Ghalibaf stellt nach Israels Angriffen in Beiruter Vororten den diplomatischen Weg mit den USA infrage. (Archivbild)
Ghalibaf stellt nach Israels Angriffen in Beiruter Vororten den diplomatischen Weg mit den USA infrage. (Archivbild) Bild: Vahid Salemi/AP/dpa
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Iran zweifelt an diplomatischem Weg mit USA

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Ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran schien zum Greifen nah - jetzt kommt scharfe Kritik aus dem Iran nach Angriffen Israels auf Beiruter Vororte. Zugleich droht der Iran mit Gegenschlägen.

Teheran.

Nach israelischen Angriffen auf Beiruter Vororte stellt der Iran die Einigung mit den USA zur Beendigung des Kriegs infrage. "Wenn Ihr (USA) weder den Willen noch die Fähigkeit habt, Euren Verpflichtungen nachzukommen, dann kann man den diplomatischen Weg auch nicht fortsetzen", schrieb Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Solchen Angriffen grünes Licht zu geben, könne keine diplomatischen Zugeständnisse erwirken.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohten Israel mit Gegenschlägen. "Es besteht kein Zweifel, dass diese Verbrechen nicht unbeantwortet bleiben werden", sagte ein IRGC‑Sprecher im iranischen Staatssender Irib.

Die israelische Armee teilte mit, sie stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stunden ein. Das Militär sei in erhöhter Alarmbereitschaft und auf eine "Vielzahl defensiver und offensiver Szenarien vorbereitet". 

Das israelische Außenministerium bezichtigte den Iran als Reaktion auf Ghalibafs X-Post der Lüge. "Es ist Irans Stellvertreter, die Hisbollah, die Israel heute Morgen wieder angegriffen hat, vollkommen unprovoziert", hieß es in einem X-Post des Ministeriums. Die Hisbollah schieße ständig auf israelische Zivilisten. Israel werde Angriffe auf sein Territorium nicht dulden. 

Die Hauptbedingung für den Iran bei der Einigung mit den USA ist ein Ende der militärischen Operationen an allen Fronten, auch im Libanon. Teheran hat mehrfach betont, dass ohne die Verwirklichung dieser Forderung der Iran nicht bereit sei, den weiteren diplomatischen Prozess fortzusetzen. (dpa)

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