Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Schutzverordnung in der Region

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Polizei ermittelt zudem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Nötigung.

In Chemnitz, dem Landkreis Mittelsachsen sowie im Erzgebirgskreis ist es in den vergangenen Tagen zu vielen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung gekommen. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Folge: etliche Anzeigen auf Versammlungen, bei denen Menschen gegen die Bestimmungen der Sächsischen Corona-Schutzverordnung protestierten. 

Am Montagabend war in der Chemnitzer Innenstadt gegen Corona-Regeln verstoßen worden. Etwa 50 Personen fanden für einen Protest an der Galerie Roter Turm zusammen. Eine Versammlungsanzeige lag der städtischen Versammlungsbehörde nicht vor. Auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wurde nicht eingehalten. Polizisten stoppten die Gruppe. Dabei widersetzte sich ein 48-jähriger Mann den Einsatzkräften. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte erstattet. Die Polizei stellte bei diesem Protest 25 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung fest. Ein weiterer Mann leistete später ebenfalls Widerstand in der Innenstadt und schlug einen Polizisten. Er war ohne Mund-Nasen-Schutz mit dem Fahrrad unterwegs. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. 

Auch in Freiberg gab es am Montagabend einen Polizeieinsatz bei einer nicht angemeldeten Versammlung, die gegen die Corona-Regeln protestierten. Aus einer Gruppierung von 75 Personen bildeten sich kurz nach 18 Uhr zwei Aufzüge, die sich über die Johann-Sebastian-Bach-Straße und die Heinrich-Heine-Straße in Richtung des Stadtteils Friedeburg bewegten. Polizisten stoppten einen der Aufzüge mit rund 40 Personen. Dabei wurden Platzverweise verteilt. Insgesamt wurden am Montagabend 51 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung aufgenommen. Zudem gab es eine Anzeige gegen einen Autofahrer wegen Beamtenbeleidigung. 

Während einer nicht angemeldeten Versammlung in Zwönitz am Montagabend gab es zwei Anzeigen. Zwei Männer stellten sich vor ein Dienstfahrzeug der Polizei und versperrten so den Weg. Nach mehrmaliger Aufforderung durch die Beamten verließen die beiden die Fahrbahn. Gegen die Männer wird wegen Nötigung ermittelt. (trhe)

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    1
    Echo1
    14.04.2021

    @jeverfanchemnitz wenn die aber nur ihre Meinung sagen wollten?
    Die Ansteckungsgefahr nach Aussagen der Aerosolwissenschaftler (Artikel FP) wäre doch kaum möglich. Warum sind die dann unverbesserlich, wenn sie niemanden gefährten?

  • 39
    51
    jeverfanchemnitz
    13.04.2021

    Immer abkassieren die Unverbesserlichen. Da tragen dann die Richtigen zur Refinanzierung der Staatsgewalt bei.

  • 34
    21
    UwesZeitung
    13.04.2021

    Der Widerstand nimmt langsam zu. Ausbaden muss es die Polizei, die nach dem Prinzip der Gewaltenteilung im Rechtsstaat die Regelungen der Politik überwachen und umsetzen muss. Allerdings haben die Polizeibeamten ein Remonstrationsrecht.