Grillvergnügen ohne Chemie: Selbstgemachte Grillanzünder aus Eierkartons, Wachsresten und Holzwolle sind eine umweltfreundliche Alternative.
Grillvergnügen ohne Chemie: Selbstgemachte Grillanzünder aus Eierkartons, Wachsresten und Holzwolle sind eine umweltfreundliche Alternative. Bild: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
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G(l)ute Idee: So stellt man Grillanzünder selbst her

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Flüssig oder in Nuggets, oft in Plastik verpackt: Meist kommt bei Starthelfern für den Grill Chemie zum Einsatz. Doch es geht auch anders: nachhaltiger und praktisch gratis. Eine Anleitung.

Berlin.

Na, schon angegrillt? Gerade zu Saisonbeginn sind viele Grillfreundinnen und -freunde und ihre Gäste heiß drauf, dass es endlich losbrutzelt. 

Dabei helfen sogenannte Grillanzünder, die man über die Holzkohle schüttet oder dazwischen platziert. Viele Varianten arbeiten mit chemischen Inhaltsstoffen, teilweise sogar potenziell giftigen.

Aber das Grillvergnügen lässt sich auch anders anheizen, und zwar mit Dingen, die man meist ohnehin zu Hause hat. Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) erklären in ihrem "Trenntmagazin"-Newsletter, wie man Grillanzünder selbst herstellt: 

Material:

  • leerer Papp-Eierkarton
  • alte Kerzen- oder Wachsreste (Pflanzen- oder Bienenwachs)
  • Füllmaterial wie Sägespäne, Holzwolle, Zapfen

Anleitung:

  1. Mulden des Eierkartons mit Füllmaterial befüllen, gut festdrücken
  2. Kerzen- und Wachsreste in ein altes Glas geben und im Wasserbad schmelzen (nicht zu heiß werden und nicht kochen lassen!)
  3. Flüssiges Wachs vorsichtig über das Füllmaterial geben, bis es sich vollsaugt
  4. Anzünder gut auskühlen lassen, anschließend die einzelnen Mulden voneinander trennen

Extra-Nachhaltigkeitstipp der Entsorgungs-Experten: heimische Grillkohle, etwa aus Buchenholz, verwenden. Herkömmliche Grillkohle enthält "Öko-Test" zufolge oft Tropenholz. Alternativen können auch Olivenkern-Briketts, Kokos-Briketts, Bambusbriketts sowie Briketts aus Weinreben und Maisspindeln sein. (dpa)

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