Sprengstoff-Serie in Leipzig: Polizei warnt vor verdächtigen Paketen

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Mehrere Passanten wurden bereits verletzt. Der Sprengstoff ist offenbar in unscheinbaren Paketen versteckt.

Leipzig.

In Leipzig ermittelt die Polizei wegen einer Reihe kleinerer Explosionen. Der neueste Fall ereignete sich am Sonntagmorgen. Ein Spaziergänger soll dort nach einer Pappverpackung gegriffen haben, in der sich eine Spreng- und Brandvorrichtung befand. Der 36-Jährige wurde durch die Explosion an Hand und Unterbauch verletzt, konnte nach einer Behandlung das Krankenhaus aber wieder verlassen.

Die Polizei prüft jetzt, ob es sich dabei womöglich um eine Serientat handelt. Bereits am 7. Juni war es in einem Altkleidercontainer zu einer Explosion gekommen. Unbekannte sollen versucht haben, den Container zu sprengen.

Am 16. August ereignete sich dann ein weiterer Fall. Am Leipziger Stadthafen war ein Spaziergänger auf einem Fußweg gegen ein dort liegendes Päckchen getreten, das daraufhin explodierte. Der Spaziergänger wurde an Beinen und im Gesicht verletzt.

Ein weiterer Fall, bei dem ein Zusammenhang geprüft wird, ereignete sich Ende Mai in einem Einkaufsmarkt im Leipziger Stadtteil Zentrum-West. Dort wollte ein Kunde einen Leergutbon aus einem Pfandautomaten ziehen, in dem es daraufhin zu einer Detonation kam. Die Polizei geht davon aus, dass der Inhalt einer abgegebenen Pfandflasche die Explosion auslöste.

Die Polizei mahnt aufgrund dieser Ereignisse zu Vorsicht. Besonders im Stadtteil Zentrum-West sollen Passanten bei kleinen Paketen auf öffentlichen Wegen und Plätzen im Zweifelsfall die Polizei rufen.

Zudem suche die Beamten nach Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit den Fällen machen konnten. Diese sollen sich entweder bei der Kriminalpolizei in der Leipziger Dimitroffstraße 1 oder per Telefon unter 0341 966 4 6666 melden. (luka)

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