Der OpenAI-Konkurrent Anthropic wurde zuletzt bei einer Finanzierungsrunde mit insgesamt 900 Milliarden Dollar bewertet. (Archivbild)
Der OpenAI-Konkurrent Anthropic wurde zuletzt bei einer Finanzierungsrunde mit insgesamt 900 Milliarden Dollar bewertet. (Archivbild) Bild: Andrej Sokolow/dpa
Wirtschaft
OpenAI-Rivale Anthropic will an die Börse

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2026 nimmt als Jahr der Mega-Börsengänge Gestalt an. Nach Elon Musks SpaceX macht auch der OpenAI-Konkurrent Anthropic den Schritt zur Aktienplatzierung.

San Francisco.

Die KI-Firma Anthropic, die der schärfste Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI ist, nimmt Kurs auf die Börse. Ein Antrag für eine Aktienplatzierung wurde zunächst vertraulich eingereicht, wie Anthropic mitteilte. Damit bleiben Geschäftsinformationen zunächst unter Verschluss, während die Unterlagen von der US-Börsenaufsicht SEC geprüft werden. 

Der Börsengang könnte einer der drei größten in diesem Jahr werden. Die KI-Firma schloss zuletzt eine 65 Milliarden Dollar schwere Finanzierungsrunde zu einer Gesamtbewertung von 900 Milliarden Dollar ab. Auch OpenAI werden Börsenambitionen nachgesagt, die in ähnlichen Dimensionen liegen könnten. Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX, in der inzwischen auch seine KI-Firma xAI aufgegangen ist, könnte bereits Mitte Juni an die Börse gehen. Dabei wird Medienberichten zufolge eine Gesamtbewertung von bis 1,8 Billionen Dollar angestrebt. Mit demnach erhofften Erlösen von bis zu 80 Milliarden Dollar wäre es der mit Abstand größte Börsengang. 

ChatGPT-Macher: Kein Wettlauf an die Börse 

OpenAI-Chef Sam Altman sagte nach der Anthropic-Ankündigung, seine Firma sehe sich nicht im Rennen darum, wer zuerst an der Börse notiert sein wird. "Wir werden es machen, wenn wir glauben, dass es Sinn ergibt", betonte er in einem Interview des Senders CNBC. Vor einigen Monaten berichtete die Website "The Information", OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar halte das Unternehmen noch nicht reif für einen Börsengang. OpenAI wies damals zurück, dass es bei dem Thema Differenzen in der Führungsetage gebe. 

Zugleich gibt es nach wie vor Zweifel, ob die Investitionen von hunderten Milliarden Dollar in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz am Ende wieder zurückverdient werden können. Altman sagte dazu bei CNBC, man werde nach seiner Einschätzung in einem oder zwei Jahren besser erkennen können, dass sich die hohen Ausgaben rechnen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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