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Blöder Fall: Wenn TV und Beamer zur Gefahr werden

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Den neuen Flachbildschirm pünktlich zur WM aufstellen, den Beamer samt Leinwand auf der Terrasse platzieren, um gemeinsam im Freien zu gucken? Klingt gut? Und dann kippt das Gerät um.

Berlin.

Der Flachbildschirm als Risiko? Klingt ungewöhnlich, ist aber Realität. Denn immer wieder kommt es zu Unfällen, weil die Geräte umkippen, so der TÜV-Verband.

Gerade bei neueren Modellen mit großen Bildschirmen nimmt demnach das Kippmoment stärker zu als die Standstabilität: 

  • Fläche und Gewicht der Geräte steigen, gleichzeitig liegt der Schwerpunkt höher über der Standfläche. 
  • Die Breite der Standfüße wächst bei vielen Modellen nicht proportional zur Bildschirmdiagonale. 
  • Werden die großen Fernseher dann zum Beispiel auf zu schmale Möbel gestellt, etwa weil man sie zum gemeinsamen Fußballgucken mit Freunden neu platziert, erhöht sich das Risiko, dass sie ins Wanken geraten. 

Welcher Dübel passt zur Wand?

Und das ist nicht harmlos: Kippt ein Fernseher um, wirken hohe Kräfte auf einen kleinen Aufprallbereich. "Die Folge können schwere Verletzungen sein", so André Siegl, Experte für Arbeits- und Gesundheitsschutz beim TÜV-Verband. Besonders gefährdet: Kinder, die ihre Umgebung erkunden und Risiken nicht einschätzen können.

Wie kann man also vorbeugen? 

Vor allem, indem man die Geräte nur auf stabile und breite Möbel stellt. Hat man Kinder, braucht es einen zusätzlichen Kippschutz. Moderne Fernsehgeräte haben dafür auf der Rückseite Gewindelöcher. An ihnen kann man Gurte oder Winkel befestigen, die den Fernseher mit der Wand oder dem Möbelstück verbinden.

Noch besser ist es, die Geräte an die Wand zu montieren. Vorausgesetzt, diese kann das Gerät auch tragen und Halterung und Befestigungsmaterial passen zur Bausubstanz. Für massive Beton- oder Ziegelwände kommen Hochlastdübel infrage oder bei sehr großen und schweren Geräten Schwerlastdübel. 

Leichte Gipskartonwände bieten dem TÜV-Verband zufolge nur mit speziellen Hohlraumdübeln und gegebenenfalls einer Unterkonstruktion ausreichend Halt. Achten Sie außerdem darauf, dass die Last Ihres Geräts über alle vorgesehenen Befestigungspunkte verteilt wird und vermeiden Sie punktuelle Belastung.

Leinwand im Boden verankern

Sie wollen draußen Beamer und Leinwand aufbauen, um in fröhlicher Runde mit Familie oder Freunden zu gucken? Dann sollten Sie darauf achten, dass die Technik wettergeschützt steht. Denn große Leinwände bieten viel Angriffsfläche für Wind. Sind sie nicht gesichert, können schon einzelne Windböen sie umkippen. Je nach Aufbau empfiehlt der TÜV-Verband deshalb Ballastierungen zur Beschwerung, Bodenanker, Abspannungen oder Tragekonstruktionen zu verwenden. Je größer die Leinwand, desto wichtiger ist die richtige Verankerung im Boden.

Der dazugehörige Beamer sollte ebenfalls sicher stehen – auch drinnen nicht lose auf Regalen oder Schränken. Wollen Sie Ihren Beamer an der Decke montieren, muss die das Gewicht des Beamers auch dauerhaft tragen können. Bei Gipskartondecken sollte die Last des Beamers dem TÜV-Verband zufolge möglichst in der Unterkonstruktion oder in der Rohdecke aufgenommen werden. Geht das nicht, kann man Spezialdübel verwenden. 

Der Verband empfiehlt zudem, einen zum Gerät passenden Einbau- oder Konstruktionsrahm zu nutzen, um die Last besser zu verteilen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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