Ministerium verwies dafür auf die Broschüre "Tipps für heiße Sommertage am Arbeitsplatz". Zudem können Kommunen, gemeinnützige Organisationen und kleine sowie mittlere Unternehmen Fördermittel zum Hitze- und Sonnenschutz an Gebäuden erhalten. (dpa)

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