Im August machte der brutale Angriff auf einen jungen Mann in Dresden weltweit Schlagzeilen. Nun gibt es Neuigkeiten in dem Fall - und der Angegriffene wird von AfD-Chefin Weidel gefeiert.
Er wollte einer jungen Frau helfen, dann wurde ihm mit einem Messer das Gesicht zerschnitten: Die Attacke auf den US-Amerikaner John Rudat in Dresden sorgte im August 2025 weltweit für Schlagzeilen. Jetzt wurde Anklage gegen zwei beschuldigte Syrer erhoben.
Das teilt die Dresdner Staatsanwaltschaft am Freitagvormittag mit. Den beiden Männern wird demnach unter anderem gefährliche Körperverletzung und einem der beiden schwere Körperverletzung vorgeworfen.
Rudats Narben werden bleiben
Wie berichtet, geschah die Bluttat in den frühen Morgenstunden des 24. August in einer Tram der Linie 7. Ein 21 Jahre alter Syrer hatte Streit mit seiner Freundin, Rudat ging dazwischen. Es kam zur Auseinandersetzung zwischen beiden Männern.
Ein zweiter 21-Jähriger kam hinzu, und fügte dem Amerikaner mit einem Cuttermesser eine tiefe und stark blutende Wunde an Lippe, Nase und Mund zu. Rudat kam anschließend drei Tage ins Krankenhaus, wurde im Gesicht operiert.
Die Narben an Lippe und Nase werden jedoch dauerhaft sichtbar bleiben, so die Staatsanwaltschaft.
Beschuldigte weiter in U-Haft
Wie es am Freitag weiter heißt, werden den beiden Beschuldigten noch einige weitere Straftaten vorgeworfen, unter anderem mehrere - teilweise gefährliche - Körperverletzungen. Und: „Einem der Beschuldigten liegt zudem noch besonders schwerer räuberischer Diebstahl zur Last.“
Die beiden Männer sind geringfügig vorbestraft und befinden sich weiter in Untersuchungshaft. Einer hat teilweise gestanden. Der andere schweigt.
Nun wird das Landgericht Dresden über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden – und einen Termin für den Prozessbeginn festlegen.
Die Bluttat hatte im vergangenen Sommer nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland und jenseits des Großen Teichs für Schlagzeilen gesorgt. Rudat war wiederholt von verschiedenen Medien zu der Tat befragt worden.
Foto mit AfD-Chefin Weidel
Auch richtete die Freundin von John Rudats Bruder eine Spendenseite auf der Website gofundme ein, um etwa die medizinischen Kosten abzudecken. Dort kamen mehr als 96.000 Dollar an Spenden zusammen.
Mitte Dezember hatte sich Rudat auf seinem Instagram-Kanal gemeinsam mit AfD-Chefin Alice Weidel und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sebastian Münzenmaier gezeigt, bei einem Besuch im Bundestag.
„Mein Held!“, notierte die Chefin der Rechtsaußen-Partei zu dem Schnappschuss. Rudat selbst bedankte sich bei den beiden AfD-Politikern „für diesen ehrenvollen Tag“. (phy)






