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Trikots, Schuhe, Torwarthandschuhe: Der Zoll in Hongkong hat Zehntausende gefälschte WM-Artikel sichergestellt. Für die Ermittler ist die Suche noch nicht vorbei.
Mehr als 230.000 gefälschte WM-Artikel hat der Zoll in Hongkong während einer Ermittlung vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft sichergestellt. Insgesamt schätzte die Behörde den Marktwert auf 156 Millionen Hongkong-Dollar (etwa 17,2 Mio. Euro), teilte der Zoll in der chinesischen Sonderverwaltungsregion mit. Zudem nahmen die Fahnder sechs Verdächtige vorläufig fest und ließen sie später gegen Kaution frei.
Den Angaben zufolge fanden die Ermittler während der Operation zwischen dem 26. Mai und dem 10. Juni in 34 Fällen gefälschte Waren, darunter Zehntausende gefälschte Trikots, aber auch Fußballschuhe oder Torwarthandschuhe. Die Behörde ging davon aus, dass viele davon für den weiteren Export statt zum Verkauf in Hongkong gedacht waren. Andere gefundene Trikot-Fälschungen wurden online angeboten.
Zoll rechnet mit mehr Fälschungen
Unter Berufung auf den Zoll berichtete die Hongkonger "South China Morning Post", dass 80 Prozent der Waren für den amerikanischen Kontinent bestimmt gewesen sein dürften, wo die WM in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Weil diese WM die größte bislang sei, sei auch mit hoher Nachfrage nach Fanartikeln zu rechnen, sagte Zollermittler Wayne Chung dem Bericht zufolge. "Daher ist davon auszugehen, dass der Schmuggel von gefälschten Produkten zunehmen wird", fuhr er fort.
Der Zoll empfahl Kunden, in seriösen Geschäften einzukaufen, um Fälschungen zu vermeiden und warnte Händler davor, Fälschungen anzubieten, da dies eine schwere Straftat darstelle. Die Höchststrafe könne 500.000 Hongkong-Dollar und fünf Jahre Freiheitsstrafe betragen, teilte die Behörde mit. (dpa)





