"Wir können unsere Anlagen sicherer, aber nicht komplett unangreifbar machen", sagt Eon-Chef Leonhard Birnbaum im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eon ist Deutschlands größter Stromnetzbetreiber.
"Wir können unsere Anlagen sicherer, aber nicht komplett unangreifbar machen", sagt Eon-Chef Leonhard Birnbaum im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eon ist Deutschlands größter Stromnetzbetreiber. Bild: Marijan Murat/dpa
Wirtschaft
Eon-Chef: Komplettschutz der Stromnetze nicht möglich

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Eon-Chef Birnbaum sieht keinen vollständigen Schutz der Stromnetze vor Angriffen. Wie der Konzern dennoch auf Störungen vorbereitet sein will.

Berlin/Essen.

Ein kompletter Schutz der Stromnetze vor Angriffen ist nach Ansicht von Eon-Chef Leonhard Birnbaum nicht möglich. "Wir können unsere Anlagen sicherer, aber nicht komplett unangreifbar machen", sagte Birnbaum in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. 

"Wir können es schwerer machen, und wir können uns besser dafür aufstellen, schnell wiederherzustellen, wenn der Schaden geschehen ist", sagte er. "Aber wir können Angriffe nicht unmöglich machen."

Der Energiekonzern Eon ist Deutschlands größter Strom-Verteilnetzbetreiber. Fast ein Drittel aller Leitungskilometer - rund 700.000 Kilometer - gehört dem Essener Konzern. 

Eon-Chef: "Wir können Angriffe nicht unmöglich machen."

Stromnetze vor solchen Attacken zu schützen, sei genauso wenig möglich, wie ein Haus komplett einbruchsicher machen zu können, sagte Birnbaum. "Wenn Sie zur Polizei gehen und fragen: Was soll ich machen? Dann sagt man Ihnen: Machen Sie es Einbrechern schwer. Die sagen nie: Machen Sie es unmöglich, weil: Das geht gar nicht. So ist das bei uns auch."

Vor einer Woche hatte ein Feuer ein Umspannwerk in Reutlingen lahmgelegt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Auch in Berlin hatte es Brandanschläge auf die Stromversorgung gegeben. Die Attacken dort richteten sich im September vergangenen Jahres gegen zwei Strommasten und im Januar gegen Kabel auf einer Kabelbrücke. In beiden Fällen dauerte es mehrere Tage, bis die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt war. (dpa)

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