Die Produktion von Lithiumbatterien für Elektro-Autos steigt, zugleich ist die Abhängigkeit von China groß. (Archivbild)
Die Produktion von Lithiumbatterien für Elektro-Autos steigt, zugleich ist die Abhängigkeit von China groß. (Archivbild) Bild: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Wirtschaft
Mehr E-Autos: Deutsche Batterieproduktion steigt auf Rekord

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Die Batterieproduktion in Deutschland steigt auf einen Höchstwert, doch zugleich wächst die Abhängigkeit von Importen aus China. Die Elektroindustrie warnt vor Risiken in kritischen Sektoren.

Frankfurt/Main.

Angesichts der steigenden Zahl von Elektroautos ist die Produktion von Batterien in Deutschland auf Rekordniveau gestiegen. Die Herstellung sei 2025 um 11 Prozent auf den Höchststand von 8,1 Milliarden Euro geklettert, teilte der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) in Frankfurt mit. Vor allem die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien wuchs kräftig um gut ein Viertel (plus 28 Prozent) auf 4,6 Milliarden Euro.

Treiber sei die stark gestiegene Produktion von E-Autos in Deutschland und die hohe Nachfrage im Speichermarkt. Beide Trends dürften auch dieses Jahr den Batteriemarkt antreiben. 

Zugleich wachse die Abhängigkeit von China, warnte die Elektroindustrie. So seien die Batterie-Importe aus der Volksrepublik 2025 um ein Viertel auf rund 11 Milliarden Euro gestiegen. China bleibe Hauptlieferant von Batterien nach Deutschland vor anderen europäischen Ländern wie Ungarn – "Tendenz seit Jahren steigend".

Deutschland verletzlich bei Verteidigung 

Während Europa bei Bleibatterien gut dastehe, sei vor allem bei Lithium-Ionen-Batterien die Abhängigkeit von Asien hoch. "Wenn diese unterbrochen werden oder einzelne Regionen ihre Exporte kurzfristig komplett einstellen, wird klar, wie verletzlich wir sind, insbesondere in kritischen Sektoren wie der Verteidigung oder bei Rechenzentren", sagte Gunther Kellermann, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Batterien. 

Die heimische Batterieproduktion ist ein wichtiger Baustein für den Wandel zur E-Mobilität und strategisches Ziel der Politik. Die Branche unterstütze das europäische Vorhaben, bis 2030 mindestens 40 Prozent des jährlichen Bedarfs an Batteriezellen aus eigener Produktion zu decken, erklärte der ZVEI. Er lobte die stärkere Batterieforschungsförderung mit der Hightech Agenda der Bundesregierung. 

Statt punktueller Kaufprämien für E-Autos brauche man aber niedrigere Strompreise für alle und einen besseren Schutz vor unfairen Handels- und Subventionspraktiken, sagte Kellermann. Die Batterieindustrie stehe am Scheideweg. "Wenn es jetzt nicht gelingt, gute Rahmenbedingungen und einen fairen Wettbewerb zu schaffen sowie eine Strategie für unser Batterieökosystem zu entwickeln, könnten wir die industrielle Batterieproduktion auf dem europäischen Kontinent unwiederbringlich verlieren." (dpa)

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