Sachsen kippt Beherbergungsverbot - Zugleich strengere Corona-Regeln

Ab Samstag können Menschen aus Risikogebieten ohne negativen Coronatest einreisen. Andere Coronaregeln verschärft die Landesregierung aber. Die Maskenpflicht könnte ausgeweitet werden.

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1212 Kommentare
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  • 4
    1
    Einspruch
    17.10.2020

    Man darf auch in Risikobebiete zum arbeiten geschickt werden. Offenbar macht das Virus Unterschiede zwischen privaten und dienstlichen Reisen. Soviel Schlauheit hätte ich dem nicht zugetraut.

  • 8
    4
    Zeitungss
    16.10.2020

    An alle Reise- und Unternehmungslustigen, zum Glück gibt es noch kein Beherbergungsverbot für Krankenhäuser incl. ITS, was aber durchaus noch werden könnte. Ein unbelehrbarer Teil der Bevölkerung arbeitet fieberhaft daran, ohne auch nur andeutungsweise an die Folgen zu denken. Betroffene sehen das zwangsläufig etwas anders, werden hier dafür von "Fachkräften" ausgepfiffen und belehrt. Man könnte denken, Bildung fand in den letzten 30 Jahren nicht mehr statt, wenn man heute so manche Meinung über sich ergehen lässt, einfach erschütternd, was in manchen Köpfen so herumgeistert.

  • 9
    1
    Hinterfragt
    16.10.2020

    "...Jetzt dürfen alle aus Risikogebieten ins Erzgebirge und nach Sachsen kommen, natürlich ohne Test,..."
    Das durften diese auch schon vor der Aufhebung @Bürger Erzgebirge!

    Sie durften hier Einkaufen, in's Museum, Theater, Kino, mit den ÖPNV fahren, Verwandte besuchen und dort auch übernachten, ....
    Nur eben NICHT in der Zeit, wo sie NIEMANDEN anstecken könnten (falls infiziert), nämlich Nachts zum Schlafen, in eine "kommerzielle" Unterkunft ...

  • 12
    3
    Conny
    16.10.2020

    Solange das größte Problem für Deutschen darin besteht, ob und wohin sie in den Urlaub können, geht es uns doch wahrlich gut.

  • 15
    6
    BuboBubo
    15.10.2020

    Zitat aus dem von @censor benannten Bericht des RKI:

    "Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)
    Für die 41. MW 2020 wurden bislang 17 labordiagnostisch bestätigte Influenzavirusinfektionen an das RKI übermittelt (Tab. 3). Bei acht (47 %) Fällen wurde angegeben, dass die Patienten hospitalisiert waren
    (Datenstand 13.10.2020)."

    Aus dem Covid-19 Lagebericht vom 13.10.:

    "Anzahl Fälle in intensivmedizinischer Behandlung: 618
    davon intensiv beatmet: 319"

    @censor: Merken Sie was? Vermutlich nicht...

  • 10
    13
    462198
    15.10.2020

    @censor
    Vielen Dank für die Informationen. Da stellt sich eben die Frage, warum Profis diese offiziellen Daten nicht einordnen.

  • 18
    9
    Fresto
    15.10.2020

    @censor: Die AG Influenza befasst sich mit dem Influenza-Geschehen, nicht mit Covid-19. Dabei werden Arztbesuche mit Influenzaverdacht sowie laborbestätigte Fälle ausgewertet. Und die Influenzasaison hat noch gar nicht begonnen. In der Saison 2019 gab es 954 Todesfälle in Verbindung mit Grippe. Dem stehen aktuell 9600 Tote in Verbindung mit Corona gegenüber. Was also wollen Sie uns eigentlich sagen?
    Im Übrigen hat der MP das Beherbergungsverbot nicht aus Güte gekippt sondern ist damit einer Gerichtsentscheidung zuvorgekommen. Während andere Länder wieder dicht machen und wir nicht in Risikogebiete fahren sollen (außer ein bisschen nach Tschechien weil das Virus ja an der Grenze halt macht) dürfen die anderen gerne herkommen. Versteht einer die Logik?

  • 12
    21
    censor
    15.10.2020

    @462198
    Wer die tatsächliche Lage unter Einbeziehung aller derzeitig unterwegs befindlichen Atemwegserkrankungen überprüfen will - hier der Bericht der "Arbeitsgemeinschaft Influenza" des RKI: https://influenza.rki.de/

    Auszüge davon:
    -Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) in der 41. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit relativ stabil geblieben.
    -mehr Arztbesuche wegen ARE, aber noch im Bereich der Vorsaisons.
    -Gesamtzahl stationär behandelter Fälle mit akuten Atemwegsinfektionen (SARI-Fälle) ist leicht gesunken. (!)
    -In 25 von 49 eingesandten Proben wurden Rhinoviren gefunden (Schnupfen), in 3 Proben SARSCov2 und in 17 Proben Influenzaviren.

    Die AG Influenza ist eine Abteilung des RKI, die zwischen der 40.KW und 20.KW des Folgejahres das GESAMTE Infektionsgeschehen mit saisonalen Atemwegserkrankungen überwacht - und zwar mit Laborergebnissen von tatsächlich kranken Probanden.

  • 22
    15
    Bürger Erzgebirge
    15.10.2020

    Das ist ja eine tolle Errungenschaft, der Ministerpräsident forderte vergangene Woche alle auf, nicht in Risikogebiete zu fahren... Jetzt dürfen alle aus Risikogebieten ins Erzgebirge und nach Sachsen kommen, natürlich ohne Test, aber der Erzgebirgler kann nicht nach Bayern, weil der allwissende Söder eigene Regeln aufstellt. Ist aber alles kein Problem, fahre morgen früh nach Tschechien zum Tanken, Shoppen und Friseur... ist ja nur zum Notstandsgebiet erklärt worden, spielt aber keine Rolle (war ein Witz, fahre seit Monaten nicht!!! - aber die Kennzeichen der Autos, die Richtung Grenze fahren zeigen das Gegenteil). Bin eigentlich ein positiv denkender Mensch, aber irgendwie zweifele ich so langsam, weil der hektische Aktionismus keinen Sinn macht...

  • 34
    8
    KTreppil
    15.10.2020

    Vernünftige und angemessene Entscheidung, Respekt unserem MP, kann man nicht anders sagen. Mit der Begrenzung bei der Feiern und auch der Sperrstunde muss man leben. Es zeigte sich ja doch, dass von Feiern und Partys öfter Corona mitgebracht wurde, als dass je mal irgendetwas in Zusammenhang mit Beherbergungsstätten zu berichten war. Das Für oder Wider der Maskenpflicht muss nicht diskutiert werden, ist das kleinste Übel (zumindest für mich). Hoffen wir, das die Vernunft unserer Regierung mit Vernunft unter der Bevölkerung beantwortet wird und Verhältnismäßigkeit in der Politik Schule macht.

  • 38
    15
    Lesemuffel
    15.10.2020

    Vernünftige Regierung. Ist besser als der Alarmsöderismus in Bayern.

  • 35
    21
    462198
    15.10.2020

    Man muss Michael Kretschmer Respekt zollen gegen den mit Sicherheit enorm hohen Druck von Merkel und Söder nicht alles mitzumachen und mag es noch so sinnfrei sein. Die vollkommen willkürliche Zahl von 35 Neuinfektionen/100000 ist trotzdem eine Kröte, die Sachsen wohl schlucken musste. Mittlerweile sprechen sich immer mehr Experten für Veröffentlichung der wirklich erkrankten Personen aus. Das passiert aber nicht und so wird auf Grundlage von Neuinfektionen (nicht Erkrankten!) das Leben weiter lahm gelegt. Arbeiten darf der Michel weiterhin. Immerhin wissen sie doch noch wer die Wirtschaft halbwegs am Leben erhält.