Irans Außenminister Abbas Araghtschi gibt an, dass weitere Verhandlungen mit den USA am Freitag starten sollen. (Archivbild)
Irans Außenminister Abbas Araghtschi gibt an, dass weitere Verhandlungen mit den USA am Freitag starten sollen. (Archivbild) Bild: Dmitri Lovetsky/Pool AP/dpa
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Iran: Weitere Verhandlungen mit USA beginnen am Freitag

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Am Freitag sollen sich die USA und der Iran zur Unterzeichnung eines Abkommens treffen. Irans Außenminister spricht davon, dass dann gleich weiterverhandelt werde und droht mit Blick auf den Libanon.

Teheran.

Eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran soll nach iranischen Angaben direkt nach Unterzeichnung des verhandelten Rahmenabkommens am Freitag in der Schweiz beginnen. Diese weiteren Gespräche sollten innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen werden, sagte Außenminister Abbas Araghtschi nach Angaben der Agentur Tasnim in Teheran.

Ein Ende des Kriegs schließe ein Ende der israelischen Besetzung von Gebieten im Libanon mit ein, sagte Araghtschi demnach weiter. Jegliche neuen israelischen Angriffe auf den Libanon und weitere Besetzung der Gebiete betrachte der Iran als Verstoß gegen die getroffene Vereinbarung.

Die USA und der Iran hatten sich auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs geeinigt und nach US-Angaben bereits digital unterzeichnet. Am Freitag sollen hochrangige Vertreter der beiden Länder Medienberichten zufolge in Genf persönlich aufeinandertreffen.

Zunächst habe man sich auf eine Beendigung des Kriegs, die Öffnung der Straße von Hormus, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und den Wiederaufbau konzentriert, sagte Araghtschi den Angaben entsprechend zudem in Teheran.

US-Vizepräsident JD Vance hatte zuletzt von möglichen Sanktionserleichterungen gesprochen. Zudem ist ein 300 Milliarden US-Dollar schwerer Wiederaufbaufonds im Gespräch. 

Die 60-Tage-Frist gilt als knapp zur Verhandlung eines umfassenden Abkommens zu Irans Atomprogramm. Ähnliche Gespräche über das bisher letzte große Abkommen mit dem Iran, dem in Wien geschlossenen Atomdeal von 2015, dauerten fast zwei Jahre. (dpa)

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